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Gilt "gekauft wie gesehen" auch online?

mid, rhu

Aktualisiert am 24.05.2017Lesedauer: 1 Min.
Vor dem Fotografieren sollte sich das Fahrzeug in dem Zustand befinden, in dem es auch verkauft werden soll.
Vor dem Fotografieren sollte sich das Fahrzeug in dem Zustand befinden, in dem es auch verkauft werden soll. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-bilder)
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Was auf den Fotos im Zusammenhang mit einem Gebrauchtwagen-Inserat zu sehen ist, gehört auch wirklich zum Angebot. Zu diesem Urteil kam jetzt das Landgericht Münster.

Die alte Formel "gekauft wie gesehen" hat also auch im Internet-Zeitalter weiter Gültigkeit, berichtet das Fachmedium "Gebrauchtwagen-Praxis".

Abgebildetes Radio gehört zum Angebot

Wenn also der Käufer nach Abholung seines Gebrauchten feststellt, dass ein Teil fehlt, das auf den Fotos abgebildet war, hat er das Recht auf Nachrüstung. Im konkreten Fall ging es um ein Radio in einem Jaguar XJ Coupé, das in einer Tiefgarage unter Wasser gestanden hatte.

Auf den Bildern war der Wagen mit Radio zu sehen, das war allerdings irreparabel "abgesoffen" und deshalb entfernt worden. Der Käufer verlangte deshalb entweder das Radio oder dessen Neupreis.

Die Richter sprachen ihm zwar Ersatz zu, allerdings nur den Preis des beschädigten Radios. Der Wert wurde auf 150 Euro festgelegt.

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Vor dem Fotografieren: Verkäufer sollten auf das Zubehör achten

Die Konsequenz für Verkäufer? "Wer sein Auto per Online-Inserat verkaufen möchte, sollte darauf achten, was auf den Fotos zu sehen ist", rät Silvia Lulei, "Gebrauchtwagen Praxis"-Chefredakteurin. "Teile wie teure Räder oder ein seltener Schaltknauf, die eigentlich separat verkauft werden sollten, dürfen auf den Bildern nicht zu sehen sein. Ansonsten kann eine Nachrüstung oder Minderung des Kaufpreises drohen."

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