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Firmenwagen für Privatfahrten: Hier schlägt der Fiskus zu

Firmenwagen für Privatfahrten: Hier schlägt der Fiskus zu

27.11.2012, 11:43 Uhr | ps (CF)

Viele Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern Firmenwagen zur Verfügung, die auch für Privatfahrten genutzt werden dürfen. Diese Nutzung müssen Sie als Arbeitnehmer versteuern. Hier lesen Sie, was Sie dabei beachten müssen.

Steuer für Firmenwagen

Der Dienstwagen ist in vielen Unternehmen insbesondere für leitende Angestellte ein Bestandteil des Gehalts. Das Auto ist dann auf die Firma zugelassen, die die Kfz-Versicherung, die Steuern und Reparaturen des Fahrzeugs zahlt. Wenn ein Unternehmen seinem Mitarbeiter einen Firmenwagen gewährt, geht der Fiskus davon aus, dass dieser auch für Privatfahrten genutzt wird. Das ist auch überwiegend der Fall: Laut einem Bericht des Nachrichtensenders n-tv nutzen 60 bis 70 Prozent der Arbeitnehmer, die einen Firmenwagen fahren, diesen auch in ihrer Freizeit. Hier handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, den der Arbeitnehmer versteuern muss. (CO2-Ausstoß: Wichtig für die Berechnung der Kfz-Steuer)

Die umstrittene Ein-Prozent-Regel

Als pauschale Steuer setzen die Finanzämter in der Regel ein Prozent des Listenpreises an. Hinzu kommen weitere 0,03 Prozent des Listenpreises, wenn Sie das Auto an mindestens 47 Tagen im Jahr für Fahrten vom Wohnort zur Arbeit nutzen. Die Ein-Prozent-Regel wird vielfach kritisiert, da der Listenpreis selten dem Preis entspricht, der tatsächlich für das Auto bezahlt wurde. Handelt es sich bei dem Firmenwagen sogar um einen Gebrauchtwagen, wird in der Regel der Preis für den entsprechenden Neuwagen als Wert zugrunde gelegt, der entsprechend deutlich höher ist als der eigentliche Wert des Fahrzeugs. Die Regelung wird derzeit (Stand: November 2012) vom Bundesfinanzhof geprüft. Das Urteil könnte viele Nutzer von älteren Firmenwagen entlasten. (Parkscheibe: Das sollten Sie beachten)

Bei Privatfahrten ein Fahrtenbuch führen

Es gibt jedoch bereits jetzt eine möglicherweise günstigere, aber dafür sehr aufwendige Alternative zur Ein-Prozent-Regelung. Dafür müssen Sie allerdings ein Fahrtenbuch führen und jede Ihrer Privatfahrten, die Sie mit dem Dienstwagen unternehmen, genau nachweisen. Dieses Verfahren lohnt sich allerdings nur, wenn Sie den Dienstwagen tatsächlich so selten nutzen, dass die Ein-Prozent-Regel eine nicht angemessene Belastung darstellt. Dann sollte auch das Führen des Fahrtenbuches kein Problem sein. Nutzen Sie den Firmenwagen jedoch annähernd täglich, könnte das schnell lästig werden – und am Ende auch keinen steuerlichen Vorteil erbringen. (Ausfuhrkennzeichen bei Export ins Ausland nutzen)

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