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Internet-Betrug: Verhaftungswelle trifft Nigeria-Connection

Verhaftungswelle trifft Online-Mafia  

Schwerer Schlag gegen Nigeria-Connection

26.10.2009, 10:17 Uhr | Sascha Plischke

Polizei sprengt Mafia-Ring berüchtigter Internet-Gangster. (Foto: t-online.de)Polizei sprengt Mafia-Ring berüchtigter Internet-Gangster. (Foto: t-online.de)

Nigeria macht Ernst im Kampf gegen die als Nigeria-Connection bekannte -Mafia. In einer koordinierten Polizei-Aktion haben die Behörden landesweit Mitglieder von insgesamt 18 Betrugssyndikaten verhaftet. Insgesamt 800 für die Betrugsmaschen verwendeten Internet-Adressen wurden stillgelegt. Die Operation ist Teil des "Projekts Adlerklaue" der nigerianischen Kommission zur Bekämpfung von Wirtschaftsverbrechen und soll dem Treiben der Online-Betrüger ein Ende setzen.

Die Aktion ist nur der Auftakt einer groß angelegten Initiative, der weitere Verhaftungswellen und Stilllegungen von Internet-Seiten folgen sollen. Das berichtet die nigerianische Economic and Financial Crimes Commision (EFCC) auf ihrer Internet-Seite. Das Projekt "Eagle Claw", zu Deutsch "Adlerklaue", soll in einer Kombination aus klassischer Ermittlungsarbeit und einer technologischen Überwachung verdächtiger Gruppierungen Nigeria endlich frei machen von dem grassierenden Bandenunwesen.

Nigeria will entschlossen gegen Internet-Mafia vorgehen

Auf einer Konferenz in den USA versprach EFCC-Leiterin Farida Waziri im Juli schnelle Erfolge des Projekts. Innerhalb von sechs Monaten sollte das Projekt voll arbeitsfähig sein. Die verschärfte Verfolgung der Internet-Betrüger könne monatlich bis zu 5000 für Betrugszwecke missbrauchte Web-Adressen ausfindig machen und abschalten können. Außerdem würde das System potentielle Opfer aufspüren und vor den Betrugsmaschen warnen. So solle "Nigeria von der Top-10-Liste von Ländern mit E-Mail-Betrügereien verschwinden", versprach Waziri damals. Die erfolgreichen Verhaftungen scheinen nun die Hoffnungen der EFCC auf eine effektivere Bekämpfung der Internet-Mafia zu bestätigen.

Masche der Nigeria-Connection so alt wie das Internet

Die Masche der Nigeria Connection ist beinahe so alt wie das Internet: Afrikanische Prinzen, Präsidentensöhne im Exil oder lange verlorene Verwandte bitten in langen Nachrichten um Hilfe. Nur etwas Geld bräuchten sie für Anwälte und Gebühren, dann könnten sie ihr Millionenvermögen außer Landes schaffen. Zur Belohnung würde der großzügige Helfer aus dem Westen mit einem satten Anteil der geretteten Summe belohnt. Doch obwohl jeder Besitzer einer E-Mail-Adresse die Mails aus Nigeria kennt, fallen immer wieder leichtgläubige Anwender darauf herein. So überwies erst im Februar eine Geschäftsfrau aus Salzburg insgesamt 350.000 Euro an eine Bande in Nigeria – die Betrüger hatten ihr einen fürstlichen Anteil an einem Millionenerbe versprochen.

So können Sie sich schützen

Gegen die Betrüger aus Nigeria hilft also nur gesunder Menschenverstand. Tatsächlich fallen mittlerweile nur noch wenige Anwender auf die alte Masche herein. Doch die Online-Betrüger holen auf und erfinden immer ausgeklügeltere Abzock-Methoden. Gefälschte Internetseiten, Auktionsbetrug und Phishing-Mails: Im Internet kann man schnell üblen Geschäftemachern auf den Leim gehen und viel Geld verlieren. Der Ratgeber vom Magazin com! im Computer Insider gibt einen Überblick über verbreitete Betrugsarten und zeigt, wie Sie sich schützen.

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