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Neues Gift in Auto-Kältemittel gefunden

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Kältemittel R1234yf  

Neues Gift in Auto-Kältemittel gefunden

09.04.2014, 17:40 Uhr | Reuters

Neues Gift in Auto-Kältemittel gefunden. Mercedes setzt weiter auf das Kältemittel R-134a (Quelle: dpa)

Mercedes setzt weiter auf das Kältemittel R-134a (Quelle: dpa)

Eine neue Studie hat den Streit über das Auto-Kältemittel R1234yf angeheizt. Sollte das Kältemittel für Klimaanlagen bei einem Unfall in Brand geraten, werde neben Fluorwasserstoff der hochgiftige Stoff Carbonylfluorid freigesetzt, das geht aus einer Untersuchung der Universität München hervor.

Gift bisher ignoriert worden

Das sei bei bisherigen Risikoanalysen von den Autoherstellern ignoriert worden. "Angesichts unserer Ergebnisse regen wir an, die Risiken des Kältemittels R1234yf neu zu bewerten", forderte Chemieprofessor Andreas Kornath.

Wegen der Brandgefahr weigert sich der Autohersteller Daimler, das von Honeywell und Dupont hergestellte Mittel in Klimaanlagen zu verwenden. Die EU-Kommission hat gegen Deutschland deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet. Denn in der EU ist seit dem vergangenen Jahr für Neuwagen ein klimaschonenderes Kältemittel als das bisherige vorgeschrieben.

Kältemittel angeblich ungefährlich

Das Produkt von Honeywell und Dupont R1234yf wurde nach Verabredung der Autohersteller weltweit entwickelt und erfüllt als einziges die Vorgaben. Honeywell wies die Vorwürfe der Forscher von der Universität München zurück. Das Mittel sei sicher. Carbonylfluorid entweiche auch, wenn das bisherige Kältemittel R134a brenne. Da es sich aber nach Sekundenbruchteilen verflüchtige, könne es Menschen in der Nähe nicht gefährden.

Daimler will CO2 als Kältemittel einsetzen

Ein Daimler-Sprecher erklärte, der Konzern sehe das als Bestätigung für die Entscheidung, als Alternative eine Klimaanlage mit CO2 als Kältemittel zu entwickeln. Bis zum Ende der Übergangsfrist (2016) in der EU will Daimler diese zusammen mit anderen Herstellern zur Serienreife bringen. "Wir werden das Versprechen einlösen", sagte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber.

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