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Technische Vorsorge auch für Unfallgegner

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Technische Vorsorge auch für Unfallgegner

28.11.2003, 12:32 Uhr | T-Online/dpa

Schutz für beide Parteien ist gefragt. (Foto: dpa)Schutz für beide Parteien ist gefragt. (Foto: dpa)Autofahrer sind oft eher egoistisch veranlagt. Wenn es allen aktiven Sicherheitssystemen zum Trotz einmal zum Crash kommen sollte, rangiert an erster Stelle in aller Regel das eigene Leben und die Gesundheit der Mitreisenden. Auch die Fahrzeughersteller haben zunächst das Wohl ihrer Kunden im Auge. Doch immer öfter beweisen die Ingenieure Gemeinsinn und übernehmen einen Teil der technischen Vorsorge auch für den Unfallgegner. Besonders wichtig ist dieser so genannte Partnerschutz nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt bei der Kollision zweier Fahrzeuge aus verschiedenen Gewichtsklassen. Denn wenn eine große Limousine einen kleinen City-Flitzer rammt, sorgt der Gewichtsunterschied ohne technische Kunstgriffe für eine ausgesprochen ungerechte Verteilung der Crash-Kräfte.

"Unfallkompatibilität"
Um das Massenverhältnis ein wenig anzugleichen, arbeiten die Automobilhersteller unter dem Stichwort "Unfallkompatibilität" vor allem bei großen und schweren Modellen an technischen Lösungen, mit denen die Unfallschäden für schwächere Gegner gemindert werden sollen. Ziel ist es, dass größere Fahrzeuge zum Beispiel beim Frontalcrash auch Aufprallenergie für das kleinere gegnerische Fahrzeug abbauen und erst danach einen höheren Widerstand aufbauen, um die eigenen Insassen zu schützen.

Smart mit besonders steifer Karosserie
Bei DaimlerChrysler in Stuttgart zum Beispiel werden mit der S-Klasse von Mercedes-Benz und dem Smart City Coupé zwei der größten und kleinsten Fahrzeuge produziert. Für den Smart wurde eine besonders steife Karosserie mit einer Sicherheitszelle entwickelt. Und auch im Blech der S-Klasse befinden sich Verformungselemente, mit denen Aufprallenergie «vernichtet» wird, bevor sie an beiden Fahrzeugen größeren Schaden anrichten kann.

Rahmen bei Volvo XC 90 sehr hoch
Solche Verformungszonen finden sich nach Konzernangaben mittlerweile in allen Modellen. Auch Audi, BMW und Volkswagen setzen nach eigenen Angaben bei den meisten großen Limousinen auf solche Konstruktionen. Ein anderes Beispiel liefert Volvo beim neuen Geländewagen XC90. Er ist wie alle anderen Geländewagen deutlich schwerer als durchschnittliche Fahrzeuge. Und sein Fahrzeugrahmen ist wegen der großen Räder und der üppigen Bodenfreiheit so hoch, dass er beim Unfall mit einem Kleinwagen nur die Karosserie treffen und auf keinen sonderlich stabilen Widerstand stoßen würde. Deshalb haben die Schweden nach Angaben von Volvo Deutschland in Köln eigens für den Crash an der Front einen zusätzlichen, weiter nach unten reichenden Hilfsrahmen montiert. Dadurch sollen beim Unfallgegner ebenfalls der massive Rahmen und nicht nur die "weichen" Teile getroffen werden.

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Kuhfänger und Rammschutzgitter
Auch die Entwickler der Kleinwagen können etwas für die Sicherheit ihrer Insassen tun. Die Sachverständigenorganisation Dekra und die Winterthur Versicherung haben nach Angaben der Dekra-Presseabteilung in Stuttgart im Juni in Wildhaus in der Schweiz nachgewiesen, dass die physikalischen Nachteile von Kleinwagen mit einer steifen Karosserie, entsprechenden Airbags, stabilen Gurten und Sitzen sowie einem gut gepolsterten Innenraum durchaus ausgeglichen werden können. Solche Bemühungen werden jedoch durch so genannte Kuhfänger oder Rammschutzgitter an Geländewagen zunichte gemacht. Diese Nachrüstteile sind laut Sachverständigenorganisation Dekra und DBV Winterthur-Versicherung nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Unfallgegner in anderen Fahrzeugen extrem gefährlich. Nach einer Vorgabe der EU-Kommission sollen sie daher bald verboten werden.

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