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Range Rover Sport SVR: Halb SUV, halb Sportwagen

Die pure Unvernunft auf Rädern  

Range Rover Sport SVR im Test

03.04.2018, 12:53 Uhr | Michael Gebhardt/SP-X

Range Rover Sport SVR: Halb SUV, halb Sportwagen. Range Rover Sport SVR: In 4,5 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100 und dann weiter bis auf 280 km/h. (Quelle: Hersteller)

Range Rover Sport SVR: In 4,5 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100 und dann weiter bis auf 280 km/h. (Quelle: Hersteller)

Leistung im Überfluss hatte der Range Rover Sport SVR schon immer. Jetzt hat Land Rover das SUV überarbeitet – und ihm nochmals mehr Kraft mitgegeben.

Irgendwo im Nirgendwo, zwischen Coventry und Birmingham, hat sich die Spezialeinheit SVO (Special Vehicle Operations) ein neues Entwicklungs- und Testzentrum errichtet. Hier entstehen künftig die Topmodelle von Land Rover, etwa der neue Range Rover Sport SVR, der ab sofort noch stärker, aber auch teurer bei den Händlern steht: Für das 575 PS starke Schwergewicht werden 132.200 Euro fällig.

Range Rover Sport SVR: In den Kofferraum passen 780 bis 1.686 Liter. (Quelle: Hersteller)Range Rover Sport SVR: In den Kofferraum passen 780 bis 1.686 Liter. (Quelle: Hersteller)

Natürlich liegt in Anbetracht dieser Zahlen nichts näher, als zu fragen: Wer braucht so etwas? Die Antwort ist klar. Niemand braucht so etwas. Aber es gibt dennoch Kunden, die genau auf solche Autos abfahren. Nicht umsonst schickt BMW den X5 als M-Modell ins Rennen, lässt Mercedes den GLE bei AMG aufmotzen.

Die Leistung wurde gesteigert

Gegenüber dem Vorgänger steigt die Leistung des des fünf Liter großen, kompressorgeladenen Achtzylinders nochmals um 25 PS. Und die 700 Newtonmeter Drehmoment, schieben den SVR trotz seiner 2,3 Tonnen Leergewicht problemlos an. Oder besser gesagt: Fast schon zu problemlos. Die Achtgangautomatik ist im Standardmodus scharf wie ein japanisches Sushi-Messer und reagiert auf jede noch so kleine Bewegung des Gaspedals mit hektischen Gangwechseln.

Motor des Range Rover Sport SVR: Er leistet nun 575 PS. (Quelle: Hersteller)Motor des Range Rover Sport SVR: Er leistet nun 575 PS. (Quelle: Hersteller)

Statt die reichlich vorhandene Kraft im Tourenkeller auszunutzen und den Range Rover geschmeidig anzuschieben, lässt der Wandler die Drehzahl nach oben schnellen. Leistung im Überfluss fällt, recht ruppig, erst über die Kurbelwelle und anschließend über alle vier Räder her. So rabiat, dass man sich beim spontanen Überholmanöver oft selbst erschreckt; dazu trägt allerdings auch der markerschütternd knatternde Ton aus den armdicken Endrohren seinen Teil bei.

Machosound und Ecomodus

Auf die Spitze treiben lässt sich das mit dem Sportmodus. Dann reagiert der SVR noch bissiger, und wer die Sound-Taste drückt, kommt zusätzlich in den – fraglichen – Genuss eines fast schon obszönen Frotzelns beim Lupfen des Gaspedals. Das ist schon fast ein wenig übertrieben.

Innenraumdes Range Rover Sport SVR: Er ist gewohnt edel ausgestattet. (Quelle: Hersteller)Innenraumdes Range Rover Sport SVR: Er ist gewohnt edel ausgestattet. (Quelle: Hersteller)

Zum Glück aber gibt es ja noch den Ecomodus. Der macht natürlich kein Sparmobil aus dem Range Rover, der schon laut Werksangabe mit 12,8 Litern Benzin ziemlich viel verbraucht. In der Praxis kommt da noch einiges hinzu. Allerdings dämpft die Ecoeinstellung den Motorsound und die Kraftentfaltung auf ein Niveau, auf dem der SVR plötzlich richtig ausgewogen wirkt und sich im Alltag kraftvoll-kultiviert bewegen lässt.

Auf der Autobahn

Denn bei allem Respekt vor den Fähigkeiten des SVR, der etwa in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 sprintet und sich mit straffen Federn gegen die Fliehkraft stemmt: Ein echter Sportwagen ist er trotzdem nicht. Dazu ist er einfach zu groß und zu wuchtig.

Display am Armaturenbrett: Neben anderen Einstellungen lässt sich hier das geeignete Fahrprogramm auswählen. (Quelle: Hersteller)Display am Armaturenbrett: Neben anderen Einstellungen lässt sich hier das geeignete Fahrprogramm auswählen. (Quelle: Hersteller)

Im Gelände

Weniger Kompromisse erfordern die Geländeeigenschaften. Böschungswinkel, Rampenwinkel, Bodenfreiheit und Wattiefe (maximale Wassertiefe, durch die ein Auto fahren kann) des Sportmodells sind identisch mit denen seiner einfacheren Brüder. Die Frage aber ist: Will man sich wirklich die satinpolierten 21-Zollfelgen mit grobem Geröll verkratzen oder die aus Karbon gefertigte Motorhaube mit klebrigem Matsch beschmutzen? Die meisten Besitzer werden darauf verzichten.

Die Alternative

Stattdessen wird der SVR seine Kilometer zwischen Carport und Kindergarten, auf Großstadtboulevards und Autobahnen abspulen. Und dafür könnte man beispielsweise auch zum ebenfalls neuen Plug-in-Hybrid greifen, den es obendrein zwar auch nicht geschenkt gibt, aber doch für deutlich weniger Geld: 87.100 Euro.

Verwendete Quellen:
  • Spot Press Services

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