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Spritverbrauch: Die Tricks der Autohersteller

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Spritverbrauch  

So tricksen die Autohersteller beim Spritverbrauch

14.05.2013, 10:46 Uhr | mid

Spritverbrauch: Die Tricks der Autohersteller. Spritverbrauch: Herstellerangaben oft unrealistisch (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spritverbrauch: Herstellerangaben oft unrealistisch (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) prangert zum wiederholten Mal an, dass die tatsächlichen Spritverbräuche von Autos deutlich über den Herstellerangaben liegen. Welche Tricks die Autohersteller nutzen, um die Verbräuche zu schönen, lesen sie hier.

Spritlüge wird immer krasser

Laut DUH beträgt die Differenz bis zu 42 Prozent - und immer mehr Autos weichen gehörig ab. Das geht auch aus einer Auswertung der Daten des ADAC Eco-Tests hervor. Der Automobilclub hat inzwischen 144 Modelle mit eigenen, den Verkehrsalltag widerspiegelnden Kriterien bewertet. Diese Zahlen hat die DUH mit den Herstellerangaben verglichen und dabei bei 84 Fahrzeugtypen Abweichungen von mehr als zehn Prozent festgestellt.

Volvo verbraucht 42 Prozent mehr

Das krasseste Beispiel lieferte Volvo mit dem V40 Momentum: Das Modell mit einem 115 PS starkem 1,6-Liter-Turbodiesel verbrauchte 4,83 Liter statt der vom Hersteller genannten 3,4 Liter je 100 Kilometer und lag damit 42 Prozent über dem Norm-Wert. 52 Pkw schlucken zwischen einem und neun Prozent mehr als angegeben, nur acht Fahrzeuge verbrauchen so viel wie angegeben oder sogar weniger.

DUH: Verbrauchsangaben sind Verbrauchertäuschung

Die DUH fordert deshalb den Gesetzgeber auf, gegen die teilweise eklatante Verbrauchertäuschung vorzugehen. Unter anderem schlägt die Umwelthilfe vor, das Kraftfahrtbundesamt (KBA) bei auffälligen Abweichungen zwischen Norm- und Realverbräuchen zu eigenen Nachprüfungen eines für Testzwecke aus dem Markt entnommenen Fahrzeugs zu verpflichten.

Spritverbrauch: So tricksen die Hersteller

Die teilweise eklatanten Unterschiede sind damit zu erklären, dass die Prüfvorschriften den Fahrzeugherstellern Spielraum für Manipulationen lassen. Die DUH zitiert einen Experten, dem zufolge die Bordcomputer neuer Pkw erkennen, dass sich das Fahrzeug im Test auf einem Rollenprüfstand befindet, und deshalb für die Dauer der Prüfung in einen "optimierten" Betriebsmodus schalten. Für den Test würden optimale Bedingungen geschaffen, und die erlaubte Maximaltemperatur von 29 Grad Celsius im Prüfstandsraum eingestellt. Außerdem würden höhere Gänge gefahren, um den Verbrauch zu senken.

Ohne Lichtmaschine

Ein anderer Trick sei das Abkoppeln der Lichtmaschine, so dass der Kraftstoffverbrauch für das Aufladen der Batterie wegfällt: "Auf der Straße würde ein solches Fahrzeug nach kurzer Zeit den Einsatz verweigern." Speziell trainierte Fahrer oder Roboter steuern den Testwagen stets am unteren erlaubten Limit. Nach dem Test reduzieren die Hersteller die ermittelten Werte noch pauschal um bis zu vier Prozent.

Wenig Ausstattung und Klebeband

Auch mit stark erhöhtem Luftdruck in besonders rollwiderstandsarmen Spezialreifen lasse sich der Verbrauchswert schönen, und manche Hersteller würden sogar das Gewicht von Ausstattungselementen optimieren oder sie ausbauen. Auch die Aerodynamik wird verbessert: Kühlergrill wie auch Türschlitze werden abgeklebt und die Bremsbeläge ganz eingeschoben, um den Rollwiderstand zu minimieren.

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