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Land Rover Freelander 2: kerniger Offroad-Brite

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Kerniger Offroad-Brite  

Land Rover Freelander 2

24.05.2011, 14:43 Uhr | TB, t-online.de

Land Rover Freelander 2: kerniger Offroad-Brite. Land Rover Freelander 2 (Foto: Timo Bürger / t-online.de)

Land Rover Freelander 2 (Foto: Timo Bürger / t-online.de)

Nein, so extravagant gestylt wie der Hochzeitshut von Prinzessin Beatrice auf der royalen Hochzeit ist der Land Rover Freelander nicht. Keine geschwungenen Formen, kein Geschwurbel, sondern: kantig, kistig, klar. Aber viel wichtiger: Was kann der Gelände-Brite? Erster Test im neuen 190-PS-Diesel mit Sechsgang-Automatik.

Land Rover Freelander: Fürs Gelände gemacht

Der Freelander ist ein Typ für Schmutz, Schlamm und Staub - das wird sofort klar. Der permanente Allradantrieb mit Haldex-Hinterachsdifferenzial (der kleine 150-PS-Diesel ist auch mit Frontantrieb lieferbar) lässt zu keiner Zeit Zweifel an den Offroadqualitäten aufkommen. An einer Bodenwelle fest hängen wie kürzlich die Limousine des US-Präsidenten Barack Obama wird der Freelander nicht. Dank eines Böschungswinkels von 31 Grad (vorne) bzw. 34 Grad (hinten) sowie eines Rampenwinkels von 23 Grad stellen Bodenwellen kein Hindernis da.

Für jedes Gelände gemacht

Fünf Fahrmodi ("Terrain Response") für jedes denkbare Gelände offeriert Land Rover dem Offroad-Freund. Die Programme lassen sich leicht über einen Drehschalter aktivieren und funktionieren (zumindest bei den getesteten "Sand" und "Schotter") tadellos. Zu keiner Zeit verliert das Fahrzeug an Grip. Zudem unterstützen Bergab- und Anfahrhilfe sowie diverse elektronische Stabilitätssysteme den Fahrer.

Neuer 190-PS-Diesel im Freelander

Der 190 PS starke neue 2,2-Liter Vierzylinder passt vortrefflich zu dem britischen Geländegänger. Zügig schiebt er den 4,50 Meter langen Wagen an, auch an Durchzug und Elastizität fehlt es nicht. 420 Newtonmeter sprechen eine deutlichen Sprache. Weniger Leistung sollte es aber nicht sein, schließlich bringt der klotzige Brite 1800 Kilogramm auf die Waage.

Natürlich nicht für die Autobahn gemacht

Sicher - irgendwann geht dem Landi die Puste aus - dafür muss sich der 1,74 Meter hohe und 1,91 breite Brite einfach zu sehr gegen den Wind stemmen. Aber 190 km/h Top-Speed reichen - und Spurtangaben bei einem Geländewagen sind nicht wirklich relevant. Das Automatikgetriebe harmoniert prima mit dem Diesel, wenngleich die Gangwechsel doch spürbar sind. Zugleich lässt sich der Freelander kommod lenken - auch der Wendekreis von gut elf Metern geht für ein Fahrzeug dieser Klasse in Ordnung.

Grüne Displays wirken etwas veraltet

Dunkelgrün ist die klassische Land-Rover-Farbe - außen. Im Innenraum lassen die grün hinterlegten Anzeigen allerdings 90-er-Jahre-Charme aufleben. Das geht - liebe Land-Rover-Designer - schicker. Das Display des Navigationssystem wirkt etwas überfrachtet - nichtsdestotrotz funktioniert das Gerät tadellos.

Bequeme Sitze, übersichtliches Cockpit

Sehr angenehm fällt die gute Rundumsicht und die bauarttypische hohe Sitzposition auf. Die Sitze sind bequem, das Cockpit übersichtlich. Problemlos lässt sich das hintere Gestühl umklappen, um so Platz für 1670 Liter Gepäckraumvolumen zu schaffen.

Moderater Diesel-Verbrauch im Land Rover Freelander

Dass ein Geländewagen bauartbedingt (Karosserieform, Allradantrieb, Gewicht) keine Spritsparwunder ist, muss nicht extra erwähnt werden. Dennoch kann der kernige Brite deutlich unter zehn Liter bewegt werden. 8,5 Liter Durchnittsverbrauch wies der Bordcomputer am Ende der Testfahrt aus. Dafür braucht es zugegeben einen sehr sanften Gasfuß - ansonsten rutscht die Tanknadel schnell in den zweistelligen Bereich.

Fazit Land Rover Freelander

Ab 36.400 ist der 190-PS-Diesel zu haben. Der Preis des Testwagens (Sondermodell "Style") lag bei 41.500 Euro. Der Land Rover Freelander 2 ist ein echter Geländewagen, kein SUV. Der Motor passt prima, das Innere ist variabel und komfortabel. Einzig die grün hinterlegten Instrumente dürften etwas mehr Pep vertragen. Dennoch: Hut ab!

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