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Coole Autos: Goodwood Festival of Speed

Goodwood Festival of Speed  

Goodwood - Benzin im Blut

29.06.2015, 10:38 Uhr | Christian Sauer - wanted.de

Coole Autos: Goodwood Festival of Speed. Impressionen aus Süd-England (Quelle: press-inform / Goodwood Festival of Speed)

Impressionen aus Süd-England (Quelle: press-inform / Goodwood Festival of Speed)

Anschalten, durchstarten, abheben beim Goodwood Festival of Speed (FOS). So wunderbar sind schnelle Autos. Abseits der bekannten Auto-Messen, Oldtimer Events und Rennen gibt es für Männer mit "Benzin im Blut" wohl keinen besseren Ort auf der Welt als das Anwesen von Lord March. Unser Autor Christian Sauer besuchte dessen Landsitz und die wahnwitzigste PS-Party des Jahres.

Foto-Serie mit 22 Bildern

Eigentlich heißt der 60-jährige Adlige Charles Gordon-Lennox, Earl of March & Kinrara und wenn er alljährlich im Sommer die Tore zu seinem herrschaftlichen Park in West Sussex öffnet, ist es vorbei mit der Ruhe in der ländlichen Bilderbuch-Idylle. Ausfahrt der Superboliden: Weit über hunderttausend Besucher aus der ganzen Welt strömen für ein langes Wochenende nach Goodwood, knapp zwei Fahrstunden südlich von London auf halbem Weg zwischen Southampton und Brighton.

Der Auto-Lord aus Südengland

Hier, wo auf saftigen grünen Wiesen neben dem Firmensitz von Rolls-Royce ansonsten Rinder und Schafe friedlich grasen, hallt uns bereits aus der Ferne der nicht zu überhörende Klang von Rennmotoren entgegen. Doch das scheint hier niemanden zu stören, schließlich arbeitet die halbe Gegend für den Motorsport-begeisterten Lord.

Der führt mit dem FOS die Tradition seiner Vorfahren fort. Schon sein Großvater, der 9. Duke of Richmond, veranstaltete 1936 ein privates Bergrennen entlang des stattlichen Goodwood House. Und die hat es in sich.

Auf der 1,86 Kilometer langen und teils sehr schmalen Strecke gilt es neun Kurven und holprigem Asphalt zu meistern – mitunter verlieren hier die Wagen die Bodenhaftung und heben ab. Ein Abenteuer, das wir an der Seite erfahrender Piloten in der bereits von uns getesteten Corvette Stingray und im Ferrari California T selbst erleben durften.

Ausflug in die Strohballen

Wer sich vertut, landet hoffentlich unverletzt in einem der Strohballen, die vor Schlimmerem schützen sollen. Die meisten Rennfahrer kommen so mit dem Schrecken davon und genießen zusammen mit den Fans die einmalige Atmosphäre. Wo sonst bekommt man(n) schon derartig viele und unterschiedliche Vehikel zu sehen.

Vom Motorrad bis zum Renntruck, aus der Vergangenheit des frühen 20. Jahrhunderts über die Gegenwart bis zur nahen Zukunft, wurde alles aufgefahren, was es den Hügel hinauf zum Ziel schaffen konnte. Dort wurde zwar die Zeit gestoppt, aber die meisten Teilnehmer legten sich nicht mit dem Rekord von 41,6 Sekunden an. Den hatte Nick Heidfeld bereits 1999 mit einem Formel-1-Wagen auf den Asphalt gezaubert.

Vielmehr nutzen die spektakulären Sportwagen aus dem Michelin Supercar Paddock das zumeist trockene Wetter mit Sonnenschein, um sich von ihrer besten Seite und ihrem ohrenbetörenden Sound zu präsentieren. Traumwagen wie der Aston Martin Vulcan, Aston Martin Lagonda Taraf, die Koenigsegg One:1 und Agera N, LaFerrari, McLaren P1 GTR, Pagani Huayra, SCG 003 oder der Zenvo  ST1 wurden dort ebenso bewundert, wie der kürzlich im Fahrbericht vorgestellte Lamborghini Aventador Superveloce.

Traumwagen en masse - Boliden aus zwölf Jahrzehnten

Selbstverständlich war auch die deutsche PS-Elite mit dem Audi R8, BMW i8, Mercedes-AMG GT und Porsche 918 vertreten. Wenn schon nicht auf der Strecke, dann zumindest auf den teilweise sehr aufwendigen Ständen präsentierten die Automobilhersteller ihre neusten (Sonder)Modelle wie den Aston Martin DB9 GT oder den Lotus 3-Elven. Oben beim Ziel rasten auf einer separaten Rallyestrecke neben modernen Rennwagen auch legendäre Siegertypen wie der Audi Sport Quattro, der Lancia Delta Integrale und der Ford RS200 durch den Wald. Auf Asphalt wurde wiederum der Porsche 919 Hybrid bejubelt, der erst zwei Wochen zuvor die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte. Sehenswert waren zudem die historischen SLR-Silberpfeile von Mercedes-Benz Classic, die wie andere Wagen direkt aus Museen oder privaten Sammlungen nach Goodwood gebracht wurden. Ob CanAm, Nascar oder Tourenwagen – es gab nahezu nichts, was es nicht gab. Doch egal welche Klasse und welches Baujahr, nach und vor ihren Fahrten waren die meisten Rennboliden in ihren luftigen Boxen den Zuschauern zum Anfassen nah.

Auf Tuchfühlung mit dem fachkundigen Publikum gingen auch die Piloten. Dabei reden wir nicht von irgendwelchen Rennfahrern, sondern von Champions und Legenden wie Damon Hill, Derek Bell, Sir Jackie Stewart und Sir Stirling Moss, der seine Karriere 1962 übrigens nach einem Unfall auf dem benachbarten Rundkurs von Goodwood beendete und im Gespräch mit wanted.de vom Festival of Speed schwärmte: "Es ist herrlich, wieder hier zu sein – ein grandioses Wochenende!"

Stars der Rennfahrer-Szene ganz nah

Deutsche Piloten, wie Jochen Mass und Klaus Ludwig gingen dieses Jahr ebenso an den Start, wie Nico Rosberg in einem seiner Formel-1-Wagen. Leider fehlte Sebastian Vettel, der bei den parallel in Budapest stattfindenden Ferrari Racing Days weilte. Dennoch war die Königsklasse des Motorsports mit Fahrern wie Kimi Räikkönen von Ferrari und McLaren-Pilot Jenson Button gut vertreten. Mindestens ebenso euphorisch wurde YouTube-Idol Ken Block und Motorrad-Star Valentino Rossi gefeiert, der auf zwei und vier Rädern Gas gab. Skurril mögen aus "deutscher Sicht" Dudelsack-Spieler und die Flugshow der Royal Air Force sein, doch diese Eigenheiten gehören eben auch zum Festival of Speed wie BMX- und Motocross-Action. Wer sich nun ärgert, nicht live in Goodwood dabei gewesen zu sein, muss entweder bis zum nächsten Jahr warten oder die Schwesterveranstaltung, das Goodwood Revival besuchen. Hier werden vom 11. bis 13. September auf dem Rundkurs in der Nähe historische Rennwagen live und Besucher in passenden Outfits zu erleben sein. Rasante Impressionen sehen Sie in unserer Fotoshow.

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