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Autounfall im Ausland: So verhalten Sie sich richtig

Wenn es im Urlaub rumst  

Autounfall im Ausland: So verhalten Sie sich richtig

30.08.2019, 10:04 Uhr | dpa

Autounfall im Ausland: So verhalten Sie sich richtig. Autounfall: Kracht es im Ausland, sollten Sie genau wissen, was zu tun ist. (Quelle: dpa/Benjamin Nolte)

Autounfall: Kracht es im Ausland, sollten Sie genau wissen, was zu tun ist. (Quelle: Benjamin Nolte/dpa)

Sind Sie in einem anderen Land in einen Unfall verwickelt, kann das erst einmal überfordern. Wichtig ist es daher, die notwendigen Verhaltensweisen zu kennen.

Bei einem Unfall im Ausland, sollten Sie sich laut des Deutschen Anwaltvereins (DAV) wie folgt verhalten: 

  1. Rufen Sie immer die Polizei.
  2. Sichern Sie Beweise, indem Sie Fotos der Autos und der Unfallstelle machen.
  3. Notieren Sie sich die Kontaktdaten von Zeugen.

Wann Sie die eigene Versicherung informieren sollten

Lassen Sie sich die Versicherungskarte des anderen Beteiligten zeigen. Das kann die Verfolgung der Ansprüche erleichtern. Ist der Schaden am Auto größer, raten die Experten, umgehend die eigene Versicherung zu informieren. Bei kleineren Schäden genügt eine Meldung nach der Rückkehr.

Wer mit seinem Auto in anderen Ländern unterwegs ist, hat idealerweise einen Europäischen Unfallbericht im Handschuhfach. So können Beteiligte den Hergang des Crashs und die Daten des anderen Fahrers in der jeweiligen Landessprache festhalten. Das Formular gibt es online zum Herunterladen. Alternativ lässt man es sich gratis mit einer Ausfüllanleitung in elf Sprachen zuschicken.

In der EU gilt Frist für Schadensregulierung

Nach Angaben des DAV ist es innerhalb der EU recht unkompliziert, Schadensansprüche zu verfolgen. Jede europäische Versicherung hat einen Ansprechpartner in Deutschland, an dem man sich so schnell wie möglich wegen möglicher Entschädigungen wenden sollte, erklärt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Beim Zentralruf der Versicherer erfährt man dessen Kontakt.

Für die Regulierung besteht innerhalb der EU eine Frist von drei Monaten. Wird sie nicht eingehalten, können sich Betroffene an eine Entschädigungsstelle wenden. In Deutschland ist das die Verkehrsopferhilfe.


Passiert der Unfall außerhalb der EU, kann es schwieriger werden, Ansprüche durchzusetzen. Diese müssten Betroffene laut DAV dann in Landessprache bei der ausländischen Versicherung verfolgen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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