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Erster Kontakt mit Außerirdischen bereits 2025

SETI-Projekt  

Erster Kontakt mit Außerirdischen bereits 2025

13.11.2008, 10:32 Uhr | pressetext.at, t-online.de

Das SETI-Projekt analysiert die von riesigen Radioteleskopen empfangen Daten auf Spuren von Aliens. (Quelle: dpa)Das SETI-Projekt analysiert die von riesigen Radioteleskopen empfangen Daten auf Spuren von Aliens. (Quelle: dpa) Science Fiction wird bald Realität - dank immer schneller werdender Computer. So soll bis 2025 intelligentes außerirdisches Leben ausfindig gemacht werden, zumindest einer Einschätzung eines Forschers zufolge, der mit einem Netz aus Heim-PC und großen Rechenanlagen nach Aliens sucht.

Seth Shostak ist sicher: Im Jahr 2025 wird die Menschheit außerirdisches Leben in den Weiten des Weltalls entdecken. "Wir werden E.T. innerhalb der nächsten zwei Dutzend Jahre finden", zitiert das US-Magazin Cnet aus einer Rede des US-Astronoms. Shoshtak ist einer der führenden Köpfe des SETI-Projekts, das mit Teleskopen und Raumsonden gewonnene Daten nach Spuren außerirdischer Zivilisationen untersucht. Voraussetzung sei aber, dass die Mutmaßungen der Wissenschaftler am SETI-Institut korrekt sind.

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Distanz von 500 Lichtjahren überwinden

Der Astronom verweist zur Untermauerung seiner Prognose auf Berechnungen der zukünftigen Rechenpower von Prozessoren auf Basis von Moores Gesetz. Die Faustregel der Computerbranche besagt, dass sich die Komplexität von integrierten Schaltkreisen etwa alle 18 Monate verdoppelt. "Wenn unsere gegenwärtigen Annahmen in Bezug auf die Rechenleistung und die Stärke der zukünftigen Forschungsinstrumente zutreffen, sollten wir es bis zum Jahr 2025 schaffen, das Universum von der Erde aus bis zu einer Entfernung von 500 Lichtjahren nach außerirdischem Leben abzusuchen", erklärt Shostak.

Tausende intelligente Zivilisationen in unserer Galaxie

Nach Auffassung des US-Astronomen müsste diese Distanz ausreichend sein, um den Beweis für Leben zu finden, das intelligent genug ist, dem Menschen gegenüber die eigene Existenz zu kommunizieren. Als Grundlage seiner Prognose bezieht sich Shostak dabei auf eine Schätzung des bekannten amerikanischen Astronomen und Astrophysikers Frank Drake. Dieser geht davon aus, dass alleine in unserer Galaxie rund 10.000 Zivilisationen existieren könnten, die fähig sind, Sendegeräte zur Übertragung von Funksignalen zu entwickeln.

So funktioniert das SETI-Projekt

Über das SETI-Projekt können Internet-Nutzer an der Suche nach außerirdischem Leben beteiligen. Mit der kostenlos erhältlichen Software BOINC (früher SETI@home) wird ungenutzte Rechenleistung der Privat-PC für die Auswertung der von Radioteleskopen empfangenen Daten verwendet. Diese Datenpakete werden auf Spuren außerirdischer Intelligenz untersucht. Teilnehmen kann jeder, der einen Computer mit Internet-Anschluss besitzt. Die Software BOINC nutzt die Rechenleistung auch für andere Projekte , beispielsweise die Erforschung von Erbkrankheiten.

Softwareload BOINC zum Download

Technischer Fortschritt reicht nicht

Kritik an der Theorie von Shoshtak gibt es dennoch. "Es ist eine faszinierende Vorstellung, durch den Blick ins Weltall anderes Leben zu entdecken. In der Realität ist das aber ein ungemein schwieriges Unterfangen", erklärte Rudolf Dvorak, Professor am Institut für Astronomie der Universität Wien. "Wenn man etwa den in astronomischen Maßstäben relativ kurzen Zeitraum bedenkt, in dem eine Zivilisation in der Regel existiert und auch die langen Zeiten in die Überlegung miteinbezieht, die ein Radiosignal für die Reise durch den Weltraum benötigt, ist das Auffinden außerirdischen Lebens überaus unwahrscheinlich. Die Wissenschaftler der Erde müssten schon enormes Glück haben und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Stelle im Kosmos beobachten, um eine derartige Entdeckung zu machen." Dvorak zufolge kann der technische Fortschritt allein diese Schwierigkeiten "sicherlich nicht lösen".

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