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Heftiger Konflikt zwischen Microsoft und Mozilla

Krieg der Browser  

Heftiger Konflikt zwischen Microsoft und Mozilla

03.12.2007, 15:04 Uhr | Sascha Plischke

IE: Sicherer weil weniger Patches? (Grafik: Jeffrey Jones)IE: Sicherer weil weniger Patches? (Grafik: Jeffrey Jones) Seit Jahren jagt Mozilla mit seinen Browser Firefox dem Platzhirschen Internet Explorer Marktanteile ab. Grund für den Verlust von Microsofts einstiger Dominanz: Firefox gilt als Sicherheitsmeister, während der Internet Explorer in der Vergangenheit oft löchrig wirkte wie ein Schweizer Käse. In einer Studie behauptet der Software-Riese aus Redmond nun das Gegenteil – und Mozilla keift kräftig zurück. Der Vorwurf: Microsoft verschweige kritische Lücken aus Imagegründen.

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Stein des Anstoßes in dieser neuen Runde der Browserkriege ist ein Eintrag in Microsofts Internet-Explorer-Blog. Darin zitiert der Konzern eine Studie, in welcher der Internet Explorer als deutlich sicherer gepriesen wird als Mozillas Firefox. Jeffrey Jones, der Autor der Studie, zählt in der Untersuchung, wie viele Sicherheitslecks seit Oktober 2004 in den beiden Browsern beseitigt werden mussten. Bei dieser Zählart schneidet der Internet Explorer mit insgesamt 54 kritischen Lücken deutlich besser ab als der Mozilla-Browser, der im selben Zeitraum mit insgesamt 75 gefährlichen Lecks zu kämpfen hatte. Was Microsoft dabei verschweigt: Jones ist Angestellter des Konzerns, und dort für Sicherheitsfragen zuständig.

Mozilla wirft Microsoft Irreführung vor

Genau an diesem pikanten Detail erhitzen sich die Gemüter der Firefox-Macher. Paul Kim, Vizepräsident der Marketing-Abteilung von Mozilla, bezichtigt Microsoft in seinem Blog der Irreführung und der offenen Lüge: Die Studie eines Microsoft-Mitarbeiters als unabhängige Untersuchung auszugeben, sei schlicht unzulässig. Aber auch inhaltlich will Mozilla die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. Zwar seien die Zahlen über die Lecks korrekt, so Mozilla-Sicherheitschef Mike Schroepfer, sagten aber noch lange nichts über die tatsächliche Sicherheit eines Browsers aus.

Redmond reagiert behäbig auf Sicherheitslücken

So sei es auch entscheidend, wie schnell ein Hersteller auf bekannt werdende Lücken reagiere. Schroepfer spielt dabei auf die jüngst aufgetauchte URI-Lücke an, deren Ursache im Kern bei Microsofts Internet Explorer lag, jedoch auch Firefox in einer Windows-Umgebung beeinflussen konnte. Während Mozilla umgehend einen Workaround für das Problem angeboten hatte, dauerte es noch vier weitere Monate, bis Microsoft die eigentliche Lücke mit einem Patch korrigierte. Außerdem hatte der Konzern lange gezögert, das Vorhandensein des Lecks im Internet Explorer überhaupt einzugestehen. Dazu zitiert Schroepfer eine Analyse des Sicherheitsexperten Secunia, in der untersucht wurde, wie schnell Microsoft generell auf kritische Lücken reagiert. Dabei schnitt der Softwareriese deutlich schlechter ab als die Programmierer von Mozilla. Zudem bleibt der Internet Explorer mit 300 Millionen Nutzern weltweit ein deutlich attraktiveres Ziel für Hacker als der Firefox, den 125 Millionen Menschen für Streifzüge im Internet verwenden.

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Sichere Alternative: Opera

Wer im Kampf dieser beiden Streithähne um Marktanteile und Kunden nicht auf einen Kandidaten setzen möchte, dem bietet sich eine gute Alternative. Im Schatten von Microsoft und Mozilla erfreut sich der leistungsstarke Browser Opera einer kleinen aber zufriedenen Nutzergemeinde. Opera vereint dabei das Beste aus beiden Welten: Vom Internet Explorer hat er das Design aus einem Guss, während er vom Firefox die Vielseitigkeit geerbt hat. Außerdem ist der Browser vor allem in der Sicherheitsfrage den beiden Großen um eine Nasenlänge voraus: Das Programm ist für Hacker einfach noch kein attraktives Angriffsziel.

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