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Twitter Beobachtung: CIA investiert in Web-2.0-Auswerter

Twitter-Beobachtung  

CIA investiert in Web-2.0-Auswerter

20.10.2009, 14:02 Uhr | Spiegel Online

CIA investiert in Web-2.0-Auswerter (Quelle: AFP)CIA investiert in Web-2.0-Auswerter (Quelle: AFP) Der Investment-Arm des US-Geheimdienstes CIA beteiligt sich an einem Unternehmen, das Blogs, Twitter, Foren und Communities nach Informationen durchsucht. Die gewaltige Informationsmenge, die täglich durchs Web 2.0 rauscht, soll Visible Technology nun auch für die US-Regierung auswerten.

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Das Investment-Unternehmen, das die CIA sich hält, heißt In-Q-Tel und ist der Selbstbeschreibung zufolge dafür zuständig, "innovative technologische Lösungen" für die CIA und andere US-Geheimdienste zu "identifizieren, zu adaptieren und zur Verfügung zu stellen". In-Q-Tel investiert in eine Vielzahl von Unternehmen, von Anbietern von Datensicherheitslösungen bis hin zu Unternehmen, die auf Biotech- oder Nanotechnologie spezialisiert sind. Nun steckt der Geheimdienst-Kapitalgeber auch Geld in Visible Technologies, eine Firma, die verspricht "Social-Media-Erkenntnisse in Echtzeit" liefern zu können. In-Q-Tel investierte bereits vor einiger Zeit in ein weiteres Unternehmen namens Attensity, zu dessen Angeboten ebenfalls die Analyse von Social-Media-Konversationen gehört.

Umfassende Auswertung von Web 2.0-Seiten

Visible wertet Informationen aus, die auf Plattformen wie Flickr, YouTube und Twitter anlaufen, studiert Blogeinträge und -kommentare - und sogar Buchrezensionen beim Online-Händler Amazon. Social Networks wie Facebook durchsucht Visible "Wired" zufolge derzeit noch nicht - insgesamt würden aber täglich eine halbe Million Websites aus dem Bereich Web 2.0 mit sogenannten Crawlern abgesucht. Solche Software-Roboter verwenden auch Suchmaschinen wie Google oder Bing, um ihre Datenbestände auf dem aktuellen Stand zu halten.

Suche nach Schlüsselbegriffen

Visibles Kunden können bestimmte Schlüsselwörter angeben, zu denen ihnen dann Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Eigenen Angaben zufolge bewertet das Unternehmen dabei beispielsweise auch, welchen Ruf der Urheber einer bestimmten Nachricht hat, und in welchem "Tonfall" über ein Unternehmen, ein Ereignis oder eine Marke gesprochen wird.

Ein In-Q-Tel-Manager kommentierte den Deal mit den Worten, die Plattform von Visible sei wichtig, um "die Breite und Tiefe der sozialen Online-Landschaft zu verstehen". Das Unternehmen könne "einen klaren und umfassenden Blick auf komplexe Information" liefern, der auch "Echtzeit-Daten" umfasse.

Auch Microsoft nutzt den Service

Zu Visibles bisherigen Kunden gehören etwa Microsoft und der Kopiererhersteller Xerox. "Wired" zufolge lässt Microsoft Visible beispielsweise belauschen, wie die Netzgemeinde zum neuen Windows 7 steht.

Die CIA und andere Geheimdienste haben das Social Web schon seit einiger Zeit unter verstärkte Beobachtung gestellt und nutzen Web-2.0-Technologien auch intern. Es gibt CIA-Blogs und Wikis, und auch ein eigenes "MySpace"-artiges Social Network für CIA-Angehörige existiert.

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