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Techrules Ren: Ist das noch ein Auto?


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Techrules Ren setzt neue Maßstäbe

SP-X, Mario Hommen

23.03.2017Lesedauer: 2 Min.
Mit dem Techrules Ren zeigen die Chinesen wie weit die Technik bereits ist.
Mit dem Techrules Ren zeigen die Chinesen wie weit die Technik bereits ist. (Quelle: Hersteller-bilder)
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Sechs Motoren, eine Hochleistungsturbine und 2000 Kilometer Reichweite – der Techrules Ren vereint gleich mehrere Superlative in sich und zitiert einen klassischen Supersportwagen.

Meist kommt im Autobau die faszinierende Studie, irgendwann später folgt die ernüchternde Serienversion. Bei der chinesischen Firma Techrules läuft das umgekehrt, sofern man bei Handarbeit von Serie sprechen kann: Den mehr als 1000 PS starken Sportwagen-Studien AT96 und GT96 aus dem Jahr 2016 folgt nur ein Jahr später die Serienversion Ren, die optisch und technisch die Vorjahres-Konzepte zu Langweilern degradiert.


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Techrules Ren
Techrules Ren
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Techrules Ren zitiert McLaren F1 aus den 1990ern

Die Fahrgastzelle bietet eine außergewöhnliche Bestuhlung für drei Passagiere. Während Fahrer und Lenkrad mittig platziert wurden, können nach hinten versetzt links und rechts von ihm zwei Gäste einsteigen. Ein Konzept, dass vom McLaren F1 der neunziger Jahre bekannt ist. Jeder Gast hat dabei im transparenten Dach seine eigene Wölbung.

Statt Türen: Die gesamte Cockpit-Kanzel öffnet sich

Die Designerstühle sind mit braunen Leder im Vintagelook und Bluejeansstoff bezogen. Der Denim hat sogar typische Jeanshosennähte und Hosentaschen-Andeutungen. Wiederum ganz futuristisch wirkt das freischwebende Armaturenbrett im Jetflügelstil. Auf Türen hat man beim Ren verzichtet, stattdessen öffnet sich die Triple-Bubble-Kanzel nach oben und hinten.

Techrules geht auch beim Design einen Schritt weiter

Die weiße Abdeckung vom Vorderwagen ist mittig von einem Plexiglasstreifen unterteilt, der den Blick auf die vordere Radaufhängung freigibt. Vorne wie hinten rahmen riesige L-förmige LED-Leuchten jeweils riesige Luftöffnungen. In den Flanken fallen 22-Zoll-Räder im Turbinendesign ins Auge.

Techrules Ren: Elektroauto mit Turbine an Bord

Das Design der Räder verrät bereits einiges über den Antrieb. Im Kern handelt es sich um ein Elektrofahrzeug, das neben einer Traktionsbatterie noch einen Range-Extender in Form einer Micro-Turbine an Bord hat. Dabei kann der Kunde zwischen einer Vielzahl von Antriebsvarianten wählen.

Topversion sprintet in 2,5 Sekunden auf Tempo 100

Das geht mit den Motoren los. Die Basisversion wird von zwei E-Maschinen jeweils an den Hinterrädern angetrieben. Diese Version hat 435 PS. Außerdem will Techrules eine Version mit vier Motoren anbieten, bei der zusätzlich die Vorderräder einzeln angetrieben werden. Gleichzeitig verdoppelt sich die Leistung. Schließlich gibt es noch eine sechsmotorige Variante, bei der jeweils zwei Motoren pro Hinterrad und je ein Motor pro Vorderrad verbaut werden. Diese Topversion leistet 1305 PS und 7800 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der 1,7-Tonner den Standardsprint in 2,5 Sekunden schaffen und maximal 320 km/h erreichen.

Techrules Ren kommt bis zu 2000 Kilometer weit

Primär kommt der Strom aus einer Traktionsbatterie. Hier bietet Techrules die drei Kapazitätsstufen 14, 25 und 32 Kilowattstunden an. Als weiteren Clou verfügt der Ren über einen Range-Extender in Form einer Microturbine. Dabei gibt es einen auf Effizienz getrimmten Reichweitenverlängerer mit 30 kW, oder eine Hochleistungsturbine mit 80 kW. Während eine Batterieladung bis zu 200 Kilometer Reichweite ermöglicht, soll dank der Turbine das Reichweitenfenster auf bis zu 2000 Kilometer steigen können. Für die Hochleistungsturbine ist dank eines 80 Liter fassenden Dieseltanks in Kombination mit der 25-kWh-Batterie eine Reichweite von 1170 Kilometer realisierbar.

Serienproduktion startet noch in diesem Jahr

In so ziemlich allen Aspekten wirkt der Ren wie ein Auto, das niemals gebaut wird. Doch noch in diesem Jahr soll die Serienproduktion in Italien anlaufen. Preise werden nicht genannt, vermutlich wird der in kleiner Stückzahl in Handarbeit gefertigte Hightech-Renner jedoch einige Millionen kosten.

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