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Analoges Satellitensignal wird 2012 abgeschaltet

Analoges Satellitensignal wird 2012 abgeschaltet

27.04.2011, 12:51 Uhr | t-online.de

Analoges Satellitensignal wird 2012 abgeschaltet. Bildstörung: Millionen Menschen mit Satelliten-Schüssel droht das Empfangs-Aus (Symbolfoto: imago). (Quelle: imago images)

Bildstörung: Millionen Menschen mit Satelliten-Schüssel droht das Empfangs-Aus (Symbolfoto: imago). (Quelle: imago images)

Ab Mai 2012 werden Millionen Zuschauer ohne Fernsehempfang dastehen – wenn sie nicht auf Digitalempfang umrüsten. Denn dann wird das analoge Satellitensignal abgeschaltet. Knapp drei Millionen Haushalte seien noch nicht für den Digitalempfang gerüstet, teilt der Satellitenbetreiber Astra mit. Die Umrüstung bedeutet aber nicht in jedem Fall, alles neu kaufen zu müssen. Manchmal genügt auch schon eine kleine Veränderung an der Sat-Antenne.

2,9 Millionen Haushalte empfangen noch analoges Satellitenfernsehen – mit zum Teil stark veralteten Anlagen. Wenn sie nicht die Satellitenschüssel und den Receiver austauschen, sitzen sie nach dem 30. April 2012 vor einem Fernseher ohne Empfang. Satellitenanlagen, die neuer sind als zehn Jahre, können teilweise umgerüstet werden oder sind bereits startklar für den Empfang digitaler Signale. Ein Umstieg auf Digitalempfang ist daher eher jetzt als später zu empfehlen. So ist es möglich, dass es zu Versorgungsengpässen kommt, je näher der Zeitpunkt der Analog-Abschaltung rückt. Einige besonders häufig nachgefragte Receiver könnten dann vergriffen sein. Wer nicht genau weiß, ob er noch analoge oder bereits digitale Satellitensignale empfängt, sollte dies rechtzeitig überprüfen. Das DVB-Logo auf dem Receiver am Fernseher ist ein sicheres Zeichen dafür, dass es sich um einen Digital-Empfänger handelt. Ob auch die Antenne digitaltauglich ist, kann im Zweifelsfall eine Fachwerkstatt klären. Ein Indiz ist die Programmvielfalt: Mit dem analogen Signal kommen etwa 35 Kanäle ins Haus. Sind es deutlich mehr Sender, ist die Empfangsanlage bereits digital.

Empfangseinheit muss digitale Signale verstehen können

Wichtig für die Umrüstung auf Digitalempfang ist die Empfangseinheit am Ende des Antennenarms, der so genannte Low Noise Block Converter (LNB). Wenn dieser in der Lage ist, Frequenzen bis 12,75 Gigahertz zu verarbeiten, kann er auch die Digitalkanäle empfangen. Veraltete LNB sind in der Regel nur von 10,7 bis 11,7 Gigahertz ausgelegt, in manchem Fällen ist der Frequenzbereich auf dem Gerät selbst vermerkt. Auch die Satellitenschüssel selbst muss für den digitalen Empfang geeignet sein. Ist sie kleiner als 60 Zentimeter im Durchmesser, muss sie ebenfalls ausgetauscht werden. Sonst könnte es zu Bildaussetzern kommen, weil das Signal für die digitale Übertragung nicht mehr stark genug gebündelt werden kann. Eine Schüssel, bei der bereits der Lack abblättert, ist für den Digitalempfang ebenfalls nicht mehr zu gebrauchen.

Digitaler Receiver ist Pflicht

Wer bisher nur analoges Satellitenfernsehen empfangen hat, muss wahrscheinlich auch seinen Receiver gegen einen digitalen Empfänger austauschen. Hier ist zwischen SD- und HD-Qualität zu unterscheiden: Die billigsten Digital-Receiver (DVB-S) ab etwa 30 Euro können digitale Signale lediglich in SD-Qualität verarbeiten. Für einen Röhrenfernseher ist das absolut ausreichend, nicht jedoch für einen modernen Flachbildfernseher. Ein Receiver, der HDTV empfangen kann, muss den Standard DVB-S2 unterstützen und ist etwas teurer. Die Mehrausgabe dürfte sich aber auf jeden Fall lohnen. Beim Kauf eines neuen Fernsehers ist ratsam, darauf zu achten, dass dieser bereits einen eingebauten HD-Satellitenempfänger hat. Das erspart nicht nur den Kauf eines externen Receivers, sondern es liegt später auch eine Fernbedienung weniger auf dem Wohnzimmertisch.

Kabelanbieter schalten vorerst nicht ab

Die Abschaltung analoger Signale ist auch notwendig, um die dadurch frei gewordenen Frequenzen für neue Zwecke zu nutzen. Die Umstellung beim Empfang über Antenne – vom analogen Empfang auf DVB-T – ist längst vollzogen, 2009 schaltete der letzte Sendemast die analogen Signale ab. Auf absehbare Zeit ist es nur noch über Kabelempfang möglich, den Umstieg auf Digitalfernsehen zu vermeiden. "Die analogen Fernsehprogramme werden auch weiterhin über das TV-Kabel verbreitet", teilten die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW mit.

Entertain, das TV-Angebot der Telekom, wird ab dem Sommer 2011 auch per Satellitenempfang nahezu bundesweit verfügbar sein. Entertain Sat wird künftig eine Festnetzflatrate fürs Telefon, eine Internetflatrate mit einer DSL-Bandbreite zwischen 3 und 16 Mbit/s sowie ein breites TV-Angebot mit Zusatzfunktionen umfassen. Ebenfalls im Lieferumfang ist eine "HD+"-Karte für HD-Empfang der Privatsender. Im ersten Jahr ist "HD+" kostenlos.

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