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Sicherheitslücken bei Autos mit Keyless-Funkschlüsseln

Praktisch, aber angreifbar  

Sicherheitslücken bei Autos mit Keyless-Funkschlüsseln

23.03.2018, 15:38 Uhr | Peter Löschinger, dpa, hs

Sicherheitslücken bei Autos mit Keyless-Funkschlüsseln. Keyless-Schlüssel: Autofahrer können das System nur bei wenigen Modellen nachträglich deaktivieren. (Quelle: dpa/Uli Deck)

Keyless-Schlüssel: Autofahrer können das System nur bei wenigen Modellen nachträglich deaktivieren. (Quelle: Uli Deck/dpa)

Mit einem Keyless-Funkschlüssel können Autobesitzer ihre Wagen bequem öffnen. Dabei birgt diese Technologie einige Risiken, die es Autodieben leicht machen.

Autos mit Keyless-Funkschlüsseln sind weiterhin deutlich anfälliger für Diebstähle als Autos mit normalen Funkschlüsseln, meldet der ADAC. Der Club hat mittlerweile über 180 Modelle getestet. Mit dem Land Rover Discovery von 2018 hat erst jetzt ein Keyless-Modell erstmals den Test bestanden.

Der Fahrer muss Keyless-Funkschlüssel nur bei sich tragen, um das Auto zu öffnen. Ein Tastendruck am Schlüssel – wie beim normalen Funkschlüssel – ist nicht notwendig, denn das Fahrzeug erkennt den Schlüssel per Funk. Betätigt der Autobesitzer den Türgriff, öffnet sich die Zentralverriegelung.

Bei den Versuchen nutzen die Techniker eine selbst gebaute Funkverlängerung, wie sie auch potenzielle Diebe "mit geringem Aufwand" aus normalen Elektronikteilen zusammenbauen können, so der Club. Damit lässt sich die Funkverbindung zwischen Schlüssel und Auto bis zu einem Kilometer verlängern. Und das unabhängig davon, ob der originale Schlüssel im Haus des Besitzers liegt oder etwa in dessen Jackentasche steckt.

Wegfahrsperre und Alarmanlage werden umgangen

So können Diebe das Auto blitzschnell öffnen und wegfahren, denn Wegfahrsperre und zumeist auch die Alarmanlage werden umgangen. Bei Keyless-Funkschlüsseln muss der Fahrer keine Tasten mehr drücken, um etwa das Auto aufzuschließen.

Autofahrer können das System nur bei wenigen Modellen nachträglich deaktivieren. Das sei auch nicht im Sinne des Erfinders, sagt ein ADAC-Sprecher. Denn man bezahle ja keinen Aufpreis für ein System, um es anschließend auszuschalten.

Der Club rät zur Wachsamkeit bei der Aufbewahrung: Die Funkschlüssel sollten Autofahrer im Gebäude nicht in der Nähe von Fenstern und Außentüren aufbewahren. Der ADAC sieht die Hersteller in der Pflicht, für Sicherheit zu sorgen und Autofahrern Nachrüstungen anzubieten.

Verwendete Quellen:

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