Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

Seite 2: Porsche 911 Carrera S vs. Mercedes-AMG GT

...

Seite 2: Porsche 911 Carrera S vs. Mercedes-AMG GT

26.02.2016, 13:16 Uhr | Christian Gebhardt/Auto, Motor und Sport

Seite 2: Porsche 911 Carrera S vs. Mercedes-AMG GT. Welcher Biturbo-Sportwagen ist der bessere? (Quelle: Auto, Motor und Sport)

Welcher Biturbo-Sportwagen ist der bessere? (Quelle: Auto, Motor und Sport)

Los geht's. Sobald die Michelin-Pilot-Super-Sport-Reifen ihre Arbeitstemperatur im Test erreicht haben, zoomt sich der Mercedes-AMG GT mit tadellos funktionierender Launch Control und ohne spürbaren Schlupf vom Fleck. Bis 200 km/h. Und in puncto Elastizität hat der AMG die Nase klar vor dem 911 Carrera S.

Auch wenn die Maximaldrehzahl des V8-Biturbo mit 7.200/min etwas niedriger als beim 911-Aggregat liegt, ändert das nichts an der Tatsache, dass auch der AMG-Motor zu den derzeit besten Biturbo-Motoren im Sportwagensegment zählt. Spontanes Ansprechverhalten und satter Durchzug über ein weites Drehzahlband - auch dieser Turbo geht bestialisch, fühlt sich aber gar nicht nach Turbo an.

Während das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe des Mercedes-AMG GT, ähnlich wie das des Elfer, seine Aufgabe wahlweise mit komfortabel-alltagstauglichen oder sportlich-schnellen Schaltvorgängen erledigt, macht die optionale AMG-Performance-Abgasanlage (Option U78) sofort klar, wer den Soundwettbewerb heute gewinnt. Grollendes, bassiges V8-Hämmern unter Volllast wechselt sich mit frechen Auspuffrotzern bei Schaltvorgängen oder Gaspedallupfern ab. Ein grandioses Konzert! >>

Fahrspaß pur im Sport-Benz

AMG-Ride-Control-Fahrwerk mit elektronisch geregelter Dämpfung, 19- und 20-Zoll- AMG-Schmiederäder und AMG-Keramik-Verbundbremsanlage - der Mercedes-AMG GT ist für unser geliebtes Ausflugsziel mit sämtlichen Optionen bestens vorbereitet. Willkommen in Hockenheim. Runter von der Autobahn, rauf auf den Kleinen Kurs. Beim letzten Duell, unter hochsommerlichen Temperaturen, hatte der Mercedes-AMG GT mit einer Rundenzeit von 1.11,6 Minuten den Porsche Carrera GTS mit einer Zehntelsekunde Vorsprung knapp geschlagen.

Und heute? Dreistufen-ESP deaktiviert, Dämpfercharakteristik "Sport Plus" - unter Idealbedingungen peitscht der GT heute noch ambitionierter ums Eck. Ambitioniert ist das richtige Stichwort für das präzise Einlenkverhalten, noch mehr aber für die sogenannte Sport-Parameterlenkung. Ihre spitze Auslegung hat aus fahrdynamischer Sicht fast Rennwagencharakter. Wer öfter auf der Rennstrecke unterwegs ist, wird sich schnell an die Lenkung gewöhnen, für Fahranfänger ist sie eher nichts. >>

Speziell im Alltag, bei hohen Geschwindigkeiten, will das Sportlenkrad gut festgehalten werden. Schon bei kleinsten Lenkbewegung schlägt der GT merkliche Haken - jede Autobahngerade fühlt sich so unweigerlich ein bisschen nach Döttinger Höhe an. Kurzer Schwenk zum Porsche 911 Carrera S 991 II im Test: Da ist bei 300 km/h der Geradeauslauf so tiefenentspannt, dass man das Lenkrad loslassen und einen Cheeseburger locker mit beiden Händen packen könnte.

AMG GT ohne Cup-Bereifung Zurück zu AMG: Ein Lob für die Fahrwerks-und Reifenentwickler gibt's auch beim "kleinen" GT für die Traktion unter Last. Anders als das Topmodell GT S trägt der Basis-GT serienmäßig kein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial, sondern eine rein mechanische Sperre. Diesmal nicht an Bord, da für das Basismodell nicht verfügbar: die beim GT S optional erhältliche Cup-Bereifung (Michelin Pilot Sport Cup 2). Im Vergleich zum bereits getesteten GT-Topmodell setzt der Übergang von Haftgleit-Reibung früher ein. Das Gripniveau ist gut, aber erwartungsgemäß natürlich nicht so wie beim GT S. Wo der GT S mit der griffigen Cup-Bereifung fantastisch neutral über die Ideallinie tobte, drückt sein kleinerer Bruder beim Herausbeschleunigen etwas mehr mit dem Heck. Das einsetzende Leistungsübersteuern ist jedoch gut beherrschbar - Fahrspaß pur. Eine schnelle Runde ist aber eine kleine Herausforderung und benötigt eine gewisse Disziplin am Gaspedal. Wem das gelingt, den beglückt der GT heute mit einer um eine Sekunde schnelleren Rundenzeit als noch im Hochsommer. 1.10,6 Minuten - reicht das, um den Turbo-Carrera S im Test zu schlagen? Porsche 911 Carrera S 991 II deutlich leichter

