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Gesund zur Arbeit und zurĂŒck: Das hilft gegen Pendler-Stress

Von dpa
Aktualisiert am 31.07.2017Lesedauer: 4 Min.
TÀgliches Pendeln bedeutet Stress. Was Sie dagegen tun können.
TÀgliches Pendeln bedeutet Stress. Was Sie dagegen tun können. (Quelle: Martin Gerten/dpa/dpa-bilder)
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Pendler kennen das: wieder ein Stau, die Nerven liegen blank. TrĂ€ge rollt das Auto durch den Berufsverkehr. Diesen Stress muss allerdings niemand aushalten. Dagegen lĂ€sst sich etwas unternehmen – zum Beispiel mit Heavy Metal.

Der Blutdruck steigt, der Puls pocht, die Atmung wird schneller. Pendeln kann Stress auslösen oder verstĂ€rken. "Je weiter der Weg ins BĂŒro ist, desto problematischer", sagt Verkehrspsychologin Andrea HĂ€ußler vom TĂŒv SĂŒd in Stuttgart.


Was Sie gegen Stress tun können

Zu viel Stress kann auf Dauer krank machen. Betroffene leiden unter psychischen und körperlichen Folgen. Doch es gibt einige Tricks, mit denen Sie ganz leicht Stress abbauen und vermeiden können.
Der beste Weg, Stress zu vermeiden, ist eine Entspannungstechnik zu erlernen. Das kann Yoga sein, autogenes Training oder aber auch die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach der Methode von Edmund Jacobsen.
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Anzahl der Pendler steigt

Der Anteil der Pendler in Deutschland liegt nach aktuellen Zahlen des Bonner Bundesinstituts fĂŒr Bau-, Stadt- und Raumforschung bei 59,4 Prozent aller BerufstĂ€tigen – ein neuer Rekordwert. Die meisten Pendler gibt es demnach in MĂŒnchen und Frankfurt am Main, den grĂ¶ĂŸten Zuwachs in Berlin. Neben der Zahl der Pendler ist auch die durchschnittliche LĂ€nge der Arbeitswege gestiegen.

Und: Mehr als jeder vierte ErwerbstĂ€tige (26 Prozent) hat sogar einen tĂ€glichen Arbeitsweg von mindestens einer Stunde. Das ergibt sich aus dem vergangenen Mikrozensus. Der Pendleranteil sei weitgehend unabhĂ€ngig von Alter und Bildung, sagt Heiko RĂŒger vom Bundesinstitut fĂŒr Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden: Gependelt wird also fast immer und ĂŒberall.

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Unterschied bei MĂ€nnern und Frauen

Ein Unterschied zeigt sich jedoch bei den Geschlechtern: "Frauen ohne Kinder sind annĂ€hernd so pendelmobil wie MĂ€nner. Werden sie aber MĂŒtter, dann reduziert sich die Pendelbereitschaft und auch die tatsĂ€chliche Pendeldauer", erlĂ€utert der Soziologe.

Gesundheit leidet

Verschiedene Studien zeigen zudem: WĂ€chst die Pendelstrecke, sinkt bei vielen Menschen die mentale und physische Gesundheit, genau wie die Lebenszufriedenheit. "Eine aktuelle Studie findet fĂŒr Personen mit langen Pendelstrecken beispielsweise erhöhte Risiken fĂŒr Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und MigrĂ€ne", erklĂ€rt RĂŒger. Man sehe aber auch ZusammenhĂ€nge zu psychosomatischen Beschwerden wie ErschöpfungszustĂ€nden, Verspannungen, Schlafstörungen und sogar Depressionen.

Doch nicht alle Pendler leiden unter ihrer Situation. Verkehrspsychologin Andrea HĂ€ußler sagt: Machen sie es fĂŒr einen tollen Job, gehen Pendler in der Regel gelassener mit dem Stress um. Wer unterwegs bei guter Musik oder einem spannenden Buch abschalten kann, leide ebenfalls weniger unter der Fahrerei. "Alles, was entspannt, ist erlaubt", sagt die Expertin. "Ob Heavy-Metal-Musik oder Hörspiele im Auto, stricken oder ein Smartphone-Spiel im Zug – Hauptsache man nimmt die Pendelzeit nicht als verlorene oder anstrengende Zeit wahr."

