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Telegram: Bundesinnenministerin Faeser will App verbannen


Innenministerin Faeser will Telegram aus App-Stores verbannen

Von dpa-afx
19.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Nancy Faeser (SPD): Die Bundesministerin für Inneres und Heimat will Telegram verbannen.Vergrößern des BildesNancy Faeser (SPD): Die Bundesministerin für Inneres und Heimat will Telegram verbannen. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa-bilder)
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Auf der Plattform Telegram tummeln sich unter anderem Reichsbürger, Verschwörungserzähler und Rechtsextreme. Bundesinnenministerin Nancy Faeser möchte die App daher nicht mehr in den Stores von Google und Apple sehen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will Apple und Google wegen Gewaltaufrufen und Hetze auffordern, die Telegram-App aus ihrem Angebot zu verbannen. Sie wolle die beiden Anbieter für Apps auf mobilen Endgeräten an ihre "gesellschaftliche Verantwortung" erinnern, sagte die Ministerin am Mittwoch in Berlin nach einer Besprechung mit den Innenministern der SPD-geführten Landesregierungen.

Telegram habe sich zu einem "Brandbeschleuniger" für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker und Rechtsextremisten entwickelt, sagte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD). Bei pornografischen und islamistisch-terroristischen Inhalten habe das Unternehmen schließlich gezeigt, "dass sie können, wenn sie wollen".

Stärkerer Austausch auf EU-Ebene

"Das soziale Netzwerk Telegram und vergleichbare Anbieter dienen Menschen in Deutschland als Vernetzungsebene von Querdenkern, Corona-Leugnern und Rechtsradikalen", hieß es in einem gemeinsamen Papier der Innenminister.

Man wolle zu diesem Problem gemeinsam mit den europäischen Partnern stärker mit ausländischen Regierungen in Austausch treten "und unsere Erwartungen auch auf hochrangiger politischer Ebene deutlich vertreten".

Mit Blick auf die aktuellen Proteste gegen die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen sagte Faeser, es sei "eine schwere Zeit für die Sicherheitskräfte". Pistorius sagte, die AfD sei "massiv daran beteiligt", angemeldete und unangemeldete Protestaktionen zu organisieren.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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