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Fisker Karma: Elektroauto mit 403 PS

Fisker Karma: Elektroauto mit 403 PS

20.09.2011, 11:23 Uhr | Heiko Dilk / Raufeld, Raufeld

Fisker Karma: Elektroauto mit 403 PS. Für etwas mehr als 100.000 Euro gibt es den Fisker Karma. Zwei Elektromotoren treiben das Auto an. (Quelle: Hersteller)

Für etwas mehr als 100.000 Euro gibt es den Fisker Karma. Zwei Elektromotoren treiben das Auto an. (Quelle: Hersteller)

Fisker stellt mit dem Karma ein E-Mobil mit Range Extender vor, das ein grünes Gewissen, Luxus, Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau und Alltagstauglichkeit vereint – und das soll erst der Anfang sein.

Henrik Fisker muss irgendetwas richtig gemacht haben. Die Reaktionen bei der Fahrt mit dem Fisker Karma durch die Mailänder Innenstadt waren jedenfalls ziemlich positiv: anerkennendes Kopfnicken, Daumen-Hoch-Gesten und angestrengt interessierte Blicke auf das unbekannte Logo an der Karma-Nase.

Ex-BMW-Designer gründet Fisker

Henrik Fisker, der früher bei BMW unter anderem den Roadster Z8 gezeichnet hat oder später bei Aston Martin den DB9, ist nicht nur der Designer des Karma, er ist auch einer der Chefs des erst 2007 gegründeten Herstellers Fisker Automotive. Das erklärt, warum hier die Funktion eher der Form folgt. Deshalb rollt der Karma auf gigantischen 22-Zoll-Felgen. Deshalb sind die Fensterflächen sehr klein. Deshalb ist auf den zwei Einzelsitzen im Fond trotz fast fünf Metern Gesamtlänge recht wenig Platz. "Wir wollten sicher gehen, dass der Karma ein Design-Statement ist", sagt Fisker. Schließlich gehe es darum, die Marke zu definieren. Und das gilt genau so für die Technik.

So arbeiten an der Hinterachse zwei Elektromotoren mit je 201,5 PS, und unter der langen Motorhaube steckt ein Ottomotor mit 260 PS. Letzterer treibt ausschließlich einen Generator an, der Strom für die E-Motoren oder an die Lithium-Ionen-Akkus im ausladenden Mitteltunnel liefert.

Ottomotor lädt Batterien auf

EVer (Electric Vehicle Extended Range) nennt Fisker die Technologie, die es in ähnlicher Form sonst nur noch im Opel Ampera gibt. Wobei der Ottomotor im Karma niemals eine mechanische Verbindung zu den Antriebsrädern hat.

Geräusche wie bei Star Wars

Zwei verschiedene Fahrmodi gibt es, die sich über ein Schaltpaddel am Lenkrad aktivieren lassen.

Im "Stealth"-Modus arbeiten nur die E-Motoren, die eine Beschleunigung von 7,9 Sekunden bis 100 km/h erlauben und eine Höchstgeschwindigkeit von 153 km/h. Der "Stealth"-Modus ist darüber hinaus geräuschlos.

Deshalb hat man sich bei Fisker etwas ganz besonderes ausgedacht. Fährt man bis zu 50 km/h schnell, ertönt ein synthetisch generiertes "Fahrgeräusch", das von Star Wars und dem Bat-Mobil inspiriert ist.

Mehr Power im "Sport"-Modus Im "Sport"-Modus verkürzt sich die Zeit bis 100 km/h auf beachtliche 5,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit wächst auf 200 km/h. Nur dann stehen nämlich die vollen 403 PS und 1.330 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, die für ordentlich Durchzug sorgen. Wobei der Karma seine rund 2,4 Tonnen Gewicht dabei natürlich nicht ganz verhehlen kann. Ansonsten kaschiert er seine Pfunde aber recht gut, wie eine Runde auf der Rennstrecke offenbart. Dank seines niedrigen Schwerpunkts ist er recht agil, das Fahrwerk ist zwar straff, aber nicht unkomfortabel, die Lenkung ist direkt und gefühlvoll, die Balance neutral bis untersteuernd. Diesen Lamborghini Gallardo LP 560-4 können Sie mieten! Jetzt bei Edel & Stark anfragen. Gewöhnungsbedürftig ist hingegen die Geräuschentwicklung des Ottomotors beim Kick-down. Er heult unangenehm auf und die Drehzahl, mit der er läuft, hat nur wenig mit der Gaspedalstellung zu tun. Und leider klingt der Vierzylinder aus dem Regal von General Motors auch nicht schön. Bei gemächlicher Fahrt immerhin stört der Benziner nicht. Er läuft unaufdringlich im Hintergrund und lädt die Akkus trotzdem stetig. Nur mit elektrischem Antrieb kommt man 80 Kilometer weit

80 Kilometer sind im Optimalfall rein elektrisch möglich, bevor sich der Verbrenner automatisch

dazuschaltet und die Akkus bei ganz normaler Fahrt auf bis zu 50 Prozent auflädt. Insgesamt sollen dann bis zu 483 Kilometer Reichweite drin sein. Fisker gibt einen Verbrauch von 2,4 Litern auf 100 Kilometern an und 83 Gramm CO2 pro Kilometer, wobei die Werte noch nicht endgültig sind. Logischerweise kann der Karma sein Sparpotenzial aber nur dann ausspielen, wenn man viel im Stealth-Modus unterwegs ist, doch Reichweiten-Angst ist kein Thema. Dafür aber Nachhaltigkeit, was sich insbesondere im edlen und klar gestalteten Innenraum zeigt. Wer will, kann den Karma nämlich auch in einer komplett tierfreien Version ordern.

Nur mit elektrischem Antrieb kommt man 80 Kilometer weit

Dann kommt ein Alcantara-artiger Stoff statt Leder zum Einsatz. Und für die Holzapplikationen wurde ohnehin kein Baum gefällt. Sie stammen von kalifornischen Waldbränden oder vom Grund des Michigan Sees.

Außerdem kommen Recycling-Stoffe zum Einsatz, und der Sitzschaum besteht aus Biofasern auf Soja-Basis. 100 Vorbestellungen gibt es bislang in Deutschland, im September 2011 beginnt die Auslieferung. In Frankfurt übernimmt die Hessengarage den Vertrieb des Karma, der in der Basisversion 101.800 Euro kostet (die teuerste Variante ist ab 117.300 Euro zu haben).

Fisker hat große Ziele

Eigentlich ein Schnäppchen für so viel Image und Technologie. Doch 2012 sollen auch 12.000 bis 15.000 Autos weltweit verkauft werden. Das ist ein ambitioniertes Ziel - und erst der Anfang: "Es gibt kein Limit. Wir wollen kein Nischenhersteller sein", sagt Fisker. Das nächste Modell soll etwa halb so viel kosten wie der Karma und Nina heißen. Dann sollen 100.000 Autos pro Jahr auf die Straßen rollen.

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