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LCD, Plasma und LED-Fernseher: Darauf sollten Sie achten

Kaufberatung  

Flachbildfernseher kaufen: Darauf sollten Sie achten

19.04.2012, 16:45 Uhr

LCD, Plasma und LED-Fernseher: Darauf sollten Sie achten. Zehn Flachbildfernseher im Test (Foto: Toshiba)

Zehn Flachbildfernseher im Test (Foto: Toshiba) (Quelle: Hersteller)

Ein Plasma- oder LCD-Fernseher steht auf vielen Wunschlisten deutscher Haushalte ganz oben, doch vor dem Kauf stellen sich viele Fragen. Die große Fernseherkaufberatung von t-online.de digital klärt auf, worauf Sie beim Kauf eines Flachbildfernsehers achten sollten.

Ein Plasma- oder LCD-Fernseher mit einer Bilddiagonale über 150 Zentimeter schindet bei Freuden und Bekannten viel Eindruck, macht aber nicht in jedem Wohnzimmer Sinn. Denn: Sitzen Sie zu nahe am Gerät, werden Sie Unschärfen und grobe Kanten deutlich erkennen. Faustregel: Für HDTV sollte die Bildschirmdiagonale nicht mehr als ein Drittel des Abstandes zwischen Sessel und Fernseher betragen. Ein kleines Rechenbeispiel: Sie liebäugeln mit dem Kauf eines TV-Geräts mit 42 Zoll Diagonale (entspricht etwa 106 Zentimetern), dann sollte ein Mindestabstand von 3,20 Metern gewahrt werden. Messen Sie vor dem Kauf Ihr Wohnzimmer ab - und vergessen Sie nicht zu messen, wie viel Platz in Ihrem Schrank für ein TV-Gerät ist. Unterhalb von 37 Zoll (94 cm) werden nur LCD-Fernseher angeboten, erst jenseits dieser Größe kommen Plasmas ins Spiel. Bei kleinen und mittleren Größen führt an LCD-Fernseher in der Regel kein Weg vorbei, während bei Großbildschirmen über 1,20 Meter Bilddiagonale auch Plasma-Fernseher in Betracht kommen.

Bildschirmdiagonale in Zoll

entspricht Zentimeter

24

61,0

26

66,0

32

81,3

37

94,0

40

101,6

42

106,7

46

116,8

50

127,0

58

147,3

LCD oder Plasma?

LCD-Fernseher dominieren seit längerem den Markt, während nur noch wenige TV-Hersteller an Plasma festhalten. Dass die meisten Hersteller die Produktion von Plasma-Fernsehern scheuen, hat aber keine Qualitätsgründe. Beide TV-Technologien haben weiterhin Vor- wie Nachteile. Wer nur in abgedunkelten Räumen das Gerät einschaltet, hat bei einem Plasma-Fernseher ein vergleichsweise besseres Bild als bei einem LCD-Fernseher. Doch tagsüber kann eine verspiegelte Mattscheibe den TV-Genuss merklich mindern. Entscheidend bei dieser Frage ist, wo das Gerät stehen wird. Plasma-Fernseher spielen ihre Stärken in abgedunkelten Räumen aus. Trifft jedoch Licht direkt auf die Mattscheibe, ist die Bildqualität deutlich schwächer, da die Glasplatten des Bildschirms spiegeln. Doch auch bei LCD-Fernsehern sollte man nicht blind kaufen. Auch hier sind manchmal spiegelnde Panels eingebaut. Nutzen Sie den Fernseher nur abends, ist dieses Problem zweitrangig.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: Vorteile der Plasmas

Der Kontrast der Plasmas ist oft stärker, Farben natürlicher, schwarze Flächen erscheinen wirklich tiefschwarz und nicht dunkelgrau wie auf vielen LCD-Fernsehern, Nachzieh-Effekte treten kaum auf. Das Bild ist pixelgenau, weil jeder Bildpunkt selbst leuchtet – oder eben nicht. Auch das Problem der Winkelabhängigkeit besteht kaum – das Bild sieht bei Plasma-Fernsehern von allen Seiten praktisch gleich gut aus.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: Nachteile der Plasmas

Der Energieverbrauch wird oft als Nachteil der Plasma-Fernseher angeführt. Das ist grundsätzlich richtig, aber nur bedingt messbar. Denn bei Plasma-Fernsehern schwankt der Verbrauch je nach dargestelltem Bild. Das heißt, für hellere Bilder benötigt der Fernseher mehr Energie als für dunkle Szenen. Mit dem zunehmenden Einsatz von LEDs als Hintergrundbeleuchtung hat sich der Stromverbrauch bei LCD-Fernsehern deutlich reduziert. Auch Plasma-Fernseher haben Fortschritte in Sachen Energieverbrauch erzielt, sie können aber nicht mit modernen Fernseher mit LED-Technik mithalten.

