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Ferrari 612 - Pure Eleganz

Ferrari 612: Pure Eleganz

19.08.2011, 13:07 Uhr | pc (CF)

Der Ferrari 612 Scaglietti ist einer der wenigen Viersitzer der feuerroten Edelmanufaktur aus Modena. Gerade im Hinblick auf den Porsche Panamera ist diese Art Sportwagen derzeit so beliebt wie selten zuvor.

Der Geschwindigkeitsenthusiast von Welt assoziiert Sportwagen üblicherweise nur mit zwei Sitzen. Alles, was darüber hinausgeht, wird nicht selten pauschal als Familienkutsche mit extrastarkem Motor abgehandelt. Dieser Glaubenskrieg scheint langsam, aber sicher zu bröckeln: Porsche beweist mit seinem Panamera seit 2009, das „Leistung“ und „Platz“ keine Kontraindikation darstellen. Für Ferrari ist die Abkehr vom reinen Zweisitzer aber auch nicht neu. Bereits zwischen 1993 und 2004 produzierte der Sportwagen-Gigant aus Modena den erfolgreichen 456, der als sogenannter „2+2 Sitzer“ vermarktet wurde. Die hintere Bank hatte dabei deutlich weniger Sitzkomfort als die vordere, so dass größere Mitfahrer von der Beförderung eher ausgeschlossen waren. Ferraris Karosserie- und Design-Partner Pininfarina baute den 456er auf besonderen Kundenwusch sogar als Stufenhecklimo und als familientauglichen Kombi. Der Ferrari 612 Scaglietti, der 2004 als offizieller Nachfolger des Ferrari 456 auf den Markt kam, überspannte den Bogen diesbezüglich nicht allzu stark. Der sportliche Anspruch steht bei diesem Modell klar im Vordergrund – so sehr, dass der Ferrari 612 auf den ersten Blick gar nicht als 2+2-Bolide zu erkennen ist.

Das Design des Models übernahm einmal mehr die Firma Pininfarina. Der Modellzusatz „Scaglietti“ ist eine Hommage an den Modeneser Karosseriebauer Sergio Scaglietti aus den 1950er Jahren. Kernstück des edlen Sportwagens ist ein 5,7 Liter V12 Ottomotor mit einer Leistung von 397 kW/540 PS. Trotz der größeren Abmessungen von 4,902 x 1,957 x 1,344 m hat sich das Leergewicht gegenüber den „reinrassigen“ Ferraris mit zwei Sitzen nicht merklich erhöht. Lediglich 1725 bis 1840 Kilogramm, je nach Ausstattung und Modell, bringt der Ferrari 612 Scaglietti auf die Straße – einer ultraleichten Alu-Karosserie sei Dank. Das Fahrzeug erreicht nach Herstellerangaben eine Spitzengeschwindigkeit von 315 km/h und beschleunigt von null auf 100 km/h in rund 4,2 Sekunden. Um den besagten Sportambitionen mehr Nachdruck zu verleihen, ist seit dem Modelljahr 2009 ein semi-automatisches F1-Getriebe serienmäßig an Bord. Von dem erhöhten Platzangebot des Ferrari 612 Scaglietti profitiert derweil auch das Stauvolumen. Der Kofferraum ist mit rund 240 Litern überdurchschnittlich groß für einen Sportwagen dieser Güte. Die Rückbank lässt sich auch beim Ferrari 612 Scaglietti immer noch nicht als vollwertig bezeichnen, bietet aber normal gewachsenen Personen durchaus genügend Komfort für eine längere Tour.

Rosso Corsa war gestern

Ein interessantes Detail am Rande: Etwa zwei Drittel der Ferrari 612 Scaglietti wurden bislang nicht im charakteristischen „Rosso Corsa“ („Rennrot“), sondern in anderen Farben ausgeliefert. Die meisten Fahrzeuge fahren heute in einem seichten Silber-Metallic. Ein echter Ferrari ist der 612 natürlich trotzdem, auch wenn das Fahrzeug von einem externen Dienstleister entwickelt wurde. Spätestens beim Anblick der grazilen Designsprache wird die Verbundenheit mit Modena offensichtlich: Die lange Motorhaube des Ferrari 612 Scaglietti ist ein echter Blickfang. Zusammen mit dem wohlproportionierten Heck konnte der Viersitzer beireits viele Lorbeeren bei Fahrern und Fachpresse einheimsen. Kritik gab es dagegen schon öfter für das Interieur:  Edles, hell-beiges Leder reiht sich dabei unter anderem an ein mittelprächtiges Navigationssystem von Becker, das laut Kennern etwas deplatziert zu sein scheint. Auch der Lenkstockhebel und diverse Schalter werden der Güte dieses XXL-Sportwagens nicht ganz gerecht. Für ein Nachfolgemodell hat der Zuspruch dennoch gereicht: Seit 2011 baut Ferrari den FF („Ferrari Four“).

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