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Facel Vega

In den fünfziger Jahren lockte eine der vornehmsten Automarken der Welt ihre Kundschaft nach Paris. Sie hieß Facel, und ihre ersten Fahrzeuge trugen die Bezeichnung Facel Vega.
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Quelle: Auto-Medienportal.Net/Wikipedia

In den fünfziger Jahren lockte eine der vornehmsten Automarken der Welt ihre Kundschaft nach Paris. Sie hieß Facel, und ihre ersten Fahrzeuge trugen die Bezeichnung Facel Vega. Zu den prominentesten Kunden zählten beispielsweise der Schah von Persien, der König von Marokko oder der Rennfahrer Stirling Moss. Sie alle bestellten ein Exemplar jener handgefertigten Autos, die von der britischen Motorpresse nach Rolls-Royce in den späten 1950er-Jahren als "the second best car in the world", das zweitbeste Auto der Welt, gerühmt wurden: einen Facel Vega.

Als nächstes Modell folgte 1958 der Facel Vega HK 500, die letzte Entwicklungsstufe des sportlichen Coupés. Bis zur Einstellung der Baureihe im Mai 1961 entstanden rund 490 Exemplare.
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Als nächstes Modell folgte 1958 der Facel Vega HK 500, die letzte Entwicklungsstufe des sportlichen Coupés. Bis zur Einstellung der Baureihe im Mai 1961 entstanden rund 490 Exemplare. Der HK 500 gilt heute vielen Fans als der Facel schlechthin. Er erhielt zunächst einen V8-Motor mit 5,8 Litern Hubraum und bis zu 360 PS sowie ab Frühjahr 1959 einen Chrysler-Motor Typ 383 mit 6,3 Litern Hubraum und bis zu 395 PS. Von null auf 100 km/h brauchte der Facel Vega HK 500 8,6 Sekunden (drei Zehntel weniger als ein Mercedes 300 SL), auf 100 Kilometer verbrauchte er 16,5 Liter Super, 1,2 Liter mehr als sein Konkurrent aus Stuttgart.

Gleichzeitig mit ihm stellte Facel als einzigen Viertürer den Facel Vega Excellence in den Salon an der Avenue George V. Das mehr als fünf Meter lange Auto brachte es auf einen gewaltigen Radstand von über drei Metern und kam dennoch ohne B-Säule in der Mitte aus.
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Quelle: Auto-Medienportal.Net/Wikipedia

Gleichzeitig mit ihm stellte Facel als einzigen Viertürer den Facel Vega Excellence in den Salon an der Avenue George V. Das mehr als fünf Meter lange Auto brachte es auf einen gewaltigen Radstand von über drei Metern und kam dennoch ohne B-Säule in der Mitte aus.

Ähnlich teuer wie ein Rolls-Royce, aber ohne dessen sprichwörtliche Qualität brachte es der Wagen innerhalb von vier Jahren nur auf eine Stückzahl von 152 Exemplaren.
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Ähnlich teuer wie ein Rolls-Royce, aber ohne dessen sprichwörtliche Qualität brachte es der Wagen innerhalb von vier Jahren nur auf eine Stückzahl von 152 Exemplaren.

Ein Opfer des superschnellen Facel-Wagens wurde der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger Albert Camus. Er starb in einem Excellence, der am 4. Januar 1960 mit 145 km/h auf der Landstraße Paris - Nizza bei Villeblevin gegen einen Baum prallte.
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Quelle: Auto-Medienportal.Net/Wikipedia

Ein Opfer des superschnellen Facel-Wagens wurde der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger Albert Camus. Er starb in einem Excellence, der am 4. Januar 1960 mit 145 km/h auf der Landstraße Paris - Nizza bei Villeblevin gegen einen Baum prallte.

Da zu Beginn der 1960er-Jahre der Gewinn des Unternehmens erheblich zu wünschen übrig ließ, brachte Daninos seinen Sportwagen Facellia auf den Markt.
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Da zu Beginn der 1960er-Jahre der Gewinn des Unternehmens erheblich zu wünschen übrig ließ, brachte Daninos seinen Sportwagen Facellia auf den Markt. Seine Konstrukteure hatten dem Gefährt einen Eigenbau-Motor unter die Haube gepackt. Die Hoffnungen auf weltweite Reputation gingen jedoch nicht in Erfüllung, denn der französische Export-Renner kam nur selten ans Ziel: Seine Leistung war lediglich durch hohe Kompression erzielt worden; die Kolben des Motors hielten den Druck nicht aus. Mit schweren Zylinderschäden kehrten etliche in die Werkstätten zurück.

Der Misserfolg des Facellia brachte die ganze Facel-Vega-Familie in Verruf. Um den Facellia-Makel loszuwerden, stellte Daninos 1963 die Produktion eigener Motoren ein. Als Nachfolger des Facellia brachte er den Facel III mit dem schwedischen 1800 -Kubikzentimeter-Volvo-Motor B 18 B heraus. Ergebnis: Das relativ schwere Fahrzeug erreichte zwar 180 km/h, beschleunigte aber lahm. 1964 meldete Facel schließlich Konkurs an.
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Der Misserfolg des Facellia brachte die ganze Facel-Vega-Familie in Verruf. Um den Facellia-Makel loszuwerden, stellte Daninos 1963 die Produktion eigener Motoren ein. Als Nachfolger des Facellia brachte er den Facel III mit dem schwedischen 1800 -Kubikzentimeter-Volvo-Motor B 18 B heraus. Ergebnis: Das relativ schwere Fahrzeug erreichte zwar 180 km/h, beschleunigte aber lahm. 1964 meldete Facel schließlich Konkurs an.




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