Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Versicherungen >

Zusatzbeitrag als Grund für Kassentricks?

...

Politiker sind besorgt

Zusatzbeitrag als Grund für Kassentricks?

07.09.2013, 12:34 Uhr | t-online.de

Beispiel DAK: Nach Einführung des Zusatzbeitrages verließen viele Mitglieder die Krankenkasse (Quelle: imago/Streiflicht-Pressefoto)

Beispiel DAK: Nach Einführung des Zusatzbeitrages verließen viele Mitglieder die Krankenkasse (Quelle: imago/Streiflicht-Pressefoto)

Zuletzt häufen sich Meldungen über bedenkliche Praktiken bei den gesetzlichen Krankenkassen. Alte und teure Patienten werden laut Bundesversicherungsamt benachteiligt. Zudem prüft die Behörde Übertreibungen bei den Erkrankungen der Mitglieder. Als mögliche Ursache nennen Politiker der schwarz-gelben Koalition gegenüber der "Welt" nun den Zusatzbeitrag. Er sollte zu mehr Wettbewerb führen - nun kommt der Verdacht auf, dass genau er zu den knappen Kalkulationen führe.

Die Bilanz der gesetzlichen Krankenkassen für das erste Halbjahr 2013 sieht eigentlich blendend aus. Sie haben 1,2 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben. Einen Zusatzbeitrag, der bei Finanznot erhoben werden darf, verlangt derzeit auch keine der 134 Versicherer. Allerdings schreibt die "Welt" von namentlich nicht genannten kleineren Kassen, die "finanziell an der Nulllinie entlangmanövrieren."

Krankenkassen scheuen sich, Beitrag zu erheben

Ob genau diesen die jüngst kritisierten Missstände anzulasten sind, ist auch nicht klar. Das Bundesversicherungsamt will seine Vorwürfe zu überhöhten Kranken-Einstufungen noch nicht mit Namen verknüpfen. Gerade kleinere Kassen, so die "Welt", ließen sich aber vieles einfallen, um nur ja keinen Zusatzbeitrag zu erheben - und müssten dann an anderer Stelle sparen.

Denn wie wenig hilfreich der Zusatzbeitrag ist, zeige das Beispiel der DAK. Die habe nach der Einführung im Jahr 2010 eine halbe Million Mitglieder verloren - am Ende tat sie sich mit der BKK Gesundheit zusammen. "Viele gesetzliche Kassen haben die Sorge, als eine der ersten Kassen Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen zu müssen", benennt der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn das Problem gegenüber der "Welt".

"Vielleicht nicht das ideale Wettbewerbsinstrument"

Auch in der FDP blickt man wohl kritisch auf die 2007 eingeführte Finanzierungsmöglichkeit: "Der Zusatzbeitrag ist vielleicht nicht das ideale Wettbewerbsinstrument", zitiert der Bericht Heinz Lanfermann, den gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion.

Dass der Unmut nicht noch lauter ausfalle, erkläre sich vermutlich mit der nahenden Bundestagswahl - ein Kurswechsel wäre da nicht ideal. Schließlich hatte die Union den Beitrag 2007 in der großen Koalition eingeführt und auch unter Schwarz-Gelb beibehalten.

07.09.2013, 12:34 Uhr | t-online.de

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Diesen Artikel...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Helden des Alltags 
Fahrgäste retten Busfahrer vor Übergriff

Diese Männer zeigen Zivilcourage und greifen ein. zum Video

Fotos des Tages
Freche Moderation 
Frivole Zungenakrobatik mit Barbara Schöneberger

Salonfähig, oder nicht? Moderatorin verausgabt sich bei TV-Aufzeichnung. mehr

Anzeige
Kfz-Versicherung vergleichen
Ortskennzeichen

Anzeige 
Rechtsschutzversicherung

Unabhängig und anonym vergleichen und Geld sparen. Vergleich starten

Anzeige 
Haftpflichtversicherung

Schnell gehen Sachen zu Bruch. Eine private Haftpflicht hilft.
Vergleich starten

Anzeige 
Schutz des Hausrats

Schützen Sie Ihren Besitz gegen Feuer, Unwetter und Einbruch. Hausratversicherung vergleichen

Anzeige 
Zahnersatz nötig?

Kein Problem! Mit der Zahn-Ersatz-Sofort-Versicherung von ERGO Direkt.

Anzeige 
Wichtig: Risiko-Leben

Schon ab 2,86 € mtl. beim Testsieger ÖKO-TEST 2013
Absichern bei ERGO Direkt!

Anzeige


Anzeige