• Home
  • Auto
  • ElektromobilitĂ€t
  • Die Stickoxide, ihre Gefahren und Grenzwerte


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextWarmwasser abdrehen? Ministerin warntSymbolbild fĂŒr einen TextRussland stoppt Kasachstans ÖlexportSymbolbild fĂŒr ein VideoMallorca droht BadeverbotSymbolbild fĂŒr einen TextCarlos Santana auf BĂŒhne kollabiertSymbolbild fĂŒr einen TextBericht: Separatisten kapern FrachterSymbolbild fĂŒr einen TextFC Bayern befördert Ex-ProfiSymbolbild fĂŒr einen TextEU-Land fĂŒhrt Wehrpflicht wieder einSymbolbild fĂŒr einen TextJunger Biker stirbt auf der A29Symbolbild fĂŒr einen TextKatzenberger war mit Fan im BettSymbolbild fĂŒr einen TextFrauen-EM: Der Spielplan zum AusdruckenSymbolbild fĂŒr einen TextLindner-Hochzeit: So ĂŒbernachtet das PaarSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserKinderstar offenbart intimes Liebes-DetailSymbolbild fĂŒr einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige

Die Stickoxide, ihre Gefahren und Grenzwerte

Von reuters
Aktualisiert am 25.08.2017Lesedauer: 3 Min.
Abgase aus dem Auspuff eines Autos
Die Schadstoffe aus dem Auspuff können zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen fĂŒhren. (Quelle: Toa55/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Über die Gefahren und gesundheitsschĂ€digende Wirkung von Stickoxiden, wie sie als Abgase von Dieselfahrzeugen ausgestoßen werden, wird derzeit viel diskutiert. Dabei klafft zwischen den Grenzwerten fĂŒr den Straßenverkehr sowie am Arbeitsplatz eine große Kluft. Lesen Sie hier einen Überblick zum Thema.

Welche Gefahren gehen von Stickoxiden aus?

Stickstoffoxide sind Gase, die die Atemwege reizen. Dies ist insbesondere ein Problem fĂŒr Asthmatiker. Die Schadstoffe können zudem zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen fĂŒhren. Auch die Lungenfunktion kann dauerhaft beeintrĂ€chtigt werden. Ebenso können Allergien ausgelöst oder verschlimmert werden.

Die EuropĂ€ische Umweltagentur (EUA) geht fĂŒr das Jahr 2012 von 10.400 vorzeitigen TodesfĂ€llen in Deutschland durch Stickstoffdioxid (NO2) aus. Der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (Bund) verweist zudem darauf, dass Stickoxide zum Klimawandel beitrĂŒgen. Sie sorgten zudem fĂŒr sauren Regen und eine Verschmutzung der Umwelt. Abgase sind eine Belastung fĂŒr Mensch und Natur.

Welche Grenzwerte gelten bei Stickoxiden?

Im Straßenverkehr dĂŒrfen europaweit 40 Mikrogramm im Jahresmittel nicht ĂŒberschritten werden. 18 Mal im Jahr darf der Spitzenwert höher als 200 Mikrogramm liegen. Laut Umweltbundesamt (UBA) war das im Jahr 2016 in Stuttgart jedoch 35 Mal und in Darmstadt 28 Mal der Fall.

Am Arbeitsplatz ist in Deutschland eine weitaus höhere Belastung zulĂ€ssig. So gilt an IndustriearbeitsplĂ€tzen und im Handwerk, wo mit einer erhöhten Stickoxidbelastung zu rechnen ist, ein Grenzwert von 950 Mikrogramm – das ist fast 24 Mal so viel wie im Straßenverkehr. In normalen BĂŒros dĂŒrfen es 60 Mikrogramm sein.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Höchste Zeit fĂŒr eine radikale Entscheidung
Rettungseinsatz nach dem Abbruch am Marmolata-Gletscher in den Dolomiten.


Warum sind im Job höhere Grenzwerte erlaubt?

