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Im Jaguar Project 7 Prototypen ist an jedem Tag Silvester

In diesem Jaguar ist an jedem Tag Silvester

12.08.2015, 14:11 Uhr | Patrick Schäfer - wanted.de

Im Jaguar Project 7 Prototypen ist an jedem Tag Silvester. Ein Rennwagen für die Straße: der Jaguar Project 7. (Quelle: Hersteller)

Ein Rennwagen für die Straße: der Jaguar Project 7. (Quelle: Hersteller)

Nur 250 Mal baut die Abteilung "Special Vehicle Operations" den neuen Jaguar F-Type Project 7. Wanted.de durfte den radikalen Boliden bei einer Ausfahrt auf dem AvD Oldtimer Grand Prix erleben – dort feierte das Raubkatzen-Geschoss Deutschlandpremiere.

Foto-Serie mit 16 Bildern

Der Einstieg in den sportlichsten F-Type gleicht eher einer akrobatischen Übung: Sich möglichst sanft hinter der flachen Speedster-Windschutzscheibe hineinfallen zu lassen, ist leichter gesagt als getan. Kein Wunder, die neuen Schalensitze von Sabelt liegen nochmal drei Zentimeter tiefer, die Sitzposition scheint direkt über dem Asphalt zu liegen.

575 PS treiben den Radikalroadster an

Sich fallen lassen ist überhaupt ein gutes Motto, wenn man sich als Beifahrer im Project 7 wiederfindet. Denn man braucht volles Vertrauen in den Fahrer, der immerhin 575 PS Leistung und 680 Newtonmeter Drehmoment an der Hinterachse unter Kontrolle halten muss. Zudem ist dieses Modell ein Rechtslenker. Mein Fahrer heute heißt Stephan Goehl. Als Testwagenleiter bei Jaguar-Land Rover kennt er den Project 7 sehr gut. "Kannst du mal Gas geben?" fragt einer der Umstehenden. Der Fahrer tut, wie ihm geheißen und der Motor brüllt förmlich auf. Als er vom Gas geht, bricht ein Stakkato von elektronisch initiierten Fehlzündungen aus. Sichtlich zufrieden

lassen uns die Zuschauer fahren. Goehl grinst: "Ich bin gestern mit Jürgen Vogel eine Runde gefahren. Wir haben darüber diskutiert, dass manche Leute laute Sportwagen nicht mögen. Sie fragen: 'Warum machen sie die Wagen so laut'. Und Jürgen Vogel meinte einfach nur: 'Weil es geil ist!'" (Der Schauspieler Jürgen Vogel ist Markenbotschafter bei Jaguar, Anmerkung der Redaktion).

Ein Blick nach rechts und ich sehe die wunderschöne Lufthutze hinter dem Fahrer – eine Reminiszenz an den legendären Rennwagen D-Type. Vom gewaltigen Flügelwerk kann ich leider nicht viel sehen, da mir der Vierpunkt-Gurt kaum Bewegungsfreiheit lässt. Der Flügel ist notwendig, um noch mehr Druck auf den Wagen zu bringen. "Schon ab 80 km/h spürt man den Abtrieb", so Goehl. In Verbindung mit dem sportlicher abgestimmten, adaptiven Fahrwerk fährt sich der Hecktriebler auch aus Kurven heraus wie auf Schienen.

Rennwagen mit V8-Motor

Und das ist auch nötig: Zwar ist er nur 25 PS stärker als der F-Type R mit 550 PS, aber der über achtzig Kilogramm erleichterte Project 7 ist knallhart auf Vortrieb getrimmt: Mit seinem fünf Liter großen

Kompressor-V8 schnellt er in 3,9 Sekunden auf Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit ist auf 300 km/h limitiert. Der Project 7 ist nichts anderes als eine verkappte Rennversion des F-Type. Die Runde im sündhaft teuren Prototypen führt durch die Eifel, ein kurzes Zucken am Gaspedal und mein Kopf knallt fast gegen die Kopfstütze. "Die Integralsitze sind so geformt, dass man mit Helm gut sitzen kann." meint Goehl. Denn zu jedem der handgebauten Project 7 bekommt der Käufer einen in Wagenfarbe lackierten Helm. Ganz klar, dieser Wagen ist nicht zum Brötchenholen gebaut worden. Dafür spricht auch die Bremsanlage mit Karbonscheiben, die härtesten Bedingungen stand hält.

Klanggewalt ist auf 500 Meter Entfernung am besten zu hören

In der kurvenreichen Strecke nach Adenau bekomme ich die rabiate Power zu spüren. Im offenen Sportwagen ist das Fahrerlebnis besonders intensiv. Der Motor brüllt, und das Knattern der Auspuffanlage vermischt sich in meinen Ohren mit dem Tosen des Windes. "Das ist ja wie Silvester" rufe ich Goehl zu. Dieses Gesprotzel und laute metallische Knallen aus den vier Auspuffendrohren sei allerdings in einer Reichweite von 500 Metern noch besser zu hören, meint Goehl. Wenn man diese Klanggewalt erleben will, muss man jedoch eine Menge Glück haben. Alle 20 Exemplare für Deutschland des 155.000 Euro teuren Renners sind bereits verkauft. Sehen Sie den Jaguar Project 7 Prototypen auch in unserer Fotoshow oder im Video.

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