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Hier drohen hohe Strafen für Wohnmobil und Caravan

Überladung, Maut, Tempolimit  

Hier drohen hohe Strafen für Wohnmobil und Caravan

25.05.2018, 08:41 Uhr | ADAC, spx, dpa

Hier drohen hohe Strafen für Wohnmobil und Caravan. Urlaub im rollenden Zuhause: Wer mit Wohnmobil und Caravan auf Achse ist, sollte eine Reihe von Sonderregelungen kennen. (Quelle: Getty Images/cookelma)

Urlaub im rollenden Zuhause: Wer mit Wohnmobil und Caravan auf Achse ist, sollte eine Reihe von Sonderregelungen kennen. (Quelle: cookelma/Getty Images)

Urlaub im Wohnmobil und Caravan ist wieder schwer angesagt. Damit die Tour nicht zur Tortur wird, sollte man aber wichtige Regelungen im Ausland und die Maschen der Diebe kennen.

Ob Maut, Tempolimit oder Zuladung: Wer die Regeln für Wohnmobil und Anhänger im Ausland nicht befolgt, kann eine teure Überraschung erleben. Und nicht nur das. Neben Camping-Fans stehen auch Diebe auf die mobilen Unterkünfte. Am liebsten klauen sie gleich das komplette Fahrzeug. Wenn das aber nicht gelingt, bedienen sie sich am Hab und Gut der Touristen. Dabei gibt es eine Reihe von Methoden, die Diebe besonders gern nutzen. Hier erfahren Sie die wichtigsten Regelungen und Fallen.

Start in den Wohnmobilurlaub: Schon vor dem Kauf einer Grundausrüstung sollten Camper auf leichtes Mobiliar und auf leichte Zusatzausstattung achten. (Quelle: ADAC)Start in den Wohnmobilurlaub: Schon vor dem Kauf einer Grundausrüstung sollten Camper auf leichtes Mobiliar und auf leichte Zusatzausstattung achten. (Quelle: ADAC)

Überladung

Im Ausland drohen für überladene Wohnmobile saftige Geldbußen. Je nach Reiseland gelten unterschiedliche Gewichtsgrenzen und Bußgelder.

  • In Österreich kann ein überladenes Wohnmobil demnach pauschal mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden.
  • In Italien sind es rund 1.700 Euro, wenn das zulässige Gesamtgewicht um mehr als fünf Prozent überschritten wird.
  • In Spanien müssen Wohnmobilurlauber bei einem Viertel mehr Gewicht als zulässig bis zu 2.000 Euro zahlen. Urlauber sollten sich vor Reiseantritt über die jeweiligen Vorschriften informieren.
  • Weniger teuer ist die Ordnungswidrigkeit in Deutschland. Hier zahlt 140 Euro, wer sein Wohnmobil von bis zu 3,5 Tonnen um 25 Prozent überlädt. Ab 30 Prozent Mehrlast sind es 235 Euro. Außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg.

Wer das Gewicht kontrollieren will, kann eine spezielle Caravan-Waage kaufen. Sie misst und addiert das Gewicht, das auf jedem einzelnen Rad ruht. Oder man steuert vor dem Urlaub eine Lkw-Waage an. Sie finden sich beispielsweise an Lkw-Tankstellen.

Tempolimits für Wohnwagen: Für Fahrer eines Gespanns gelten spezielle Tempolimits. (Quelle: Getty Images/ewg3D)Tempolimits für Wohnwagen: Für Fahrer eines Gespanns gelten spezielle Tempolimits. (Quelle: ewg3D/Getty Images)

Tempolimit

Mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen Wohnwagen-Gespanne 100 statt 80 km/h fahren. Die Tempo-100-Plakette, die dann am Wagen klebt, gilt aber nur für Deutschland – und nur auf Autobahnen und Schnellstraßen. Wer mit seinem Camper in den Urlaub ins Ausland fährt, muss langsamer fahren. Sonst droht ein Bußgeld.

Auch andere Länder haben solche Ausnahmeregelungen, beispielsweise Dänemark. Die deutsche Plakette gilt in Dänemark jedoch nicht. Wer dort mit dem Gespann Tempo 100 fahren möchte, muss bei den dänischen Behörden eine Plakette beantragen. Ansonsten dürfen Sie in Dänemark auf Autobahnen nur 80 km/h fahren, außerorts und auf Schnellstraßen nur Tempo 70.

In der Türkei dürfen Sie mit Gespann 110 km/h fahren, in Belgien 120 km/h und in Frankreich 130 km/h. Experten raten davon jedoch ab, da die Gespanne dafür nicht ausgelegt sind. Kommt es zu einem Unfall, kann die Versicherung ihre Leistungen einschränken.

Mautgebühren in den Alpen: Viele Pässe und Tunnel kosten extra. (Quelle: ADAC)Mautgebühren in den Alpen: Viele Pässe und Tunnel kosten extra. (Quelle: ADAC)

Maut

Das Fachmagazin "pro mobil" hat die Mautkosten für die beliebtesten Urlaubsländer zusammengetragen. Teilweise wurden die Kosten in Euro umgerechnet. Sie können dann leichten Kursschwankungen unterliegen.