Laut einem Sprecher des Umweltbundesamts liegt dieser unterschiedlichen Bemessung die Annahme zugrunde, dass der Außenluft alle Menschen rund um die Uhr ausgesetzt sind – und damit auch empfindliche Personen wie Kinder, Alte, Kranke oder schwangere Frauen. In BĂŒros befĂ€nden sich dagegen weder Kinder und in der Regel seien die Arbeitnehmer gesund. Außerdem werde im BĂŒro nur eine gewisse Zeit des Tages verbracht.

"Die Voraussetzung ist natĂŒrlich, dass die, die dort arbeiten, auch gesund sind und auch stĂ€ndig arbeitsmedizinisch betreut werden", sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Dem UBA-Sprecher zufolge strebt ein zu seiner Behörde gehörender Ausschuss aber eine Aktualisierung der Bewertung fĂŒr Stickoxide im Innenraum an.

Unterschiedliche Grenzwerte an ArbeitsplĂ€tzen und im Straßenverkehr

Nach Ansicht des Sprechers des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Eckehart Rotter, passen die unterschiedlichen Grenzwerte an ArbeitsplĂ€tzen und im Straßenverkehr nicht zusammen. Die 950 Mikrogramm fĂŒr Arbeitnehmer gĂ€lten schließlich nicht nur ein Mal am Tag, sondern tĂ€glich acht Stunden, die ganze Woche und das gesamte Berufsleben. Eigentlich mĂŒsse man fragen, warum die fĂŒr die ArbeitstĂ€tten zustĂ€ndige Ministerin Andrea Nahles den Wert nicht ebenfalls auf 40 Mikrogramm herabsetze.

Wie verlÀsslich sind die Angaben zu Todesopfern?

Der Bund und andere Umweltorganisationen nutzen wie die UBA die oben genannten Zahlen der EuropĂ€ischen Umweltagentur. Es gibt aber auch VerbĂ€nde, die höhere Zahlen nennen. Das Umweltbundesamt stellt derzeit eigene Berechnungen fĂŒr Deutschland an.

Zur Berechnung von mit Stickstoffdioxid und anderen Luftschadstoffen und LĂ€rm verbundenen Krankheiten und vorzeitigen TodesfĂ€llen wird laut Umweltbundesamt ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickeltes Konzept zu umweltbedingten Krankheitslasten verwendet. Umwelt- und Gesundheitsdaten werden dabei verknĂŒpft und statistisch ausgewertet. Auf Basis der Herzinfarkt-HĂ€ufigkeit in Deutschland und Daten zur LĂ€rmbelastung der Bevölkerung kann beispielsweise geschĂ€tzt werden, welcher Anteil der Herzinfarkte in Deutschland auf UmweltlĂ€rm zurĂŒckzufĂŒhren sind.

10.000 oder 107.000 Tote pro Jahr durch Abgase?

Laut VDA-Sprecher Rotter beruhen die Zahlen zu den vorzeitigen TodesfĂ€llen nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage. Er verweist dazu auf den Abschlussbericht des Abgas-Untersuchungsausschusses des Bundestages. Die Experten bezeichnen die Aussage, jĂ€hrlich wĂŒrden 10.000 Menschen durch Verkehrsemissionen sterben, darin als nicht haltbar. "Epidemiologisch ist ein Zusammenhang zwischen TodesfĂ€llen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adĂ€quaten KausalitĂ€t nicht erwiesen", heißt es wörtlich.

Doch ein Forscherteam der Organisation Environmental Health Analytics in Washington kam unlĂ€ngst zu drastischen Ergebnissen: Demnach liegt die Zahl vorzeitiger TodesfĂ€lle durch Stickoxide fĂŒr die weltgrĂ¶ĂŸten AutomĂ€rkte bei 107.000 Menschen pro Jahr. Die Wissenschaftler schĂ€tzen, dass allein 38.000 Menschen im Jahr 2015 starben, weil Abgasgrenzwerte nicht eingehalten wurden – davon 11.400 in der EU.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Christopher Clausen
DarmstadtDeutschlandEUStraßenverkehrTodesfall
Auto-Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website