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Satelliten-Fernsehen: Abschaltung des analogen Sat-TV beschlossen

Ausstieg aus dem Analoig-Fernsehen  

Analoges Satelliten-TV wird abgeschaltet

14.12.2009, 14:18 Uhr | t-online.de mit Material von dpa

Sat-Antennen an einem Balkon: Analoges Satelliten-Fernsehen wird abgeschaltet. (Quelle: dpa)Sat-Antennen an einem Balkon: Analoges Satelliten-Fernsehen wird abgeschaltet. (Quelle: dpa)

Analoges Satelliten-Fernsehen wird abgeschaltet. Darauf haben sich die Landesmedienanstalten mit den Senderbetreibern und anderen Marktteilnehmern geeinigt. Ab dem 30. April 2012 soll das TV-Signal deutscher Sender nur noch digital ausgestrahlt werden. Wer seine Satellitenanlage noch nicht entsprechend umgerüstet hat, sollte nun über eine Investition in digitale Empfangsgeräte nachdenken. Den privaten Sendern geht die Entscheidung jedoch nicht weit genug: Sie wollen auch das analoge Kabelfernsehen abschalten.

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Bisher seien mit elf Millionen rund 74 Prozent der Haushalte mit Satellitenempfang bereits auf die Digitaltechnik umgestiegen, teilte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmediengesellschaften. Mit der neuen Technik nimmt die Programmvielfalt zu, weil sich digital deutlich mehr Sender im selben Frequenzbereich übertragen lassen als mit einem analogen Signal. Zudem dürfen die Zuschauer mit der digitalen Technik eine bessere Bild- und Tonqualität erwarten als zu Analog-Zeiten. Alle Inhalte im Standard-Format SD sollen auch in Zukunft unverschlüsselt und frei empfangbar sein, die hochauflösende Ausstrahlung in HD wird zumindest bei einigen Privatsendern kostenpflichtig sein.

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Sender begrüßen die Entscheidung

Für die Sender bedeutet der feste Termin für den Ausstieg vor allem Planungssicherheit. Ein ARD-Sprecher erklärte: "Für die ARD ist der vorgeschlagene Termin sinnvoll und deshalb wird sie die analoge Satellitenversorgung zum 30. April 2012 einstellen." Das ZDF begrüßte den Vorstoß der Landesmedienanstalten. "Die Digitalisierung in Deutschland kommt damit einen weiteren wichtigen Schritt voran", sagte ein ZDF-Sprecher. "Ein verlässliches Datum für das Ende der analogen Satellitenübertragung ist im Interesse der betroffenen Zuschauer, die sich in Ruhe darauf einstellen können."

Privatsender fordern Komplett-Ausstieg

Auch der Verband privater Rundfunk und Telemedien e.V. begrüßte die Entscheidung für einen festen Ausstieg aus dem Analog-Fernsehen ausdrücklich. VPRT-Präsident Jürgen Doetz: „Ein festes Abschaltdatum schafft Planungssicherheit für Zuschauer, Endgeräteindustrie und Sender." Von der Politik wünschen sich die Privatsender dasselbe nun für das Kabelfernsehen. Auch hier soll möglichst bald ein Abschaltdatum gefunden werden. Doetz betonte, dass eine parallele Ausstrahlung von analogen und digitalen Programmen für die betroffenen Programmveranstalter dauerhaft nicht zu finanzieren sei. Ein Sprecher der Mediengruppe RTL Deutschland erklärte: "Die Abschaltung des analogen Satelliten wird der Digitalisierung einen deutlichen Schub geben, den Deutschland gut gebrauchen kann."

Brillante Digital-Technik mit Nachteilen

Die Technik bringt jedoch gerade im Satelliten-Bereich auch große Nachteile mit. So ist die Signalübertragung bei Satelliten-Anlagen sehr störanfällig. Regen und Schnee, aber auch dichte Wolken führen bei analogen Anlagen zu Bildstörungen – bei einer digitalen Anlage ist schnell das ganze Bild weg. Dazu kommen die Kosten für eine Umrüstung. So muss die Antenne mit einer digitalen Empfangseinheit (LNB) ausgerüstet und ein digitaler Satellitenreceiver gekauft werden. Ist die Antenne auf dem Dach angebracht, kommen Zusatzkosten für eine fachgerechte Umrüstung durch einen Experten hinzu.


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