Schon beim Anbremsen wird im Porsche 911 klar, dass es für den GT heute knapp wird. Die ABS-Regelung arbeitet feinfühliger und noch besser dosierbar als im GT. Nicht nur auf der Rennstrecke hat der Porsche 911 Carrera S 991 II in puncto Verzögerung die Nase leicht vor dem GT. Auch wenn der AMG sein Gewicht von 1.642 Kilo recht gut verheimlichen kann, fühlt sich der 911 nicht nur subjektiv leichtfüßiger an, sondern ist es mit 1.509 Kilo auch. PDCC-Wankausgleich mit PASM-Sportfahrwerk (minus 20 mm), erstmals mit der aus dem "echten" 911 Turbo und den GT3-Modellen bekannten Hinterachslenkung, Keramikbremsanlage - der neue Carrera S ist mit sämtlichen, Querdynamik-förderlichen Sonderausstattungen bewaffnet, die in der Optionsliste erhältlich sind.

Außerdem wurde die Dimension der Hinterräder um ein halbes Zoll auf 11,5 Zoll verbreitert. Die neue Generation der Pirelli-P-Zero-Bereifung namens N1 glänzt bei erreichter Arbeitstemperatur mit nochmals höherem Gripniveau als der P-Zero-Vorgängerreifen (N0). Noch präziser, noch neutraler, noch schneller - der "991 zwei" ist damit erwartungsgemäß noch mehr zum Ideallinienstreber geworden. Die gleichmäßige Leistungsentfaltung fügt sich dabei sehr gut in den Querdynamik-Auftritt ein. Die Fahrbarkeit bleibt auch mit dem drehfreudigen Turboaggregat unverändert hoch.

Phänomenale Rundenzeit für den 911 Im Sport-Plus-Modus lässt man das PDK lieber eigenmächtig hoch- und runterschalten. Die Getriebeelektronik schaltet beim dynamischen Anbremsen auf der Rennstrecke mit automatischem Zwischengas punktgenau einen Gang runter und anschließend beim Herausbeschleunigen zum idealen Schaltzeitpunkt wieder hoch. Besser und genauer als die Elektronik im Automatikmodus D kann man kaum selbst im manuellen Getriebemodus an den Schaltwippen ziehen - also das Getriebe lieber machen lassen. Ich traue es mich kaum zu sagen: Die perfektionistischen 911-Züge im Grenzbereich sind faszinierend, aber auch fast ein bisschen langweilig. Aber nur fast. Die phänomenale Rundenzeit im Test auf dem Kleinen Kurs von 1.09,8 Minuten gibt dem Carrera S sowieso absolut Recht. Damit ist er nicht nur klar schneller als der AMG GT, sondern auch der Schnellste je bei sport auto gemessene 991 Carrera S mit Saugmotor (1.10,4 min). Und der 911 GT3 liegt mit 1.09,5 min auch nicht weit weg, aber da wird ja auch emsig an einem Facelift-Modell gearbeitet. Ja gibt es denn rein gar nichts zu kritisieren? Doch! Mir fehlt der Hinweis in der Bedienungsanleitung: "Bitte Hand- und Armmuskulatur für enge Rennstreckenkurven vordehnen." Auf der Rennstrecke gefallen mir die scheinbar noch größer gewordenen Lenkwinkel einfach nicht. Kerniger Carrera-Charakter war früher. In den engen Hockenheim-Ecken (Ausgang Querspange und Sachskurve) muss man fast umgreifen, bis der 911 die gewünschte Richtungsänderung vornimmt. 911 R in Arbeit Auch wenn sich die Lenkung um die Mittellage nicht ganz so kernig anfühlt, hat diese Auslegung zwei Vorteile. Sie ist im Grenzbereich für einen Großteil der Kunden einfacher beherrschbar als die spitz reagierende GT-Lenkung.

Auf der Rennstrecke wird die harmonische Gesamtbalance zwischen Vorder- und Hinterachse nicht durch hektische Eingriffe gestört. Außerdem punktet die Lenkung im Alltag mit Komfort. Und hier bewegt sich die größte Zielgruppe des Porsche 911 Carrera S.

Und für kernige Sportfahrer gibt's ja noch die GT-Abteilung. Die Mannschaft arbeitet an dem perfekten 991 für Gusseiserne, der in Genf stehen soll - Handschaltung, Vierliter-Sauger, lecker 911 R. 

Liebe Leserinnen und Leser,

in Kürze werden wir unsere Community grundlegend neu gestalten. Wir wollen den Kontakt zu Ihnen vertiefen. Die Redaktion wird im Kommentarbereich aktiver sein, sodass Sie auch mit Redakteuren diskutieren können. Ab dem 29. Mai werden die bisherigen Community-Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach einer Pause von wenigen Tagen freuen wir uns darauf, Sie in unserer neuen Community begrüßen zu dürfen. Einen Überblick über die neuen Funktionen erhalten Sie hier. Leider wird es nicht möglich sein, alte Accounts und Kommentare zu übernehmen. Alle bisherigen Daten werden gelöscht.

Das Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Gebrauchtwagensuche

Anzeige
Sinnliches für drunter: BHs, Nachtwäsche u.v.m.
gefunden auf otto.de
Anzeige
"SAY YES" zu knalligen Farben & Ethno-Details
jetzt zu der Sommer-Kollektion bei TOM TAILOR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018