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Gegen Parkplatzmangel: Dieses Elektroauto lässt sich falten

Gegen Parkplatzmangel  

Dieses Auto lässt sich falten

28.10.2018, 10:09 Uhr | Sarah Sendner, Sara Lemel, dpa

Gegen Parkplatzmangel: Dieses Elektroauto lässt sich falten. City Transformer: Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit. (Quelle: dpa/Smirnov Gleb/City Transformer)

City Transformer: Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit. (Quelle: Smirnov Gleb/City Transformer/dpa)

Es passt fast in jede Parklücke: Ein Faltauto des israelischen Start-ups City Transformer soll Städtern künftig das Leben erleichtern. Die Entwickler haben auch Deutschland im Blick.

Um das Problem des Parkplatzmangels in Städten langfristig zu lösen, hat ein israelisches Start-up ein faltbares Elektroauto entwickelt. Der City Transformer hat einen Unterbau, der sich per Knopfdruck ein- und ausfahren lässt. Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit – und passt problemlos in einen Motorradparkplatz.

Faltbares E-Auto: Das israelische Start-up City Transformer hat einen Unterbau, der sich per Knopfdruck ein- und ausfahren lässt. Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit. (Quelle: dpa/Smirnov Gleb/City Transformer)Faltbares E-Auto: Das israelische Start-up City Transformer hat einen Unterbau, der sich per Knopfdruck ein- und ausfahren lässt. Eingeklappt ist das Fahrzeug nur noch einen Meter breit. (Quelle: Smirnov Gleb/City Transformer/dpa)

Ausgefahren hat es eine Breite von 1,4 Metern und damit dieselben Proportionen wie ein normaler Kleinwagen. Der City Transformer fährt nach Angaben des Herstellers mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern.

Reichweite wird noch steigen

Die Batterie des Elektroautos lässt sich zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen aufladen. Zurzeit schafft es mit einer Batterieladung eine Reichweite von 150 Kilometern. "Wir gehen aber davon aus, dass es bis zur Massenproduktion bessere und effizientere Batterien geben wird", sagt Udi Meridor, Innovationschef von City Transformer. Bei der Entwicklung hat unter anderem auch das japanische Unternehmen Yamaha mitgewirkt.

Faltbares Elektroauto gegen Parkplatzmangel (Quelle: dpa/City Transformer)Faltbares Elektroauto gegen Parkplatzmangel (Quelle: City Transformer/dpa)

Der finale Prototyp der Autos soll nach Angaben des Herstellers in den nächsten 10 Monaten gelauncht werden. Dann werde auch die offizielle Vorbestell-Kampagne starten. Nach 10.000 Vorbestellungen soll das Auto vom Band rollen, etwa im Jahr 2020, zum Preis von umgerechnet etwa 8.785 Euro, so das israelische Unternehmen. Auch Deutschland gehöre zu den anvisierten Märkten. Das Fahrzeug wäre in der EU als Vierrad zugelassen.


Vielfältige Einsatzgebiete

Das Auto ist dann für den Privatgebrauch und für Carsharing vorgesehen – zunächst in Tel Aviv, dann auch in europäischen und asiatischen Städten. Eine Version des Kleinstwagens ist speziell für Unternehmen vorgesehen. Es kann bis zu 1.000 Kilogramm transportieren.

Knopflos: das Cockpit des Prototyps des City Transformer. (Quelle: dpa/Sarah Sendner)Knopflos: das Cockpit des Prototyps des City Transformer. (Quelle: Sarah Sendner/dpa)

Außerdem kann das Auto nach Unternehmensangaben hilfreich für Einsätze in schwer zugänglichen Gebieten oder in Menschenmassen sein – zum Beispiel für medizinische Ersthelfer.

Das Start-up plant drei Modelle für den Privatgebrauch und für Carsharing-Flotten: Eine offene Version "Fun", eine geschlossene, wetterfeste Version und eine mit zwei Plätzen auf der Rückbank für Familien. Und auch Privatbesitzer eines City Transformers sollen die Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug für Carsharing zur Verfügung zu stellen – und so Geld zu verdienen.

Spartanischer Innenraum: Im City Transformer finden zwei Personen Platz. (Quelle: dpa/Sarah Sendner)Spartanischer Innenraum: Im City Transformer finden zwei Personen Platz. (Quelle: Sarah Sendner/dpa)

Branchenkenner über das Konzept

Das Konzept könnte nach Einschätzung eines Autobranchen-Experten auf dem deutschen Markt durchaus Erfolg haben. "Besonders in Großstädten wird das Parkraumproblem wachsen", so Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management an der FH Bergisch Gladbach. "Parkplätze werden knapp und viel teurer werden. Es ist zu erwarten, dass solche Konzepte vermehrt auf die Straße kommen."

Wichtigster Punkt sei dabei jedoch das Carsharing-Konzept, meint Christoph Stürmer, Analyst der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC. Damit Unternehmen wie der City Transformer Erfolg haben, "müssen sie ihren Hauptmarkt in "shared"-Flotten mit extrem geringen Kilometer-Kosten finden, andernfalls drohen sie in einer technologischen Nische zu verharren."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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