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Autotest Mercedes E-Klasse Cabrio: Frisuren-Schoner

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Autotest  

Mercedes E-Klasse Cabrio - Frisuren-Schoner

10.03.2010, 10:01 Uhr | mid

Autotest Mercedes E-Klasse Cabrio: Frisuren-Schoner . Mercedes E-Klasse Cabrio (Foto: Mercedes)

Mercedes E-Klasse Cabrio (Foto: Mercedes)

Wer in viersitzigen Cabrios in der Vergangenheit hinten saß, wurde entweder respektvoll oder mitleidig betrachtet. Respektvoll, weil solche Autos meist sehr teuer waren, mitleidig, weil Zugluft das vermeintliche Freiluft-Vergnügen oft zu einer Tortur werden ließ. Letzteres zu vermeiden ist Aufgabe des neuen Mercedes E-Klasse-Cabrios, das nun zu Preisen ab 45.815 Euro bestellbar ist.

Extra-Windschott für die E-Klasse

Ein zusätzliches Windschott an der Oberseite des Scheibenrahmens, das in dem Stoffdach-Cabriolet für 821 Euro extra auf der Sonderausstattungsliste steht, bringt nun spürbaren Komfortgewinn für die Hinterbänkler. Das elektrisch ausfahrbare Bauteil hebt die Richtung des anströmenden Fahrtwindes an und verringert so die bei den Passagieren ankommenden Turbulenzen. Das System wird ergänzt durch ein zweites Windschott zwischen den hinteren Kopfstützen, das die Rückströmung in den Innenraum mindert.

Innen ist es ruhiger

Simpel zwar, aber von der Wirkung her verblüffend ist die "Aircap" genannte Innovation. Bei ersten Testkilometern unter freiem Himmel fiel für den rückwärtigen Passagier nicht nur die Fahrwindbelastung bis etwa 80 km/h deutlich Frisuren schonender aus als üblich, sondern auch im ganzen Innenraum war das Geräuschniveau erheblich abgesenkt. Bei Geschwindigkeiten um 100 km/h, bei der Fahrer und Beifahrer in anderen Cabrios bei offenem Verdeck die Unterhaltung meist einstellen müssen, bleibt jetzt der donnernde Wind fast komplett draußen.

Hässlicher Windabweiser

Kleiner Wermutstropfen: Die Nutzung des "Aircap" zwingt zu einer Entscheidung zwischen Schönheit und Komfort, denn der um etwa sechs Zentimeter vom Frontscheibenrahmen abstehende Windabweiser ist für das elegante Auto kein ästhetischer Gewinn. Kleiner Trost für die Passagiere: Beim Fahren sehen sie ihn nicht.

Warme Luft im Winter

Die intelligent veränderten Strömungswege beeinflussen auch die Temperaturverhältnisse. Laut-Daimler Vorstandsmitglied Thomas Weber stand bei der Entwicklung des Fahrzeugs der "Frostschutz bei offenem Verdeck ganz oben auf der Agenda". Die gelungene Umsetzung dieses Ziel konnten die Testfahrten eindeutig belegen: Bei acht Grad Außentemperatur und solidem Reisetempo auf dem Cabrio-Rücksitz eine mollige Wolke Heizungsluft spüren zu können, ist schon eine neue Erfahrung"

Drei Diesel und vier Benziner zu haben

Das neue Cabriolet bietet die aus der E-Klasse bekannte Motorenpalette. Es gibt drei Diesel und vier Benziner mit vier, sechs oder acht Zylindern. Die gefahrene Version mit dem 204 PS starken Dieselmotor zeichnete sich durch zupackende Kraftentfaltung und agiles Handling aus, aber beim Hochdrehen auch durch eine robuste Geräuschentfaltung, die im offenen Betrieb natürlich mit größerer Intensität wahrgenommen wird als unter dem mehrlagigen Stoffverdeck. Mit rund 5,6 Litern Normverbrauch gehört das Triebwerk zu den genügsamsten der Baureihe.

Noch keine Start-Stopp-Funktion

Bis auf weiteres ist der 204 PS starke Diesel nur mit manueller Sechsgangschaltung oder für 1850 Euro Aufpreis mit einem automatischen Fünfgang-Getriebe zu haben. Eine Siebengangautomatik gibt es zunächst nur für die Modelle mit sechs und acht Zylindern, soll aber später auf die anderen Motorvarianten ausgedehnt werden; dann auch mit Start-Stopp-Funktion. Diese Sprit sparende Technik wird zuerst im Einstiegsmotor 200 CGI angewendet, deren Einführung Mercedes für den Juni angekündigt hat.

Fazit Mercedes E-Klasse Cabrio

Plus: geringe Zugluftbelastung beim Offenfahren; wirtschaftlicher Dieselmotor: Minus: noch keine Start-Stopp-Technik, lange Aufpreisliste

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