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Bentley Continental GT Speed im Fahrbericht

Bentley Continental GT Speed im Fahrbericht

05.06.2013, 16:56 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Bentley Continental GT Speed im Fahrbericht. Mit 625 PS ist der Bentley Continental GT Speed stark und schnell – aber zugleich komfortabel. (Quelle: Hersteller)

Mit 625 PS ist der Bentley Continental GT Speed stark und schnell – aber zugleich komfortabel. (Quelle: Hersteller)

Stark und schnell – aber zugleich komfortabel – das soll das 625 PS starke Coupé von Bentley sein. Unser Autor Christian Sauer machte die Probe aufs Exempel und testete den Bentley Continental GT Speed.

Mutig muss derjenige bei Bentley gewesen sein, der sich für "Apple Green" als Lackierung unseres Testwagens entschieden hat. Weshalb nur immer Silber, Schwarz, Weiß, Blau oder Rot, warum nicht auch mal ein Orange, ein sattes Gelb oder eben mal ein leuchtendes Grün? Bentley bietet (fast) jeden vorstellbaren Farbton an, und wenn es ihn doch nicht geben sollte, wird er individuell zusammengemischt. Wie immer bleibt die Farbe eine Frage des persönlichen Geschmacks, uns gefällt der "große Grüne" sehr gut. Ein Öko-Mobil wird der Bentley damit aber dennoch nicht, doch dazu später mehr.

Nach der letzten Überarbeitung erscheint das Exterieur insgesamt harmonischer und dynamischer. Die formvollendeten Linien sind ebenso scharf wie elegant, nur der Kofferraumdeckel wirkt etwas aufgesetzt. Hinter den ovalen Auspuffblenden verbergen sich jeweils zwei Endrohre und hinter den – selbst im Winter – 21 Zoll großen Leichtmetallrädern lauern riesige Keramik-Bremsscheiben. >>

Die Kombination von Sportlichkeit, Luxus und Individualität setzt sich auch im Interieur des Bentley GT Speed fort. Wie außen stehen natürlich auch innen die unterschiedlichsten Farben für das Leder, die Kontrastnähte und Stickereien zur Wahl. Die Verarbeitungsqualität ist herausragend und von handwerklicher Perfektion gekennzeichnet. Typisch Bentley ist auch das abgesteppte Rauten-Design auf allen vier Sitzen. In der ersten Reihe finden sich bequeme Sitze mit Beheizung, Belüftung und Massagefunktion. Im Fond fehlen zwar diese Annehmlichkeiten, dafür gibt es dort ein für Coupé-Verhältnisse geradezu großzügiges Platzangebot. Doch auch wenn wir es uns hier recht bequem machen und in Leder schwelgen könnten, zieht es uns wieder nach vorn.

Sehr angenehm ist die Gestaltung des Cockpits mit der schon beschriebenen, großflächigen Verwendung von edelsten Materialien und wenigen Bedienelementen. Fast schon minimalistisch geht es im Bentley zu. Dabei zitiert die Form des Armaturenbretts die historischer Modelle und fällt keineswegs zierlich aus. >>

Verzichten möchten wir ebenfalls nicht auf die optisch wie haptisch sehr ansprechenden Luftausströmer und Schalter, sowie die Breitling-Uhr in der Mittelkonsole. Es sind nur wenige Details im Luxuscoupé, die nicht höchsten Erwartungen gerecht werden. Dabei stört uns weniger, dass das Navi mit großem Touchscreen in ähnlicher Form auch in diversen Modellen der Konzernmutter Volkswagen zu finden ist, sondern schon eher die Position der Schaltwippen des 8-Stufen-Automatikgetriebes. Analog zu Lamborghini sind diese zu nah an den Hebeln für Blinker und Scheibenwischer angebracht, wodurch man sich schnell mal "vergreift".

Da greifen wir lieber zum Automatik-Wählhebel in der Mittelkonsole. Der fasst sich nicht nur besser an, sondern bietet auch die Möglichkeit des manuellen Schaltens und den S-Modus. In diesem wird nicht nur die Schaltcharakteristik mit früherem Runter- und späterem Hochschalten sportlicher, sondern auch die Gasannahme wird direkter und der Sound noch intensiver. Dieser ist immer präsent, aber nie störend oder aufdringlich – auch beim schlüssellosen Start per Knopfdruck. Dabei erinnert der schwere, zum Teil aus massivem Metall gefertigte Schlüssel in der Grundform an die Konzernzugehörigkeit, wäre aber als exklusives Accessoire auch viel zu schade für das Zündschloss links vom Lenkrad, das dort doch eigentlich Porsche vorbehalten ist. Auffällig unauffällig sind auch die für heutige Verhältnisse relativ wenigen Assistenzsysteme.