Diese Faktoren spielen eine Rolle

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland pendeln zu ihrem Arbeitsplatz.
Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland pendeln zu ihrem Arbeitsplatz. (Quelle: Paul Zinken/dpa-bilder)

Auch die gewĂ€hlten Verkehrsmittel, Arbeitszeiten und die Fahrtdauer spielen eine Rolle. Andrea HĂ€ußler pendelt selbst jeden Tag eine Stunde nach Stuttgart – allerdings mit dem Zug. Die meisten Pendler fahren laut Mikrozensus mit dem Pkw (66 Prozent), nur rund 14 Prozent sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Ist die Verkehrsanbindung zum Arbeitsplatz gut, lÀsst sich die Pendelzeit in öffentlichen Verkehrsmitteln freier gestalten. Nur wer mit Zug oder Bus lange unterwegs ist, öfter umsteigen oder mit hÀufigen AusfÀllen und VerspÀtungen rechnen muss, fÀhrt besser mit dem Auto.

Das ist beim Pendeln tabu

FĂŒr Autofahrer sollten knapp geplante Termine vor Abfahrt oder hektisches Organisieren unterwegs tabu sein. "Wenn man ins Auto steigt, sollte man den beruflichen Stress hinter sich lassen, durchatmen und abspannen", rĂ€t HĂ€ußler. "Sonst steigt das Unfallrisiko." Auch regelmĂ€ĂŸige Pausen und gesunde ErnĂ€hrung sind wichtig, sagt Anette Wahl-Wachendorf, VizeprĂ€sidentin vom Verband Deutscher Betriebs- und WerksĂ€rzte. "Obst und Wasser oder Tee sind gesĂŒnder als Fastfood und sĂŒĂŸe Limonade."

So ist sogar gesundes Pendeln möglich

"Eine Studie belegt zum Beispiel, dass Pendler im öffentlichen Nahverkehr schlanker und gesĂŒnder sind, da sie mehr Laufstrecke als Autofahrer haben", erklĂ€rt Wahl-Wachendorf. Auch Bevölkerungsforscher Heiko RĂŒger sagt: Wer einen Teil der Strecke lĂ€uft oder mit dem Rad fĂ€hrt, bleibt eher fit.

"Pendler sollten grĂŒndlich planen, wann sie losfahren und wie sie Stress vermeiden können", empfiehlt Heiko RĂŒger. "Wichtig ist, fĂŒr Ausgleich durch Sport, Entspannung und ausreichend Schlaf zu sorgen. Falls möglich, lassen sich die Pendler bei Hausarbeit und Kinderbetreuung entlasten."

Wann lohnt sich Pendeln nicht mehr?

Ebenfalls wichtig: Pendler sollten ihre Wohn- und Lebenssituation gelegentlich infrage stellen. Die optimale Reiseroute könne sich genauso verĂ€ndern wie die eigene Gesundheit oder berufliche WĂŒnsche. Vielleicht ist ja die Zeit fĂŒr einen Umzug gekommen? "Da muss ich mich fragen: Bin ich der Typ dazu oder wĂŒrde mich das vielleicht stressen?", sagt HĂ€ußler. "Wenn ich umziehe, kann ich an meinem Leben, das ich im Heimatort fĂŒhre, nicht mehr teilhaben. Ich falle aus meinem sozialen System raus, das ist fĂŒr die Familie belastend, das Vereinsleben klappt nicht mehr."

Ein GesprÀch mit dem Chef oder dem Betriebsrat bietet sich ebenfalls an, wenn das Pendeln zur Belastung wird. Flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeit oder Tage im Home Office reduzieren nicht nur Stress, sondern können sogar die KreativitÀt fördern.

Außerdem könnten Arbeitgeber ihre BeschĂ€ftigten bei der Finanzierung der Pendelkosten unterstĂŒtzen, ergĂ€nzt Marta Böning, Referatsleiterin Individualarbeitsrecht beim Deutschen Gewerkschaftsbund. "In vielen Unternehmen konnten BetriebsrĂ€te entsprechende Regelungen bereits durchsetzen." Solche flexiblen Arbeitszeit-Modelle haben noch einen Vorteil: Je mehr Pendler auch mal zu Hause arbeiten können, desto weniger Autos sind auf der Straße.

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