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Ferrari F12berlinetta

Carbonara – Ferrari F12berlinetta

25.11.2013, 11:31 Uhr | Christian Sauer/Anja Sauer, wanted.de

Ferrari F12berlinetta. Der Ferrari 12berlinetta überzeugt durch Schnelligkeit. (Quelle: Hersteller)

Der Ferrari 12berlinetta überzeugt durch Schnelligkeit. (Quelle: Hersteller)

Was hat der Ferrari F12berlinetta mit Spagetti gemeinsam? Diese Frage klärt Autor Christian Sauer und "kostete" das italienische Temperament des Supersportlers voll aus, der überraschend alltagstauglich ist. "Carbonara" – lässt sich nicht nur essen, sondern auch im F12 entdecken. Bei so viel Carbon sei uns das Wortspiel mit dem Namen des italienischen Nationalgerichts schon mal erlaubt.

Ebenso wie die berühmte Soße aus frischen Eiern, bester Sahne, feinstem Speck und teurem Parmesan, begeistert auch der Ferrari mit besten Zutaten wie Kohlefaser, Aluminium sowie edlem Leder. Hinzu kommt die immense Kraft aus zwölf Zylindern mit 6,6 Litern Hubraum unter der Haube. Lediglich 1,6 Tonnen Leergewicht bei 740 PS sind für einen Zwölfzylinder, übrigens der stärkste V12-Saugmotor, der jemals bei Ferrari gebaut wurde – ein außerordentlich guter Wert, denn damit ist er etwa 5 Prozent leichter als sein Vorgänger, der Ferrari 599 GTB Fiorano. Auch die Aerodynamik hat Ferrari selbst ohne großes Flügelwerk nochmals deutlich verbessert.
Der F12 ist kompakter geschnitten und der Schwerpunkt liegt rund 25 Millimeter tiefer. Überhaupt ist das Design in sich sehr stimmig, seine feinen Linien ziehen sich harmonisch von vorne nach hinten durch. Weiche sowie markante Linien vermitteln einen sportlichen, aber nicht zu aggressiven Eindruck. >>

Italienischer Supersportler

Nun aber wollen wir den Topspeed von mehr als 340 km/h ausreizen und treten kräftig aufs Gas. Der Ferrari 12berlinetta beschleunigt in 3,1 Sekunden von Null auf 100 km/h und bis zur 200er Marke vergehen nur 8,5 Sekunden. Schon ab 2.500 Touren stehen 80 Prozent seines maximalen Drehmoments von 690 Nm zur Verfügung. Der Motor entfacht bei hohen Drehzahlen ein wahres Klangfeuerwerk – italienisches Temperament eben. Und sollten wir einmal voll in die Eisen gehen müssen – aus 100 km/h steht der italienische Supersportler dank der serienmäßigen Carbon-Keramik-Bremsen in knapp 35 Metern.

Anders als der Ferrari Four (FF) mit Allradantrieb und 660 PS setzt der F12 auf Hinterradantrieb. Durch die Transaxle-Bauweise mit dem Motor vorne und sein damit sehr gutes Gewichtsverhältnis von 46 Prozent an der Front zu 54 Prozent am Heck, gibt sich der Ferrari ausgewogen und neutral in Kurven. Als Getriebe kommt ein Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben Gängen zum Einsatz. >>

Das erlaubt ultraschnelle Gangwechsel. Dennoch entfaltet sich seine Power recht gleichmäßig, so dass wir uns immer wieder dran erinnern müssen 740 PS unterm Hintern zu haben. Mit dem einfachen Handling und überraschendem Fahrkomfort kann unsere Reise zum Lieblings-Italiener gar nicht lang genug sein.

Überraschend alltagstauglich Kommen wir damit zur Alltagstauglichkeit. Alltagstauglich? Ein Ferrari? Oh ja, das ist durchaus möglich. Der F12 schluckt immerhin 320 bis 500 Liter Gepäck, das Cockpit ist luxuriös ausgestattet und bietet für einen Supersportler relativ viel Platz. Die optionalen Schalensitze in unserem Testwagen bieten sehr guten Seitenhalt und sind ergonomisch gestaltet, allerdings nicht elektrisch verstellbar. Das stört uns aber wenig, schließlich entsteht durch die niedrige Sitzposition eine enge Verbindung zwischen Pilot und Auto. Die enge Verbindung von Auto und Tankstelle ist allerdings weniger erfreulich, wenn auch nicht anders zu erwarten. Der mit 15 Litern angegebene Durchschnitts-Verbrauch scheint praktisch nicht erreichbar. Doch wer einen Ferrari fährt, den stört diese Tatsache wohl kaum. Ähnlich sieht es mit dem Infotainment-System aus, dessen Bedienung uns wie schon in anderen Ferrari-Modellen nach wie vor zu kompliziert erscheint. Wie alle Ferraris seit dem 458 besitzt auch unser F12 ein Volant, von dem die Blinker, die Scheibenwischer, der Start-Knopf und das Manettino-Schalterchen für die Fahrprogramme bedient werden – das ist mal ein echtes Multifunktions-Lenkrad. Zugegeben, wir müssen uns immer wieder daran gewöhnen und es ist nicht ganz einfach in einem Kreisel die Blinker zu betätigen, aber dafür vermittelt es echtes Rennsport-Feeling. Perfekter Allrounder zum Schnäppchenpreis

Apropos Motorsport: Der F12berlinetta beweist durchaus das Potential für die Rennstrecke. Wie jeder neue Ferrari hat nämlich auch er in Fiorano, der Hausstrecke bei Maranello, einen abermals besseren Rundenrekord aufgestellt. Doch auch entspanntes Cruisen macht mit dem V12-Boliden auf langen Strecken viel Spaß.

Und dazu ist der F12 preislich fast ein "Schnäppchen", bietet er serienmäßig doch viel Luxus und eine umfangreiche Ausstattung für 268.400 Euro. Zum Vergleich: Ein Lamborghini Aventador LP 700 mit 40 PS weniger startet bei satten 312.970 Euro – zugegebenermaßen mit Allradantrieb. Doch noch mehr als der Lambo, ist der Ferrari für uns ein perfekter Kompromiss aus Supersportler und Gran Turismo, mit dem Man(n) Pferde stehlen kann. Wie eine gute Carbonara begeistert der F12 nicht nur Italiener. 

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