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Xenonlampen im Test bei "Auto-Bild" und Dekra: Billige Leuchten fallen durch

Nachrüst-Lampen  

Billige Xenonlampen fallen im Test durch

22.10.2015, 14:41 Uhr | t-online.de , SP-X

Xenonlampen im Test bei "Auto-Bild" und Dekra: Billige Leuchten fallen durch. Xenonscheinwerfer haben Vorteile - wenn man die richtigen Leuchtmittel wählt. (Quelle: dpa)

Xenonscheinwerfer haben Vorteile - wenn man die richtigen Leuchtmittel wählt. (Quelle: dpa)

Xenon-Scheinwerfer sind normalerweise ein Garant für gute Sicht. Aber gilt das auch bei Nachrüst-Leuchten? Die "Auto-Bild" hat gemeinsam mit der Dekra zwölf Xenonlampen vom Typ D2S getestet. 

Sogenannte Gasentladungslampen in den Scheinwerfern halten länger als Halogenlampen. Trotzdem kann bei Vielfahrern ein Austausch schon nach ein paar Jahren anstehen. Dabei aufs Geld zu achten, ist allerdings keine gute Idee - das legen die Testergebnisse nahe.

Viele Schrottlampen auch bei Xenon

"Auto-Bild" und Dekra haben Leuchten von Osram und Philips, Cartechnic, General Electric und vier No-Name-Lampen aus dem Internet überprüft. "Der Test brachte ein eindeutiges Ergebnis: Noch immer tummeln sich viele Schrottlampen am Markt, die auf dubiosen Wegen ein E-Prüfzeichen bekommen haben", sagt Lichtexperte Hendrik Dieckmann von "Auto-Bild".

Xenonlampen: Markenleuchten gewinnen

Den Testsieg holte sich der Osram "Night Braker". Aber auch die Xenonlampen der Hersteller Philips, Cartechnic und General Electric sind auf den vorderen Plätzen zu finden.

In den Kategorien "Lichtstrom" (absolute Menge des Lichts, die eine Lampe aussendet), "Geometrie", "Helligkeit" und "Blendung" (Helligkeit des Lichts auf Augenhöhe des Gegenverkehrs) folgen die Lampen der Markenhersteller dicht aufeinander.


 (Quelle: (Quelle: "Auto-Bild")

Manche Lampe darf gar nicht benutzt werden

Anders das Bild bei den Billigprodukten: Die Lampe der Marke SuperVision besitzt noch nicht mal ein ECE-Prüfzeichen. Eklatant ist der fehlende Hinweis auf das nicht vorhandene Prüfzeichen im Angebot des Ebay-Shops. Denn die Leuchte darf im öffentlichen Straßenverkehr nicht benutzt werden.

 (Quelle: (Quelle: "Auto-Bild")

Schlechte Lichtausbeute bei Billiglampen

Die Brenner von Kiwitecc und Limastar besitzen zwar Prüfzeichen, leuchten aber auch nicht besser und verfehlen somit die geltende ECE-Norm R99 ebenso. "Es ist unverantwortlich, diese Lampen für den Straßenverkehr zuzulassen", so Dieckmann. "Hier muss der Gesetzgeber die Verbraucher besser schützen."

 (Quelle: (Quelle: "Auto-Bild")

Hauptuntersuchung kann zum Problem werden

Auch wenn manche Autofahrer sparen wollen und zu Billiglampen greifen: Manipulationen an der Lichtanlage sind kein Kavaliersdelikt. Die Prüforganisation KÜS bemängelte 2014 an fast einem Viertel der geprüften Fahrzeuge nicht korrekte Lichtanlagen bei der Hauptuntersuchung - diese Fahrzeuge bekamen keine Plakette. Fehler beim Austausch der Beleuchtungskörper waren dort ebenso zu finden wie die Verwendung unerlaubter Xenon-Lampen.

Finger weg von Umrüst-Kits

Was übrigens erst recht nicht erlaubt ist: Das Nachrüsten von Halogenscheinwerfern mit Xenon-Kits. Die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz sind dann nicht mehr gegeben.  

So funktionieren Xenonlampen

Sogenannte Gasentladungslampen bestehen aus einem Kolben aus Quarzglas, in dessen winzigen Brennraum das Edelgas Xenon mit hohem Druck gefüllt ist. Der Brennraum des Glaskolbens befindet sich zwischen zwei Elektroden aus Wolfram, zwischen denen ein Lichtbogen brennt. Zum Zünden ist ein Impuls mit einer extrem hohen Spannung von bis zu 30.000 Volt erforderlich.

Vorteile von Xenonleuchten

Während Halogenlampen nur zehn bis 15 Prozent der eingesetzten Energie in Licht umwandeln, sind Xenonbrenner wesentlich sparsamer. Das liegt auch daran, dass sie weniger heiß werden.

Dafür ist die Leuchtdichte rund dreimal höher, die höhere Farbtemperatur ist angenehmer für das Auge. Außerdem weisen Xenonlampen eine hohe Lebensdauer von rund 2000 Stunden auf. Halogenlampen halten rund 450 Stunden.

Nachteile von Xenonscheinwerfern

Für die Zulassung benötigen die Gasentladungslampen eine automatische Leuchtweitenregulierung, ein Vorschalt- und Zündgerät sowie oftmals eine Scheinwerferreinigungsanlage. Die Vielzahl an Bauteilen macht die Lichttechnik teuer. Das gilt auch für Ersatzteile und Reparatur, die einen Werkstattaufenthalt notwendig macht. 

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