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Abo-Abzocker Gebrüder Schmidtlein von Gericht in Wien verurteilt

Internet-Betrug  

Bekanntes Abo-Abzocker-Duo verurteilt

15.10.2009, 10:43 Uhr | Andreas Lerg

Die bekannten Abo-Abzocker Gebrüder Schmidtlein sind von einem Gericht in Wien verurteilt worden. (Grafik: t-online.de)Die bekannten Abo-Abzocker Gebrüder Schmidtlein sind von einem Gericht in Wien verurteilt worden. (Grafik: t-online.de)Watsche für bekannte : Die Gebrüder Schmidtlein sind von einem Gericht in Wien zu Schadenersatz verurteilt wurden und dürfen ihre ominösen Geschäfte mit der Redcio OHG in Österreich nicht mehr wie gehabt fortführen. Auch in Deutschland gibt es viele Abzock-Opfer der Gebrüder Schmidtlein.

Andreas und Jan Manuel Schmidtlein sind für zahlreiche Internetseiten bekannt, auf denen mit vermeintlichen Gratisangeboten gelockt wird. Wer unvorsichtig ist und sich registriert, tappt in die Abofalle. Genau das hat ihnen das Handelsgericht in Wien jetzt verboten. Die Gebrüder Schmidtlein dürfen fortan in Österreich nicht mehr mit scheinbar kostenlosen Angeboten auf Internetseiten werben, wenn später doch Gebühren verlangt werden und darüber nicht informiert wird.

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Gebrüder Schmidtlein müssen Schadenersatz zahlen

Weiterhin verurteilte das Gericht die beiden Schmidtleins, 9400 Euro Schadenersatz an die Klägerin zu zahlen. Eine Besonderheit in Österreich ist, dass die Beklagten auch die Veröffentlichung des Urteils in der auflagenstärksten Zeitung des Landes bezahlen müssen. Das berichtet der deutsche Internetdienst heise.de.

Urteilsbegründung weist auf Irreführung hin

In der Urteilsbegründung weist der Richter deutlich auf den Täuschungsversuch der Abofallen hin: "Der Hinweis auf die Entgeltlichkeit und die Bindung über 24 Monate erfolgt nicht ausreichend deutlich und führt zu einer Irreführung der Internetuser." Das Gericht bemängelte auch, dass weder auf den Internetseiten noch in den Bestätigungsmails nach der Registrierung eines Nutzers ein Hinweis auf das Widerrufsrecht vorhanden sei. Erst mit der Rechnung wäre auf ein 14-tägiges Widerrufsrecht hingewiesen worden. Das aber sei durch den bewusst späten Versand der Rechnungen regelmäßig bereits abgelaufen.

Schmidtleins stellen dutzende Abo-Fallen

Die Gebrüder Schmidtlein betreiben dutzende Internetseiten, die jeweils kostenlose Angebote versprechen und erst nach der Registrierung erkennen lassen, dass der Nutzer einen Abovertrag meist über 24 Monate abgeschlossen hat. Zu den Internetangeboten, die sowohl unter .de-Domain als auch unter der österreichischen .at-Domain laufen, gehören Seiten mit Hausaufgabenhilfe, Gedichten, Drogenberatung, Sterndeutung und Astrologie, Fabrikverkaufsadressen und etliche mehr. Anfangs firmierten die beiden Brüder mit der Andreas & Manuel Schmidtlein GbR noch unter eigenem Namen. Mittlerweile agieren sie als Redcio OHG. Auf den vom Wiener Gericht behandelten Internetseiten ist die Registrierung derzeit deaktiviert. Zahlreiche Deutsche sind in den vergangenen Jahren bereits auf die Abofallen der Schmidtleins hereingefallen, wodurch der Name der Brüder sehr bekannt wurde.

Vorbeugung gegen Abzocker

Sie können sich aktiv gegen Abofallen und ähnliche Abzocker schützen. Zum einen beispielsweise mit der Browser-Erweiterung WOT, die vor bekannten Abofallen und weiteren Internet-Gefahren warnt. Vor allem aber mit gesundem Menschenverstand. Bleiben Sie skeptisch. Schauen Sie sich eine Webseite gründlich an und lesen Sie das Kleingedruckte, bevor Sie sich irgendwo registrieren. Schauen Sie auch mal ins Impressum und die AGB einer Seite. Hat der Betreiber einen deutschen Firmensitz? Oder verbirgt er sich irgendwo im Ausland, wo der Firmensitz außerhalb deutscher Verbraucherschutzgesetze liegt? Zu einem Betrug gehören immer zwei: Der Betrüger und der, der darauf reinfällt. Eine gesunde Skepsis kann Sie bereits vor einem Großteil der Abzockerseiten schützen. Im PDF-Download Vorsicht, Internetfallen! erfahren Sie, wie Sie sich vor Internetbetrügern schützen und wie Sie sich gegen diese wehren können.

Softwareload Browser-Erweiterung WOT zum Download

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