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Medion Akoya E7222: Großes Aldi-Notebook zum Billigpreis

Medion Akoya E7222  

Großes Aldi-Notebook zum Billigpreis

02.09.2013, 12:50 Uhr | Christian Fenselau

Medion Akoya E7222: Großes Aldi-Notebook zum Billigpreis. Medion Akoya E7222 (Quelle: Hersteller)

Medion Akoya E7222 (Quelle: Hersteller)

Aldi Nord verkauft ab dem 5. September das 17-Zoll-Notebook Medion Akoya E7222 (MP99260) für 399 Euro. Der Modellname ist nicht neu, schon 2012 stand ein Medion Akoya E7222 zum Verkauf, und zwar mehrfach. Will der Discounter jetzt die letzten Restbestände loswerden oder gibt es neue Hardware, die nur einen alten Namen trägt?

Die interne Modellbezeichnung MD 99260 des neuesten Aldi-Notebooks lässt darauf schließen, dass hier zumindest teilweise andere Komponenten verbaut werden als bei den Vorgängern. Da aber der offizielle Name gleich ist, beschränken sich die Änderungen auf Einzelheiten. Die auffälligste: Mit 399 Euro kostet das neue Akoya E7222 einen glatten Hunderter weniger als noch im letzten Jahr.

399 Euro für ein 17-Zoll-Laptop? Bei dieser Preisgestaltung dürfte klar sein, dass der anspruchsvolle Kunde sich diesem Angebot nur vorsichtig nähern sollte. Tatsächlich wird hier nicht derjenige belohnt, der letztes Jahr auf das namensgleiche Angebot verzichtete und jetzt auf dieselbe Ausstattung zum günstigeren Preis hofft. Denn weder bei der Prozessor- noch bei der Grafikleistung kann das 2013er-Modell mit dem alten Akoya E7222 mithalten. Sogar bei der Festplatte setzte Aldi der Rotstift an: 500 Gigabyte speichert die rotierende Magnetscheibe, der Namensvetter im Vorjahr war mit einer 750-GB-Platte ausgestattet.

Die weitere Bestückung in Kürze: 4 GB RAM, 17,3-Zoll-Display mit 1600 × 900 Pixeln, insgesamt 4 × USB (davon 2 × USB 3.0), HDMI, 6-Zellen-Akku, Bluetooth 4.0, integrierter Kartenleser und DVD-Brenner, Windows 8.

Prozessor ohne separaten Grafikchip

Der Prozessor ist ein Intel Pentium 2020M mit 2,4 Gigahertz Taktfrequenz – gegenüber dem Core i3 von 2012 ein deutlicher Rückschritt. Trotz gleicher Taktfrequenz rechnet der Pentium langsamer. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der interne Level-3-Cache ist kleiner, außerdem basiert der Pentium auf Sandy-Bridge-Architektur während der Core i3 die weiterentwickelte Ivy-Bridge-Technik nutzt. Die Hyperthreading-Funktion zur Virtualisierung zweier weiterer Prozessorkerne ist beim Pentium deaktiviert. Auch der aufgelötete Grafikchip ist eine Nummer langsamer.

Trotzdem reicht der Prozessor für viele Arbeiten aus. Office- und Internet-Anwendungen laufen ausreichend schnell, stellen aber auch vergleichsweise geringe Anforderungen an die Rechenpower. Für anspruchsvollere Aufgaben wie Videoschnitt ist das Notebook bei Prozessor und auch beim Arbeitsspeicher unterdimensioniert; für aktuelle 3D-Spiele ist das Akoya E7222 die falsche Wahl, da die CPU auf die integrierte und lahme HD-Grafik zurückgreifen muss.

Medion Akoya E7222: Die Mängelliste

Eine Kombination aus großem 17-Zoll-Gehäuse und schwachem Prozessor ohne Zusatzgrafik ist wenig sinnvoll. Denn ein 17-Zöller ist kein mobiles Leichtgewicht, sondern eher ein vollwertiger Desktop-Ersatz. Dafür sollte er genügend Reserven mitbringen und vollständig ausgestattet sein. Für den Multimedia-Einsatz fehlt es an allen Ecken, nicht einmal die Festplatte ist groß genug dimensioniert, um als Medienspeicher zu taugen. Dass es zu diesem Preis nicht zu TV-Empfänger oder Blu-ray-Player gereicht hat, sollte ebenfalls klar sein.

Interessant ist das Medion Akoya E7222 für alle, die ein Groß-Laptop suchen und dafür wenig Geld ausgeben wollen. Als Büro- und Internet-PC sowie als Abspielstation für DVD-Filme reicht die Leistung ebenso wie für anspruchslose Spiele.

Alternativen zum Aldi-Notebook gibt es in ähnlicher Bestückung reichlich: Die Baureihe Acer Aspire V3 oder das Asus F75A sind mit vergleichbarer Hardware, aber ohne Betriebssystem im Online-Handel schon ab 350 Euro gelistet, mit Windows 8 gibt es sie ab etwa 400 Euro. Das Samsung R730 kostet mit Windows 7 etwa 365 Euro, das Lenovo G780 mit Windows 8 sogar schon ab 359 Euro. Auch das HP Pavilion g7 ist vergleichbar bestückt schon für 400 Euro zu bekommen.

Fazit: Aldi-Notebook beeindruckt nur durch Größe

Aldi Nord verkauft das Medion Akoya E7222 ab dem 5. September. Dafür erhält der Käufer ein Notebook, das sich aufgrund von Größe und Gewicht nicht für den mobilen Einsatz, sondern eher als stationärer Desktop-PC für prozessortechnisch anspruchslose Arbeiten eignet. Konkurrenzlos ist das Aldi-Notebook nicht; der Online-Handel bietet für 400 Euro eine größere Auswahl an vergleichbar bestückten Notebooks.

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