Dänemark/Schweden

  • Reisemobil bis sechs Meter (inklusive Anhänger): Öresundbrücke, Brückenmaut 50 Euro
  • Reisemobil über sechs Meter (inklusive Anhänger): Öresundbrücke, Brückenmaut 100 Euro
  • Reisemobil bis 3,5 t (inklusive Anhänger): Storebaeltbrücke, Brückenmaut bis sechs Meter 34 Euro und über 6 Meter 51 Euro
  • Reisemobil mit 3,5 bis 7,5 t (inklusive Anhänger): Storebaeltbrücke, Brückenmaut bis 10 Meter 100 Euro und über 10 Meter 157 Euro

Frankreich

  • alle Reisemobile: Fast alle Autobahnen sind mautpflichtig, die Gebühr variiert je nach Streckenabschnitt, Höhe und Gewicht

Großbritannien

  • alle Reisemobile: M6 nördlich von Birmingham, Gebühren an Zahlstationen: variiert nach Uhrzeit und Wochentag sowie Höhe und Achszahl

Italien

  • alle Reisemobile: fast alle Autobahnen, Gebühren an Zahlstationen: variiert je nach Streckenabschnitt und Achszahl

Kroatien

  • alle Reisemobile: Autobahnen, Gebühren an Zahlstationen: variiert je nach Streckenabschnitt, Gewicht, Höhe und Achszahl

Norwegen

  • alle Reisemobile: einzelne Brücken, Tunnels oder Streckenabschnitte, Video-Maut, teils Zahlstellen, variiert je nach Streckenabschnitt, Gewicht und Länge

Österreich

  • Reisemobil bis 3,5 t: Schnellstraßen und Autobahnen, Vignette 9 Euro/10 Tage, 26,20 Euro/ 2 Monate, 87,30 Euro/1 Jahr
  • Reisemobil 3,5–7,5 t (zwei Achsen): Schnellstraßen und Autobahnen, Go-Box Schadstoffklasse Euro VI 18 Cent/km, Euro V und IV 20 Cent/km, Euro 0 bis III 22 Cent/km
  • Reisemobil 3,5–7,5 t (drei Achsen): Schnellstraßen und Autobahnen, Go-Box: Schadstoffklasse Euro VI 24 Cent/km, Euro V und IV 22 Cent/km, Euro 0 bis III 31 Cent/km

Polen

  • Reisemobile bis 3,5 t: Autobahnen, Via-Auto oder Karten-/ Barzahlung an Mautstellen: streckenabhängig
  • Reisemobile über 3,5 t: Autobahnen, Schnell- und Bundesstraßen, Via-Box: streckenabhängig
  • alle Reisemobile: A1 und Abschnitten der A2 und A4, Gebühren an Zahlstellen: streckenabhängig

Portugal

  • alle Reisemobile: Teilstrecken auf den Autobahnen, Gebühr an Zahlstellen oder elektronische Maut variiert je nach Streckenabschnitt, Höhe und Achszahl

Schweiz

  • Reisemobil bis 3,5 t: Autobahnen und Autostraßen (Nationalstraßen 1. und 2. Klasse), Vignette: 35,75 Euro/Jahr
  • Reisemobil 3,5–7,5 t: alle Straßen, Schwerverkehrsabgabe: 32,50 Euro/10 frei wählbare Tage oder 595 Euro/Jahr

Slowenien

  • Reisemobile bis 3,5 t (auch mit Anhänger): Schnellstraßen und Autobahnen, Vignette: 15 Euro/sieben Tage, 30 Euro/ein Monat, 110 Euro/14 Monate
  • Reisemobile über 3,5 t: Schnellstraßen und Autobahnen, DarsGo unit/Automatisches Bezahlsystem

Spanien

  • alle Reisemobile: privat betriebene Autopistas, Gebühr an Zahlstellen variiert je nach Streckenabschnitt und Achszahl

Tschechien

  • Reisemobile bis 3,5 t: Autobahnen und Schnellstraßen, Vignette 13 Euro/10 Tage, 18 Euro/ 1 Monat, 61 Euro/1 Jahr
  • Reisemobile über 3,5 t: Autobahnen, Schnellstraßen und gekennzeichnete Streckenabschnitte der Straßen 1. Klasse, premid-Box variiert je nach Streckenlänge

Family vacation travel, holiday trip in motorhome (Quelle: Getty Images/cookelma)Family vacation travel, holiday trip in motorhome (Quelle: cookelma/Getty Images)

Sicherheit

Caravans und Wohnwagen sind auch bei Dieben heiß begehrt. Entweder brechen sie ein und stehlen, was sie fassen können. Oder sie fahren gleich mit dem Wohnmobil davon. Dagegen lässt sich leider wenig tun. Deshalb beachten Sie unbedingt die folgenden Tipps.

  • Übernachten Sie besser ausschließlich auf gesicherten Camping- oder Wohnmobilstellplätzen.
  • Sollten Sie doch außerhalb von Campingplätzen übernachten, halten Sie Türen und Fenster möglichst geschlossen. Der zwingend vorgeschriebene Sicherheits-Lüftungsschlitz an der Dachluke bietet ausreichend Luftversorgung.
  • Bei Wohnmobilen: Das Fahrzeug so parken, dass Sie im Notfall ohne Rangieren sofort abfahren kann. Keine Parkstütze verwenden.
  • Die Fahrerhaustüren von Wohnmobilen können von innen mit einem Spanngurt oder einer Kette, die durch Haltegriffe, Armlehnen etc. gezogen werden, gegen Öffnen von außen gesichert werden.
  • Wenn vorhanden: Diebstahlwarnanlagen und spezielle Türsicherungen einschalten.
  • Halten Sie die Notrufnummer der Polizei im jeweiligen Land bereit.
Verwendete Quellen:
  • ADAC
  • pro mobil
  • Spot Press Services
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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