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Energielabel für Fernseher: EU kennzeichnet LCD-TV und Plasma-TV

LCD-TV und Plasma-TV  

Energieetiketten nun auch für Fernseher

21.12.2010, 09:36 Uhr | t-online.de, AFP

Energielabel für Fernseher: EU kennzeichnet LCD-TV und Plasma-TV. Energielabel für Fernseher: EU kennzeichnet LCD-TV und Plasma-TV. (Fotos: Sharp, imago)

Fernseher bekommen in der EU ein Energielabel. (Fotos: Sharp, imago) (Quelle: imago)

Jetzt bekommen auch Flachbildfernseher ein EU-Energielabel: Ab sofort können Hersteller von LCD-TV und Plasma-TV mit einem Hinweisschild auf den Energieverbrauch ihrer Fernseher hinweisen. Vorerst ist das von Waschmaschinen und Kühlschränken bekannte Energielabel noch freiwillig; erst in einem Jahr werden die Ampelfarben Pflicht. Und bis dahin müssen viele Hersteller den Stromverbrauch ihrer Fernseher noch reduzieren.

Verbraucher können künftig anhand eines neuen Energielabels auf einen Blick den Stromverbrauch von Fernsehern erkennen. In der Europäischen Union gelten seit Montag Etiketten mit den Klassen A bis G, wobei A die sparsamste Klasse bezeichnet. Wie bereits bei Waschmaschinen oder Kühlschränken markieren klare Ampelfarben zusätzlich die einzelnen Verbrauchsstufen. Rot steht dabei für einen hohen Verbrauch, während Grün für einen geringen Verbrauch gilt. In unserer Foto-Show entschlüsseln wir die Angaben auf dem neuen TV-Energielabel.

Erste Hersteller führen Energielabel ein

Die Kennzeichnung mit dem neuen TV-Energielabel ist vorerst noch freiwillig; erst ab 30. November 2011 wird der Sticker für Hersteller verpflichtend. Sharp nutzt als eines der ersten Unternehmen die Etiketten ab sofort für seine Fernseher, Philips wird in den nächsten Wochen nachziehen. Nach ORF-Informationen wollen Samsung und Sony ihre Modelle noch vor der offiziellen Frist mit dem TV-Energielabel versehen, während Loewe seine Fernseher erst ab November 2011 kennzeichnen wird.

Energielabel zeigt jährlichen Stromverbrauch an

Das Etikett enthält dabei mehrere Verbrauchswerte des Fernsehers wie den jährlichen Stromverbrauch bei täglich vier Stunden Betrieb sowie die Leistungsaufnahme im angeschalteten Zustand. Der Verbrauch im Standby-Modus, ein heimlicher Stromfresser, ist hingegen auf dem Sticker nicht vermerkt. Im Zentrum des Energielabels steht, in welche Verbrauchsklasse der Fernseher eingestuft wurde. Dies richtet sich nach einem Energieeffizienzindex (EEI), der sich aus der Leistungsaufnahme, der Bilddiagonalen und einem vorgegebenen Referenzwert berechnet. Der Referenzwert steigt mit der Ausstattung. Sprich: Sind in dem Flachbild-Fernseher mehrere TV-Tuner oder Festplatten eingebaut, dürfen die Geräte mehr Strom verbrauchen, ohne in eine niedrigere Energieeffizienzklasse herabgestuft zu werden.

Energieklasse A+++ derzeit unerreicht

Für die Energieklasse A darf beispielsweise ein 40-Zoll-Fernseher maximal 66 Watt verbrauchen. Diesen Wert erreichen derzeit nur wenige Flachbild-Fernseher. Hersteller Sharp gab bereits an, dass etwa 85 Prozent seines aktuellen Sortiments die Voraussetzungen für eine Einstufung in die grünen Energieeffizienzklassen A und B erfüllten. Doch selbst ein Großteil der aktuellen Stromspar-Fernseher dürfte nur in Klasse B ankommen. Daher müssen Elektronikproduzenten den Stromhunger ihrer Fernseher deutlich reduzieren, zumal bis 2020 die Verbrauchsstufen schrittweise bis auf A+++ erweitert werden. "Aber derzeit gibt es keinen einzigen Flat-TV, der in die Kategorie A+, A++ oder gar A+++ fällt", sagte Bernd Schäppi, Experte der Österreichischen Energieagentur, dem ORF.

Verbraucherschützer loben TV-Energielabel

Für deutsche Verbraucherschützer leistet das Energielabel "eine wichtige Hilfestellung bei der Kaufentscheidung". Das neue Etikett helfe, Modelle miteinander zu vergleichen und den Jahresverbrauch des Gerätes zu errechnen, teilte die Verbraucherzentrale Hamburg mit. Dabei wiesen die Verbraucherschützer darauf hin, dass Stromkosten beim Betrieb von Fernsehern langfristig stark zu Buche schlagen könnten. Aufpassen: In den kommenden Monaten dürften viele Auslaufmodelle und Restbestände zu günstigen Preisen verkauft werden, die ansonsten eine schlechte Energieeffizienzklasse erreichten. Da heißt es, bei Schnäppchen vorsichtig zu sein und sich vor dem Kauf über den Energieverbrauch zu informieren. Berechnungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigten bereits, dass mancher Fernsehers in wenigen Jahren Strom im Wert des doppelten Kaufpreises verbraucht. Generell gilt, dass LED-Fernseher am wenigsten Energie verbrauchen. Die Aussage, dass ein LCD-Fernseher grundsätzlich weniger Strom verbraucht als ein Plasma-TV, lässt sich bereits seit Jahren nicht mehr halten.

Neues Energielabel für Kühlschränke und Waschmaschinen

Auch bei Kühlschränken, Geschirrspüler und Waschmaschinen ändert sich das Energielabel, da zukünftig neue Stufen gelten. Diese waren seit über zehn Jahren in die Klassen A bis G eingeteilt. Dank des technologischen Fortschritts haben heute 90 Prozent der in der EU verkauften Geräte die Klasse A. Um bessere Orientierung zu bieten, sollen daher die neuen Klassen A+, A++ und A+++ eingeführt werden. Ein Jahr lang können Verbraucher jedoch auch noch Geräte mit der bisherigen Kennzeichnung in den Läden finden. Danach ist nur noch das neue Energielabel gültig.

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