Sie sind hier: Home > Auto > Recht & Verkehr >

Unter Alkoholeinfluss: Kein Kaskoschutz, wenn SUV dem Fuchs ausweicht

Unter Alkoholeinfluss  

Kein Kaskoschutz, wenn SUV dem Fuchs ausweicht

23.11.2018, 12:16 Uhr | dpa

Unter Alkoholeinfluss: Kein Kaskoschutz, wenn SUV dem Fuchs ausweicht. Ein Ausweichmanöver ist laut Gericht nur versichert, wenn der Fahrer abschätzen kann, dass die Kosten dafür niedriger sind als die nach einer Kollision mit dem Fuchs.

Ein Ausweichmanöver ist laut Gericht nur versichert, wenn der Fahrer abschätzen kann, dass die Kosten dafür niedriger sind als die nach einer Kollision mit dem Fuchs. Foto: Attila Kovacs/MTI. (Quelle: dpa)

Saarbrücken (dpa/tmn) - Wer mit dem Auto einem Tier ausweicht und dadurch einen Unfall baut, kann seine Kaskoversicherung für den Schaden am eigenen Auto in Anspruch nehmen.

Das gilt aber in der Regel nur dann, wenn der Autofahrer annehmen durfte, dass der Schaden durch das Ausweichen kleiner ausfällt als durch eine direkte Kollision mit dem Tier. Läuft ein Fuchs vor ein SUV, ist ein Ausweichen daher unangemessen.

Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken, auf das der ADAC hinweist: In dem Fall fuhr ein Mann auf einer Landstraße, verlor die Kontrolle über sein Auto und prallte gegen einen Baum. Eine Blutprobe ergab 1,57 Promille. Doch dieser Umstand sei nicht ursächlich für den Unfall gewesen, argumentierte der Fahrer. Vielmehr habe er einem Fuchs ausweichen müssen, der auf die Straße gelaufen war. Er forderte daher Entschädigung von der Kaskoversicherung.

Das lehnte das Gericht ab - aus zwei Gründen. Schon aufgrund der absoluten Fahruntüchtigkeit hätte die Versicherung nicht zahlen müssen. Aber auch wegen des Ausweichmanövers. So etwas sei zwar durchaus versichert. Aber nur, wenn der Fahrer klar abschätzen kann, dass die daraus entstehenden Kosten niedriger ausfallen als die nach einer direkten Kollision mit dem Tier.

Das sei aber hier nicht gegeben gewesen. Denn ein möglicher Aufprall mit einem kleinen Tier wie einem Fuchs rechtfertige nicht das Ausweichen - insbesondere mit einem großen SUV. Da sowohl die Trunkenheitsfahrt als auch das Ausweichmanöver die Versicherung von der Zahlung entbinden, verzichtete das Gericht darauf, die tatsächliche Unfallursache festzustellen (Az.: 14 O 162/17).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Anzeige
MagentaTV sichern: 1 Jahr lang Filme & Serien inklusive*
bei der Telekom
Anzeige
Dschungel-Look: exotisches Flair für die eigenen 4 Wände
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Auto > Recht & Verkehr

shopping-portal