Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Versicherungen >

Daniel Bahr: Krankenkassen müssen Krankmeldungen genauer prüfen

...

230.000 Zurückweisungen

Bahr: Kassen müssen Krankmeldungen genauer prüfen

03.09.2013, 09:52 Uhr | AFP

Gutachter des (MDK) urteilten bundesweit mehr als 230.000 Mal, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer nicht mehr arbeitsunfähig seien (Quelle: imago/mcphoto)

Gutachter des (MDK) urteilten bundesweit mehr als 230.000 Mal, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer nicht mehr arbeitsunfähig seien (Quelle: imago/mcphoto)

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will es den gesetzlichen Krankenkassen erschweren, krankgeschriebene Menschen an den Arbeitsplatz zurückzuschicken. "Natürlich müssen die Kassen nachprüfen, ob hinter einer Krankmeldung auch wirklich eine Krankheit steckt", sagte er der "Welt". "Falls Krankschreibungen pauschal, massenhaft und nur nach Durchsicht der Akten zurückgewiesen werden, dann ist das nicht in Ordnung." Bahr sprach sich dafür aus, in Zweifelsfällen genaue Untersuchungen zur Pflicht zu machen. "Jeder Einzelfall muss gewürdigt werden."

230.000 Zurückweisungen

Im vergangenen Jahr urteilten Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bundesweit mehr als 230.000 Mal, dass krankgeschriebene Arbeitnehmer gar nicht mehr arbeitsunfähig seien - in 16 Prozent der untersuchten Fälle. Die Zahl der vom MDK geprüften Krankschreibungen sank zwar leicht von 1,54 Millionen Fälle im Vorjahr auf 1,47 Millionen. Die Entscheidung, eine attestierte Arbeitsunfähigkeit aufzuheben, fällt dann aber die Kasse. Daten dazu fehlen laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Kassen sparen bei Gesundheitsförderung

Indes berichtete der "Spiegel" von Sparmaßnahmen der gesetzlichen Kassen bei der Gesundheitsförderung. Wie das Nachrichtenmagazin vorab berichtete, kürzten die Kassen die Ausgaben für Anti-Stress-Maßnahmen und Gesundheitsförderung von 2008 bis 2012 um 30 Prozent auf durchschnittlich 3,41 Euro pro Versichertem und Jahr. Damit lagen sie nur noch knapp über der gesetzlichen Richtmarke von 2,94 Euro.

Von den Kürzungen betroffen seien vor allem sogenannte Individualmaßnahmen, zitiert das Magazin aus einem internen Vermerk des Gesundheitsministeriums.

Dazu zählen etwa Wirbelsäulengymnastik oder Burnout-Prävention. Nach dem von der Bundesregierung geplanten Präventionsgesetz sollen die Kassen künftig eigentlich mehr Geld ausgeben, um Krankheiten zu vermeiden.

03.09.2013, 09:52 Uhr | AFP

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Diesen Artikel...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Helden des Alltags 
Fahrgäste retten Busfahrer vor Übergriff

Diese Männer zeigen Zivilcourage und greifen ein. zum Video

Fotos des Tages
Freche Moderation 
Frivole Zungenakrobatik mit Barbara Schöneberger

Salonfähig, oder nicht? Moderatorin verausgabt sich bei TV-Aufzeichnung. mehr

Anzeige
Kfz-Versicherung vergleichen
Ortskennzeichen

Anzeige 
Rechtsschutzversicherung

Unabhängig und anonym vergleichen und Geld sparen. Vergleich starten

Anzeige 
Haftpflichtversicherung

Schnell gehen Sachen zu Bruch. Eine private Haftpflicht hilft.
Vergleich starten

Anzeige 
Schutz des Hausrats

Schützen Sie Ihren Besitz gegen Feuer, Unwetter und Einbruch. Hausratversicherung vergleichen

Anzeige 
Zahnersatz nötig?

Kein Problem! Mit der Zahn-Ersatz-Sofort-Versicherung von ERGO Direkt.

Anzeige 
Wichtig: Risiko-Leben

Schon ab 2,86 € mtl. beim Testsieger ÖKO-TEST 2013
Absichern bei ERGO Direkt!

Anzeige


Anzeige