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Autonomes Fahren: Roboter-Autos haben noch große Probleme

...

Noch lange nicht serienreif  

So steht es wirklich um das Autonome Fahren

13.01.2016, 15:20 Uhr | SP-X

Autonomes Fahren: Roboter-Autos haben noch große Probleme. Mercedes Intelligent Drive: Autonomes Fahren produziert noch viele Fehler. (Quelle: Hersteller)

Mercedes Intelligent Drive: Autonomes Fahren produziert noch viele Fehler. (Quelle: Hersteller)

Der Hype um Autonomes Fahren kannte in den vergangenen Monaten keine Grenzen: Doch jetzt belegen Statistiken aus den USA, wie fehlerbehaftet die selbstfahrenden Autos noch sind.

Autos kommen ohne menschliche Hilfe noch nicht klar. Das geht aus den obligatorischen Fehlerberichten der Fahrzeughersteller an die kalifornische Kraftfahrzeugbehörde DMV hervor. 

Autonomes Fahren produziert noch viele Fehler

Demnach musste bei Prototypen-Tests der Unternehmen auf öffentlichen Straßen seit November 2014 knapp 2900 Mal ein Mensch eingreifen. Im Großteil der Fälle forderte das autonome Auto den Fahrer zur Übernahme des Lenkrads auf, in den anderen Fällen griff der Mensch aus eigenem Antrieb ein.

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Alle Hersteller melden Probleme mit der Technik

Insgesamt sind sieben Unternehmen zu regelmäßigen Rapports an die Behörde verpflichtet. Neben den Autoherstellern Mercedes, Nissan, Tesla und VW zählen dazu auch die Zulieferer Bosch und Delphi sowie der Internetkonzern Google

Künftig sollen sie ganz ohne Lenkrad und Pedalerie und somit ohne jeden menschlichen Eingriff auskommen. Bei den aktuell in Kalifornien getesteten Prototypen klappt das noch nicht. 

Der Highway Pilot ist vergleichbar mit dem Autopiloten, der in Flugzeugen eingesetzt wird. (Screenshot: Deutsche Welle)
Selbstfahrender LKW: Mercedes autonom fahrender Actros

Mercedes feiert die Jungfernfahrt des ersten autonom fahrenden Serien-LKW der Welt im Straßenverkehr.

Selbstfahrender LKW: Mercedes autonom fahrender Actros

(Quelle:DW)


"Fahrer" hatten bei Mercedes am meisten zu tun

Laut Report musste bei den autonomen Mercedes' 1051 Mal der Fahrer eingreifen, bei Volkswagen 260 Mal (jeweils bei zwei Fahrzeugen). Auch die Zulieferer Bosch (625 Eingriffe) und Delphi (511 Eingriffe) berichten über Probleme.

Google meldete 341 menschliche Eingriffe auf rund 680.000 Testkilometern. 272 Mal war die Übernahme des Steuers aufgrund technischer Probleme nötig, 69 Mal musste der menschliche Insasse aus Sicherheitsgründen ohne vorherige Fehlermeldung eingreifen, etwa weil sich andere Verkehrsteilnehmer rücksichtslos verhielten oder sich das Fahrzeug durch dichten Fußgängerverkehr bewegen musste. 

Der überwiegende Teil der Eingriffe fand im Stadtverkehr statt, lediglich knapp zehn Prozent der Vorfälle ereigneten sich auf Landstraßen und Highways.

Alltägliche Vorkommnisse machen den Robotern zu schaffen

Welche Schwächen autonome Autos noch haben, geht unter anderem aus dem detaillierten Berichte von Delphi hervor, scheint aber für die Fahrzeuge der anderen Firmen in ähnlichem Umfang zu gelten. Hürden für die Sensorik stellen demnach unter anderem schlecht markierte Straßen, Baustellen oder sich nähernde Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungsdiensten dar. Auch verhindert häufig eine tief stehende Sonne das klare Erkennen von Ampelsignalen.                        

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