Bei einem Plasma-Fernseher besteht grundsätzlich die Gefahr des "Einbrennens". Lässt man längere Zeit ein Standbild, kann es sein, dass sich dies fortan als "Geisterbild" unter das laufende Bild mischt. Doch diese Gefahr spielt bei normalem Gebrauch keine Rolle mehr, denn moderne Plasma-Fernseher beugen dem Einbrennen selbst vor und verschieben etwa das Bild unmerklich, damit Senderlogos keine bleibenden Spuren hinterlassen können. Ein weiterer Nachteil ist die eingeschränkte Transportfähigkeit: Plasma-Fernseher dürfen nicht liegend transportiert werden, da ansonsten die Glasplatten brechen können.

LED-Fernseher oder LCD-Fernseher?

Statt LCD-Fernsehern ist immer häufiger von LED-Fernsehern die Rede. Die Hersteller versprechen besonders satte Farben, hohe Kontraste und dazu einen geringeren Stromverbrauch. So mancher Hersteller von Fernsehgeräten nimmt gerne ein Missverständnis in Kauf, vielleicht, um den Absatz der teureren LED-Fernseher anzutreiben. Denn in Wahrheit ist jeder LED-Fernseher auch ein LCD-Fernseher. Bei LED-Fernsehern besteht lediglich die Hintergrundbeleuchtung aus LEDs und nicht die Flüssigkristalle, die das Bild erzeugen. In herkömmlichen LCD-Fernsehern, die es nur noch in den unteren Preisklassen gibt, beleuchten Leuchtstoffröhren die Flüssigkristalle. Korrekt ist also die Bezeichnung: LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung (Backlight). Im Handel hat sich trotzdem der Begriff LED-Fernseher durchgesetzt. Tatsächlich kann die LED-Technik bei Flachbild-Fernsehern Vorteile bringen. Wenn die LED intelligent eingesetzt werden, erfüllen sie ihren Zweck besser als die herkömmlichen Leuchtstoffröhren bei LCD-Fernsehern ohne LED. Das Wundermittel zum perfekten Bild sind sie damit noch nicht. Ein gutes Bild braucht mehr als nur das richtige Backlight.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: HD-ready und Full HD?

Achten Sie beim Kauf eines Plasma- oder LCD-Fernsehers auf die Bezeichnung Full HD: Dies gewährt, dass der Fernseher eine Auflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten bietet. Fernseher mit schlechterer Auflösung sind allenfalls akzeptabel, wenn sie klein sind oder der Sitzabstand sehr weit. Ansonsten können Schlieren auftreten und das Bild merklich verschlechtern. Ein weiteres Argument für Full HD ist, dass Blu-ray-Disks diese Auflösung bieten und der Fernseher keine Pixel umrechnen muss. Auch die Privatsender strahlen ihr HD-Programm in 1920 × 1080 Pixeln aus.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: 100 Hertz

Fast alle Flachbild-TV kommen mit einer Technik zur Erhöhung der Bildwiederholfrequenz in die Läden, meist als 100-Hertz-Technik bezeichnet. Diese verhindert Unschärfen bei schnell bewegten Objekten, beispielsweise in Actionfilmen. Der Trick: Die Geräte "erahnen" die Bewegungsrichtung des Objekts und errechnen ein Zwischenbild, wodurch Bewegungen flüssiger wirken. Die 100-Hertz-Technik ist also ein sinnvolles Ausstattungsmerkmal, auf dass Sie nicht verzichten sollten. Einige Hersteller locken sogar mit 200 Hertz, lassen sich das aber gut bezahlen. Ärgerlicherweise sind die Bezeichnungen uneinheitlich und die Hersteller addieren verschiedene Bildfrequenzen einfach auf. So kommen Angaben von 800 oder gar 1200 Hertz zustande. Mit der echten Bildwiederholfrequenz hat das nur noch wenig zu tun.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: Bildver(schlimm)besserer

Wer hauptsächlich DVD- oder Blu-ray-Filme schaut, kann auf einen TV-Tuner verzichten, wird aber voreingestellte Bildmodi wie "Film" oder "Game" zu schätzen wissen. Die diversen zuschaltbaren Bildverbesserungs-Automatiken, die jeder Hersteller anders nennt, sollten sparsam zugeschaltet werden, da sonst eher das Bild verschlimmbessert wird. Wer öfters Digitalfotos am TV-Gerät betrachtet, benötigt einen USB- oder Speicherkarten-Slot. Ist der Fernseher in der Lage, auf externe Festplatten aufzuzeichnen, benötigt diese einen freien USB-Port. In diesem Fall sollte der Fernseher mehr als nur diesen einen USB-Anschluss haben.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: Anschlüsse

