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Cockpit der Zukunft: Das Lenkrad stirbt aus

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Willkommen im Cockpit der Zukunft  

Darum stirbt unser Lenkrad aus

02.07.2018, 17:15 Uhr | mab, t-online.de, dpa

 Cockpit der Zukunft: Das Lenkrad stirbt aus. Ausblick auf das Cockpit der Zukunft: Es hat kein Lenkrad, dafür aber eine Reihe von Monitoren. (Quelle: Hersteller)

Ausblick auf das Cockpit der Zukunft: Es hat kein Lenkrad, dafür aber eine Reihe von Monitoren. (Quelle: Hersteller)

Keine Pedale, kein Schaltknauf, kein Lenkrad: Im Cockpit der Zukunft wird das alles nicht mehr gebraucht. Wenn der Fahrer überhaupt noch eingreift, dann per Joystick. Vorschau auf das Cockpit von übermorgen.

Wenn in einigen Jahren autonome Autos wirklich das Fahren beherrschen, landen viele vertraute Bedienelemente auf dem Schrottplatz der Automobilgeschichte. Wie unsere Cockpit dann aussehen könnten, zeigen die Automobilzulieferer ZF und Faurecia.

Monitore ersetzen Knöpfe und Tasten

Von außen ist es ein ganz normaler Van, der da in einer Werkshalle von ZF in Friedrichshafen parkt. Sein besonderes Innenleben offenbart sich erst beim Einsteigen. Sofort fällt auf: Das Lenkrad fehlt. Stattdessen fällt der Blick auf eine Galerie von drei Monitoren, die fast die gesamte Breite des Armaturenbretts einnehmen. Aus der Mittelkonsole ragt ein kleiner Knauf hervor, der an den Hebel eines Automatikgetriebes erinnert. Aber er hat eine andere Aufgabe. Davor befindet sich ein weiterer Touchscreen.

"Unser Cockpit ist für das autonome Fahren nach Level 4 gedacht, bei dem der Fahrer in bestimmten Situationen selbst tätig werden muss," erklärt ZF-Ingenieur Uwe Class. Dieses Level bedeutet, dass ein Auto in der Regel vom elektronischen System automatisch durch den Verkehr bewegt wird. Der Bordrechner kann den Fahrer aber auch auffordern, für bestimmte Aufgaben selbst das Kommando zu übernehmen. Eine Übersicht der Levels und ihrer Bedeutung finden Sie weiter unten.

Bedienung wie im Flugzeug

Class: "Mit unserem Konzept nähern wir uns einem modernen Flugzeug an. Das Bedienelement zwischen den Sitzen gleicht dem Joystick, wie er in den Airbus-Modellen bis hin zum großen A 380 verwendet wird. Mit ihm kann der Fahrer sein Auto genauso präzise steuern wie mit einem klassischen Lenkrad." Bewegungen nach rechts oder links steuern das Auto durch Kurven. Ein Schub nach vorne bremst es ab. Und wird der Heben nach hinten gezogen, beschleunigt das Auto. Danach hält der Tempomat das Tempo.

Die Befehle eines Zentralrechners werden elektronisch an Lenkung, Bremsen oder den E-Motor übertragen. Dadurch entfallen viele schwere Bauteile heutiger Autos.

Auf dem kleinen Touchpad in Griffweite vom Steuerhebel werden alle Funktionen bedient, für die wir heute noch Schalter und Knöpfe drücken. Dazu zählen etwa Licht, Scheibenwischer, Hupe oder Blinker. Auf den äußeren Monitoren erscheinen Informationen zu Geschwindigkeit, Batterieladung oder auch Navi-Anweisungen. Der zentrale Bildschirm in der Mitte kann frei programmiert werden.

Vorteil des Cockpits für Autobauer

Das Fahren ohne Lenkrad schafft mehr Bewegungsfreiheit, hat aber noch einen weiteren Vorteil, erklärt Uwe Class: "Der Fahrer kann wählen, von welchem Sitz aus er sein Auto steuern will. Das bringt Entlastung zum Beispiel für den Lieferverkehr mit den ständigen Stopps, beim häufigen Ein- und Aussteigen sind Lenkrad und Pedale nicht mehr im Weg."

Praktisch wird das Cockpit der Zukunft übrigens auch für die Autohersteller: Sie müssen künftig nicht mehr verschiedene Versionen ihrer Autos für Rechts- und Linksverkehr bauen.

Autonomes Fahren gliedert sich in fünf Stufen:
Level 1 (assistiertes Fahren): adaptive Tempomaten, die den Abstand zum Vordermann automatisch regeln. Der Fahrer muss dabei das Lenkrad in der Hand halten und auf den Verkehr achten.
Level 2 (teilautomatisiertes Fahren): Der Computer unterstützt den Fahrer auf der Autobahn durch Lenk- und Spurassistenten. Im Stop-and-go-Verkehr übernimmt das Auto komplett.
Level 3 (hochautomatisiertes Fahren): Der Fahrer kann sich für längere Momente ablenken lassen, das Auto übernimmt die Fahrt fast vollständig. Allerdings muss der Fahrer wieder schnell ins Geschehen eingreifen können, wenn eine Warnung kommt.
Level 4 (vollautomatisiertes Fahren, ab etwa 2021): Das Auto übernimmt länger die Kontrolle, der Fahrer muss aber in bestimmten Situationen wieder die Steuerung übernehmen. Dazu zählen Schlechtwetter oder schlechte Straßenbedingungen.
Level 5 (fahrerloses Auto): Das Auto fährt permanent autonom. Der Pilot benötigt keinen Führerschein mehr. Die Sitze können entgegen der Fahrtrichtung montiert sein.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • SP-X

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