Sie sind hier: Home > Auto > Technik & Service >

Gummis für 365 Tage: Für wen sich Ganzjahresreifen lohnen

Gummis für 365 Tage  

Für wen sich Ganzjahresreifen lohnen

11.09.2018, 11:41 Uhr | dpa

Gummis für 365 Tage: Für wen sich Ganzjahresreifen lohnen. Einer für alle Fälle: Für manche Autofahrer können sich Ganzjahresreifen lohnen.

Einer für alle Fälle: Für manche Autofahrer können sich Ganzjahresreifen lohnen. Foto: Sina Schuldt. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Immer mehr Autofahrer scheinen von Ganzjahresreifen überzeugt zu sein. Immerhin stieg im vergangenen Jahr deren Anteil um rund zwei Prozentpunkte auf gut 16 Prozent, wie die Statistik des Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) erklärt.

Die Entwicklung ging zu Lasten von Sommerreifen. Neben "Convenience-Gründen" - die beiden wegfallenden Umrüsttermine - sei die Entwicklung auch dadurch bedingt, dass es seit mehreren Jahren in großen Teilen Deutschlands "keinen echten Winter" und entsprechende Straßenverhältnisse mehr gegeben habe, sagt BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler.

Auch Tests sprechen nicht grundsätzlich gegen die Allrounder: Viele bewältigten mittlerweile den Spagat der kurzen Bremswege sowohl auf Eis und Schnee als auch auf trockener, warmer Fahrbahn, hält der ADAC anlässlich eines Reifentests fest, schränkt aber ein: Obwohl manche Ganzjahresreifen beim Bremsweg entweder an die Messwerte der Sommer- beziehungsweise Winterreifen sogar heranreichten, seien die Spezialisten für ihren Einsatzzweck noch immer die besseren Reifen, die Allwetterlösung sei nach wie vor ein Kompromiss.

Und laut Auto Club Europa (ACE) sollten sie bei durchschnittlicher Fahrleistung grundsätzlich zwei Winter und zwei Sommer durchhalten. Im Sommer genutzt, werden in Tests von Automobilclubs und Fachzeitschriften stets längere Bremswege ermittelt. Unter gleichen Voraussetzungen kommen Sommerreifen auf trockener Straße 5,4 Meter vorher zum Stehen, so ein Durchschnittswert, den der BRV nennt.

Doch nicht jeder Autofahrer setzt die rollenden Gummis unter seinem Auto einem ultimativen Stresstest aus. Und nicht jeder nutzt die besseren Performance-Eigenschaften der Spezialisten aus - weswegen Ganzjahresreifen je nach Einsatzzweck und Beanspruchung auch ganz unbedenklich gefahren werden können. "Viele Autos sind überwiegend in der Stadt unterwegs, und da kommt ein guter Ganzjahresreifen mit normalem Winterwetter problemlos zurecht", sagt Michael Staude, Reifenexperte beim Tüv Süd. Dies gelte besonders für Zweitwagen, auf deren Einsatz man bei ungewöhnlich winterlichen Straßenverhältnissen sowieso oft verzichte.

Ganzjahresreifen könnten laut BRV eher für Klein- und Kompaktwagen mit relativ geringer Motorisierung und niedrigen Kilometerlaufleistungen empfohlen werden. Ähnlich äußert sich der ADAC: Die Allrounder seien nur für Fahrer empfehlenswert, die keinen Ski- oder Sommerurlaub im Süden planten. "Die jeweiligen Spezialisten - reinrassige Sommer- beziehungsweise Winterreifen - sind immer die bessere Wahl bei extremen Wetterbedingungen", sagt ADAC-Sprecher Johannes Boos.

"Ein gewichtiges Argument für den Umstieg auf Ganzjahresreifen sind die niedrigeren Investitionen", sagt Staude. So entfalle nicht nur ein zweiter Satz Felgen. Sind am Auto direkt messende Sensoren zur Reifendruckkontrolle vorgesehen, braucht es auch hier einen zweiten Satz. Dafür könne schon mal um die 200 Euro fällig werden. Auch die zwei Mal jährlich anfallenden Montagekosten mit je 20 bis 40 Euro spart sich der Fahrer von Ganzjahresreifen sowie eventuell Einlagerungskosten von rund 50 Euro pro Saison oder das Auswuchten.

Diese Rechnung muss aus Sicht des Reifenverbandes korrigiert werden: Drechsler bezweifelt zwar das Sparpotenzial nicht grundsätzlich. Doch zur "objektiven Kostenbetrachtung" müsse man auch wissen: Die Anschaffungskosten lägen durchschnittlich auf dem Preisniveau von Winterreifen, und die Laufleistung eines Satzes deutlich unter dem kombinierten Einsatz von Sommerreifen und Winterreifen. "Nach unseren Erfahrungen und bis dato von den Reifenherstellern unwidersprochen bei bis zu 30 Prozent", sagt Drechsler. Je nach Laufleistung des Fahrzeugs würden die Mehrkosten deutlich relativiert, teils sogar kompensiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Anzeige
Blaue Hemden in 6 Dessins - passend für jeden Anlass
bei Walbusch
Anzeige
Happy Highspeed-Surfen: 210,- € Gutschrift sichern!*
MagentaZuhause L bestellen
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018