Vorbildlich: Samsung bietet alle notwendigen Anschlüsse. (Foto: HiFi Test)Vorbildlich: Samsung bietet alle notwendigen Anschlüsse. (Foto: HiFi Test) Plasma- und LCD-Fernseher sind sehr anschlussfreudig. Die Zeiten, in denen aus dem Rückteil des TV-Geräts nur ein Stromkabel herauskam und ein Antennenkabel eingesteckt werden musste, sind schon lange vorbei. Wichtigster Anschluss: Per HDMI werden Bild und Ton in hoher Qualität übertragen. Auch manche per HDCP-Standard kopiergeschützten Filme lassen sich nur abspielen, wenn ein HDMI-Kabel verwendet wird. Spielekonsolen setzen ebenfalls auf den flachen Stecker. Für den Anschluss eines PC muss eine DVI-Buchse vorhanden sein, um keine Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen, auch wenn neuere Grafikkarten über einen HDMI-Ausgang verfügen.

Ein Video-Eingang ist bei aktuellen Geräten ohnehin immer dabei, genauso wie Scart. Verzichten Sie nicht auf einen der Qualitätsanschlüsse, auch wenn Sie derzeit keines dieser Geräte anschließen wollen. Neue Geräte bieten ohnehin mehrere HDMI-Buchsen, da es nerviges Umstöpseln vermeidet. Kurzum: Einen Fernseher mit weniger als drei HDMI-Buchsen sollten Sie im Laden stehen lassen.

LCD-Fernseher und Plasma-Fernseher: Beim Händler

Trauen Sie den bunten Bilder im Elektronik-Fachhandel nicht! (Bild: dpa)Trauen Sie der Schärfe der bunten Bilder im Elektronik-Fachhandel nicht! (Bild: dpa) In vielen Prospekten wird mit enorm hohen Kontrastwerten von 10.000:1 und mehr geworben - doch derlei Angaben sind nicht nachprüfbar, sie sagen wenig aus und lassen sich aufgrund unterschiedlicher Messverfahren nicht vergleichen. Überzeugen Sie sich daher immer selbst von der Bildqualität. Aber lassen Sie sich nicht von den hochauflösenden Demo-Discs der Verkäufer blenden: Deren farbintensive Szenen sind so gewählt, dass sie nur die Stärken des TV-Geräts zeigen. Besser ist es, selbst einen Film mitzunehmen, in dem es dunkle Szenen, aber auch Nahaufnahmen von Hauttönen gibt. Das entlarvt Schwächen der Geräte, da in dunklen Szenen oft Details verloren gehen und bei schnellen Bewegungen im Film Unschärfen und Verpixelungen auftauchen können. Lassen Sie sich zudem unbedingt auch ein aktuelles TV-Bild zeigen. Viele Sender strahlen das herkömmliche Fernsehprogramm noch in alter PAL-Norm aus. Ausgerechnet damit haben noch immer viele Flachbild-Fernseher ihre Schwierigkeiten.

Ton und Fernbedienung

Hat der Fernseher einen guten Sound oder klingen die Stimmen blechern? Wer den Klang eines hochwertigen Röhren-Fernsehers gewohnt ist, wird hier oft enttäuscht. Wegen der geringen Bautiefe fehlen den meisten Flachbild-TV die Bässe. Auch die Fernbedienung sollten Sie einem kleinen Test unterziehen. Sind sie übersichtlich und die Tasten gut angeordnet? Haben sie einen angenehmen Druckpunkt? Wie lange dauert das Umschalten des Programms?

Billig-Geräte als Schnäppchen?

Bildqualität, Stromverbrauch und Ausstattung von Plasma- und LCD-Fernsehern haben sich innerhalb der letzten Jahre deutlich verbessert. Ältere Geräte werden häufig zu sehr günstigen Preisen verramscht, doch der Kauf lohnt selten. Das Ersparte beim Preis kassiert der Stromanbieter durch den hohen Verbrauch wieder ein – Ihnen bleibt unter dem Strich das schlechtere Bild und die magere Ausstattung. Die Unterschiede zwischen preisgünstigen und teuren Geräten zeigen sich besonders bei Plasma-Fernsehern. Noch immer werden Plasmas verkauft, die trotz Riesenbildschirm nicht Full HD und magere zwei HDMI-Anschlüsse bieten. Finger weg davon.

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