Sechs Liter Hubraum und 625 PS

Das Fahrgefühl im Bentley GT Speed gestaltet sich ebenso aufregend wie entspannt: Auch wenn das Zwölfzylinder-Triebwerk nicht in V-, sondern wie im Volkswagen-Konzern typisch, in kompakterer W-Form konstruiert ist, überzeugt der GT Speed mit hervorragender Laufruhe. Die Liaison von sechs Litern Hubraum und Bi-Turbo-Aufladung garantiert Kraft im Überfluss. 625 PS versammeln sich bei 6000 Umdrehungen. Bereits ab 2000 Touren steht das maximale Drehmoment von 800 Nm zur Verfügung. Damit qualifiziert sich der Bentley zum Power-Cruiser. Das adaptive Luftfahrwerk verfügt über eine Liftfunktion für mehr Bodenfreiheit und ist über den Touchscreen in mehreren Stufen einstellbar. Leider tendierte es bei niedrigem bis mittlerem Tempo selbst im Komfortmodus dazu, Bodenunebenheiten und vor allem kurze Stöße nicht komplett herauszufiltern. Allerdings weist der Namenszusatz "Speed" darauf hin, dass dieser Bentley eigentlich ein anderes Ziel als gemütliches Bummeln verfolgt. Also ab auf die leere Autobahn und Vollgas! Einen kurzen Moment scheint es, als ob der Zwölfzylinder tief Luft holt, um die beiden Turbos aufzublasen. Dann gibt es aber kein Halten mehr und das 2,3 Tonnen schwere Schiff katapultiert uns in 4,2 Sekunden

auf Tempo 100. Natürlich gibt es Sportwagen, die für den Standardsprint noch weniger benötigen, aber diese sind schon vom Konzept her nicht mit dem GT vergleichbar. Seine offizielle Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h werden wir mit unserem Testwagen auf Winterreifen nicht erfahren können, aber an seinem Potential lässt der Bentley auch oberhalb der 200er Marke keinen Zweifel.

Für Stabilität und optimale Bodenhaftung sorgen das Fahrwerk, das den Wagen automatisch absenkt, sowie der ab 145 km/h hinter der Heckscheibe herausgleitende Spoiler. Schnelles Gleiten ist somit auch eine der Lieblingsdisziplinen des Bentley GT Speed. Als störend auf Langstrecken könnte vielleicht die Klangkulisse empfunden werden. Auf den Motorsound würden wir jedoch weniger als auf die wahrnehmbaren Windgeräusche verzichten wollen. Die im Vergleich zu anderen Luxusmobilen übersichtliche Anzahl von elektronischen Hightech-Features ist aus unserer Sicht zu vernachlässigen – für Sicherheit ist dennoch gesorgt.

Die Hochleistungs-Bremsanlage verzögert vehement und gut kontrollierbar. Erfreulich direkt zeigt sich auch die Lenkung. Von der Autobahn abgefahren, lässt sich der Gran Turismo damit zielgenau durch Kurven manövrieren und sein hohes Gewicht fast vergessen. Für Traktion sorgt selbst auf nasser oder gar verschneiter Strecke der Allradantrieb, der aber auch einige Kilos auf die Waage bringt.

Negativ wirkt er sich auf den Verbrauch aus. Dieser lag während unser Testfahrten selten unter 20 Litern und somit weit entfernt von den offiziell angegebenen 14,5 auf 100 Kilometern. In Sachen Effizienz ist die V8-Version des Continental GT klar im Vorteil, wenn auch weniger exklusiv und prestigeträchtig wie der Zwölfzylinder.

Damit läuft – respektive – fährt der Bentley fast außer Konkurrenz. Einen Zwölfzylinder hat zwar auch der Aston Martin Vanquish unter der Haube, er ist trotz geringerer Leistung mit 573 PS aber sportlicher positioniert. Der aktuelle Mercedes-Benz CL 65 AMG steht zusammen mit der S-Klasse-Limousine kurz vor der Ablösung durch die neue Generation. So bleibt vor allem der neue Rolls-Royce Wraith mit 632 PS als einziger Konkurrent. Bleibt abzuwarten, ob BMW es geschafft hat, das auf dem Ghost basierende Coupé fahrdynamisch auf das Niveau des anderen Deutsch-Briten zu trimmen. Für uns ist der Bentley GT Speed ein wahrer Gran Turismo und hat somit seine Rolle, sowie unsere Erwartung mit Bravour erfüllt. 

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