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E-Bike: Todesrisiko dreimal höher als auf Fahrrad

Versicherer besorgt  

E-Bike: Todesrisiko dreimal höher als auf Fahrrad

20.07.2019, 17:02 Uhr | sm, dpa

E-Bike: Todesrisiko dreimal höher als auf Fahrrad. Elektrofahrrad: Der Umstieg von einem Fahrrad ohne Motor auf ein Fahrrad mit Motor sollte geübt werden. (Quelle: Getty Images/Halfpoint)

Elektrofahrrad: Der Umstieg von einem Fahrrad ohne Motor auf ein Fahrrad mit Motor sollte geübt werden. (Quelle: Halfpoint/Getty Images)

Mit wenig Anstrengung aber mit ordentlich Schwung durch die Stadt radeln – das ermöglichen Pedelecs. Unfallforscher warnen jedoch: Mit den motorisierten E-Fahrrädern steigt die Gefahr schwerer Unfälle.

Bei einer Fahrt auf dem Elektrorad ist die Gefahr eines tödlichen Unfalls nach Berechnungen der Allianz dreimal höher als auf einem normalen Fahrrad ohne Motor. Eine größere Unfallgefahr besteht demnach keineswegs nur für Senioren.

"Über alle Altersgruppen zusammengefasst ist das Todesrisiko im Fünf-Jahresmittel auf dem Pedelec dreimal so hoch wie auf dem herkömmlichen Rad", sagt Jörg Kubitzki, Unfallforscher bei Europas größtem Versicherer. Das Risiko, bei einer Verletzung ums Leben zu kommen, sei sowohl in der Gruppe der Senioren über 65 als auch in der Gruppe aller Jüngeren bis 64 signifikant höher.

Pedelec ist der Fachbegriff für die gängigen E-Bikes mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit, bei denen die Fahrer noch selbst in die Pedale treten müssen.

Unabhängig vom gefahrenen Kilometer

Die Allianz hat für die Berechnung die Unfalldaten des Statistischen Bundesamts in Beziehung zu den geschätzten Fahrkilometern gesetzt, die das Bundesverkehrsministerium in der Studie "Mobilität in Deutschland" veröffentlicht hatte. "Pedelecs sind auch dann gefährlicher gegenüber nicht motorisierten Fahrrädern, wenn die Fahrleistung beider Fahrzeugarten berücksichtigt wird", so Kubitzki. Demnach kommen im statistischen Schnitt pro Milliarde gefahrener Kilometer 11,64 Pedelec-Fahrer ums Leben, die vergleichbare Quote für nicht motorisierte Fahrräder liegt bei 8,96.

Tipp: Üben Sie das Umsteigen von einem Drahtesel auf ein Pedelec an einem Ort ohne öffentlichen Verkehr. Vor allem das Befahren von Kurven hat mit einem E-Bike eine andere Fahrdynamik als mit einem gewöhnlichen Fahrrad.
 


Unter den geschätzt 77 Millionen Fahrrädern in Deutschland sind nach der Studie des Bundesverkehrsministeriums bislang vier Millionen Pedelecs, gut fünf Prozent. Der Anteil der getöteten Pedelec-Fahrer an allen tödlich verunglückten Radlern beträgt aber fast 18 Prozent.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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