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Nutzfahrzeuge: Was taugen Elektro-Lkw?


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Tonnenschwere Leisetreter

t-online, Hanne Lübbehüsen/SP-X

25.07.2013Lesedauer: 2 Min.
Elektro-Lkw-Studie von MAN
Elektro-Lkw-Studie von MAN (Quelle: Hersteller-bilder)
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Dass Pkw elektrisch fahren, daran gewöhnt sich der Autofahrer gerade. Aber Lkw? Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Beratungsunternehmen CE Delft das Potenzial alternativer Antriebe im Straßengüterverkehr untersucht. Fazit: ja, aber.

Güterverkehr wächst rasant

Der Straßengüterverkehr ist heute laut DLR eine der am schnellsten wachsenden Transportarten. Schon jetzt entfallen innerhalb Deutschlands auf den Bereich der Lastkraftwagen rund 20 Prozent aller verkehrsbedingten CO2-Emissionen. Bis zum Jahr 2030 rechnet das Umweltbundesamt damit, dass sich die auf deutschen Straßen transportierte Gütermenge nahezu verdoppeln wird.

Ziel der Europäischen Union ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 Prozent zu verringern. Um das zu erreichen, muss auch der Schadstoffausstoß im Straßengüterverkehr erheblich sinken. Das geht nur mit Nutzfahrzeugen, die weniger Schadstoffe emittieren, wie etwa Elektro-Lkw, die derzeit eingeführt werden.

Elektro-Lkw fahren die Modehäuser an

Wenn etwa die C&A-Filialen in der Berliner Innenstadt neue Hosen, Blusen oder Jacken geliefert bekommen, dann geschieht das ganz leise und völlig emissionsfrei. Zwei Elektro-Lkw fahren die Modehäuser an. Was Textillogistiker Meyer & Meyer mit Firmensitz in Osnabrück bereits seit 2011 erfolgreich praktiziert, könnte in den nächsten zehn Jahren ein flächendeckendes Konzept sein.

Elektro-Lkw im Verteilerverkehr sinnvoll

Die Wissenschaftler halten den Einsatz der batteriebetriebenen Lastwagen im innerstädtischen und regionalen Liefer- und Verteilerverkehr auch für sinnvoll. Sie haben untersucht, welche technischen, betriebswirtschaftlichen und politischen Bedingungen es für emissionsfreie Lastwagen geben muss.

Im städtischen und regionalen Lieferverkehr ist die tägliche Fahrleistung zum Beispiel gut abschätzbar und die Batterien können in geplanten Intervallen geladen werden, ohne den Betriebsablauf zu stören. Oder gewechselt werden: Die Spedition Meyer & Meyer arbeitet mit dem Fraunhofer Institut derzeit zum Beispiel an Wechselakkus.

Für lange Strecken setzen Forscher auf die Brennstoffzelle

Eine Absage erteilten die Wissenschaftler vom DLR batteriebetriebenen Trucks für lange Strecken, den Einsatz stuften sie unter anderem aufgrund des hohen Batteriegewichts als "nicht realisierbar" ein. Für weite Wege machten die Experten aber eine emissionsfreie Alternative aus: Lkw mit Brennstoffzellenantrieb.

Auch sie könnten laut der Studie, die die Nonprofit-Organisation International Council on Clean Transportation (ICCT) in Auftrag gegeben hat, zwischen 2020 und 2030 wettbewerbsfähig werden. Voraussetzung hierfür seien weitere technologische Fortschritte hinsichtlich Lebensdauer, Größe und Gewicht der Brennstoffzellensysteme. Aber auch der Aufbau einer Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen sei entscheidend.

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