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Koalition erwägt Wegfahrsperren für Alkoholsünder

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Koalition erwägt Wegfahrsperren für Alkoholsünder

20.04.2011, 09:26 Uhr | dpa, dpa

Koalition erwägt Wegfahrsperren für Alkoholsünder. Wegfahrsperre: Das Auto springt erst an, wenn der Fahrer als fahrtüchtig angesehen wird (Foto: dpa)

Wegfahrsperre: Das Auto springt erst an, wenn der Fahrer als fahrtüchtig angesehen wird (Foto: dpa)

Mehr als 100.000 Autofahrer müssen jährlich ihren Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben. Künftig könnte die Bierfahne für viele zum unüberwindbaren Hindernis beim Wegfahren werden. Koalitionspolitiker erwägen den Einsatz technischer Wegfahrsperren.

Alkoholsünder sollen Führerschein früher wiederbekommen

Die Koalitionsfraktionen von Union und FDP fordern nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" in einem gemeinsamen Antrag Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf, den Einsatz der Geräte zu prüfen. Alkoholsünder sollen die Geräte demnach freiwillig einbauen lassen - und dafür den Führerschein früher wiederbekommen.

Wegfahrsperre: Punkte werden schneller abgebaut

Diese Atem-Messgeräte sorgen dafür, dass der Motor des Fahrzeugs nicht anspringt, wenn der Fahrer zu viel getrunken hat. Schwarz-Gelb will dem Bericht zufolge so Fahrer zur Vernunft bringen, die wegen Trunkenheit am Steuer wiederholt aufgefallen sind. Es werde überlegt, die Zeit des Führerscheinentzugs zu verkürzen oder Punkte in Flensburg zügiger abbauen, wenn sich Autofahrer ein solches Gerät in ihren Wagen einbauen lassen, sagte der FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic der Zeitung.

Andere Länder testen Wegfahrsperren

Die rund 1000 Euro teuren Geräte sehen einem Navigationsgerät ähnlich, verfügen allerdings über ein Mundstück. Der Motor funktioniert erst, wenn der Fahrer gepustet hat und als fahrtüchtig angesehen wird. Die Wegfahrsperren werden in anderen Ländern bereits erprobt. Derartige Geräte gibt es beispielsweise vom schwedischen Autobauer Volvo, die auch bereits in Schweden eingesetzt werden.

Keine allgemeine Pflicht zu Wegfahrsperren geplant

Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums sagte dem Blatt, man stehe dem freiwilligen Einsatz von Alkolocks aufgeschlossen gegenüber. Eine obligatorische Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge oder eine Pflicht nur für bestimmte Personengruppen wie Berufskraftfahrer sieht man im Ramsauer-Ressort kritisch. Schließlich müsste dann jeder Kfz-Halter ein solches Gerät einbauen, auch wenn er gar kein Alkoholproblem habe.

ADAC für mehr Kontrollen

Der Automobilclub ADAC hat Zweifel, ob ein Alkoholtestgerät in Fahrzeugen das Unfallrisiko auf deutschen Straßen mindern würde. Autofahrer dürften auch nicht unter Generalverdacht gestellt werden, sagte ADAC-Sprecher Klaus Reindl. "Es gibt genügend andere Möglichkeiten", meinte Reindl. Zum Beispiel könne die Zahl der Kontrollen erhöht werden. Zur Zeit werde in Deutschland nur jede sechshundertste Alkoholfahrt überhaupt entdeckt.

Systeme leicht zu täuschen

Sinn mache ein solches Gerät bei Busfahrern und Gefahrguttransportern, sowie im Bahn und Schiffsverkehr. Reindl: "Im privaten Bereich sehe ich große rechtliche Probleme." Möglich sei beispielsweise, dass sich jemand anderes zunächst ans Steuer setze, dann werde das Auto freigegeben. "Und dann fährt der alkoholisierte Kraftfahrer weiter", gab Reindl zu bedenken.


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