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HD+: HDTV bei RTL und Vox startet

HD+ von RTL und Vox  

RTL und VOX starten HDTV

30.10.2009, 15:19 Uhr | Christian Fenselau/Boris Dunkel

HD+: HDTV bei RTL und Vox startet. RTL sendet US-TV-Serien wie "Dr. House" in HD (Foto: Allstar)

RTL sendet US-Serien wie "Dr. House" in HD. (Quelle: dpa)

Das hochauflösende Zeitalter der privaten Fernsehanbieter hat begonnen: RTL und Vox senden nun in HDTV. Ein Grund zum Jubeln? Nicht unbedingt. Die Kosten und die Einschränkungen beim Aufzeichnen dürften so manchem TV-Zuschauer sauer aufstoßen.

HDTV ist Zusatzangebot

RTL und Vox bieten seit dem 1. November zusätzliche HD-Kanäle an. Dort können die Zuschauer vor allem US-Serien in HD-Qualität genießen, unter anderem "Monk", "Dr. House" und "CSI: NY". Daneben werden in den nächsten Wochen Spielfilme wie "Die Bourne Verschwörung" und "Das Bourne Ultimatum" hoch auflösend über die Bildschirme flimmern. Älteren Sendungen, die nicht in HD-Qualität produziert worden sind, will RTL per Upscaling-Verfahren nachträglich den HDTV-Look verpassen. Da immer mehr Formate direkt in HD produziert werden, dürfte das Angebot der "nativen" HD-Sendungen aber stetig steigen. Auf den bisherigen Frequenzen wird weiter wie bisher das gewohnte Senderprogramm in PAL ausgestrahlt - wer HDTV nicht nutzen will oder kann, muss also nicht umsteigen.

HDTV empfangen - aber wie?

Der HDTV-Start von RTL und Vox dürfte weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, da kaum jemand die vollständige Ausrüstung für den Empfang parat haben dürfte. Neben einem benötigt der Zuschauer auch eine HD-fähige Satelliten-Empfangsanlage. Per Kabel oder terrestrisch via können die neuen HD-Kanäle der Privaten nicht genutzt werden. Die größte Hürde stellt derzeit aber der Receiver dar, also das Gerät, über das sich via Fernbedienung der Kanal auswählen lässt. Zwar sind schon seit längerem HDTV-Receiver am Markt erhältlich, doch eignen sie sich in der Regel nicht für das Programm der Privaten. Anders als die Öffentlich-Rechtlichen, die Anfang 2010 den HDTV-Regelbetrieb aufnehmen, setzen die Privatsender auf den neuen "HD+"-Standard - und den erfüllt kein bislang erhältlicher Receiver. Immerhin: Receiver, die einen CI-Plus-Einschubschacht besitzen, können mit einem CI-Plus-Modul empfangsbereit gemacht werden. Alles wartet derweil auf HDTV-Receiver, die direkt "HD+" unterstützen. Die sind zwar angekündigt, doch nach unseren Recherchen bislang praktisch nicht lieferbar.

50 Euro für "HD+"-Karte

Wer die Hardwarehürden genommen hat, benötigt als finalen Schlüssel zum hoch auflösenden RTL- und Vox-Programm die "HD+"-Karte, die im ersten Jahr kostenfrei zu haben ist. Danach erhebt Astra als Plattformbetreiber eine Gebühr von 50 Euro jährlich. Die Karte kann im PrePaid-Verfahren aufgeladen werden. Es sind keine Vertragsbindungen oder Abonnements dafür nötig, ebenso werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Der Jahresbeitrag soll unabhängig von der Senderanzahl sein, sich also nicht erhöhen, wenn weitere Sender dazukommen.

Kein Aufnehmen mehr möglich?

HD+ ermöglicht den Sendern eine Kontrolle über die Aufzeichnung von TV-Sendungen. So lässt sich gezielt steuern, ob eine Aufzeichnung überhaupt möglich ist oder ob aufgezeichnete Werbeblöcke übersprungen oder schnell vorgespult werden können. Die Verbraucherzentrale NRW hatte sich bereits kritisch zu den Kontrollmöglichkeiten geäußert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband geht gar davon aus, dass die Sender in vielen Fällen die Aufnahmefunktion generell ausschließen. RTL äußert sich hierzu auf der eigens eingerichteten Webseite rtl-hd.de. Danach lassen sich Sendungen auf HD+-Receivern mit Festplatte zwar aufzeichnen, die Wiedergabe ist aber "nur in Echtzeit möglich". Das bedeutet: kein schnelles Vorspulen. Bei Festplattenreceivern, die via CI-Plus-Modul das Programm empfangen, wird laut RTL das "längerfristige Aufzeichnen zunächst nicht gestattet sein". Immerhin werde die Time-Shift-Funktionalität, also das Aufnehmen bei paralleler zeitversetzter Wiedergabe nutzbar bleiben.

HDTV - was tun?

HDTV via Satellit lohnt sich derzeit kaum. Die Auswahl an tauglichen Empfangsgeräten ist noch zu klein, das Programmangebot doch sehr überschaubar. Wirklich interessant wird HDTV voraussichtlich erst im Frühjahr 2010. Dann haben nicht nur die HD-Receiver die ersten Kinderkrankheiten überwunden, sondern auch die Öffentlich-Rechtlichen (Februar) sowie ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins (Januar) mit HDTV-Angeboten nachgelegt. Sofern Sie aber im Ausbaugebiet von VDSL wohnen, bieten sich schon jetzt interessante Alternativen - HDTV über den Internetanschluss. Die Deutsche Telekom bietet für T-Home Entertain bereits Programme in HDTV an. Dort erleben Sie unter anderem Spiele der Fußball-Bundesliga in HD oder genießen aktuelle Filme von Videoload in hoher Qualität. Voraussetzung dafür ist das Anschlusspaket Entertain Comfort Plus VDSL 25.

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