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ARD und ZDF planen kommerzielle Online-Mediathek

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ARD und ZDF planen kostenpflichtige Online-Mediathek

29.04.2011, 12:56 Uhr | Christian Fenselau

ARD und ZDF planen kommerzielle Online-Mediathek. ARD-Chefin Monika Piel und ZDF-Intendant Markus Schächter planen eine kommerzielle Mediathek (Foto: imago) (Quelle: imago)

ARD-Chefin Monika Piel und ZDF-Intendant Markus Schächter (Foto: imago) (Quelle: imago)

ARD und ZDF wollen ihr umfangreiches TV-Archiv ins Internet stellen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten planen für 2012 eine gemeinsame Online-Mediathek, wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet. Internet-Nutzer sollen hier "Qualitätsinhalte aus 60 Jahren deutscher Fernsehgeschichte" abrufen können – allerdings nicht unbedingt kostenlos.

Das Projekt werde mit dem Arbeitstitel "Germanys Gold" bezeichnet, schreibt die FTD. Internet-Nutzer können hier eine Auswahl des TV-Angebots der öffentlich-rechtlichen Anstalten aus den vergangenen Jahrzehnten online abrufen. Damit soll ein Geschäftsmodell etabliert werden, das den Sendern und Produzenten eine Vermarktung jenseits der Video-Plattform YouTube ermöglicht. "Es geht um die Perspektive, großes Geld im Video-on-Demand-Bereich zu verdienen", wird der ZDF-Intendant Markus Schächter im Blatt zitiert.

Sender planen mit Produzenten und Filmhändlern

Rundfunkgebühren kommen für die Finanzierung einer kommerziellen Plattform wie "Germanys Gold" nicht in Frage, daher schlagen die Öffentlich-Rechtlichen einen anderen Weg ein. Das Projekt wird bei kommerziellen Tochterunternehmen wie WDR Mediagroup und ZDF Enterprises angesiedelt. Mit im Boot sitzen sollen auch Produktionshäuser wie die Bavaria und Filmhändler. Auch Privatsender sind eingeladen, ihre TV-Inhalte einzubringen. Für den Geldfluss sorgt letztlich der Nutzer – entweder über Werbung, die auf den Mediathek-Seiten geschaltet wird, oder über separate Gebühren. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Umstrittenes Projekt

RTL, Sat.1 & Co. kommentierten das Vorhaben von ARD und ZDF bislang noch nicht. Schon im nächsten Jahr könnte das Projekt gestartet werden – wenn es nicht am Kartellrecht scheitert. Das Bundeskartellamt hat erst kürzlich eine gemeinsame Online-Videothek von ProSiebenSat1 und RTL untersagt. Auch diese Plattform sollte für Dritte offen sein. Die Sendeanstalten haben gegen die Entscheidung Beschwerde eingelegt.

Denkbar ist auch, dass die private Medienwirtschaft gegen den Ausbau der Online-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen vorgehen werden. So stießen zum Beispiel schon die Smartphone-Apps für Tages- und Sportschau auf Kritik, auf Betreiben des "Verbands Privater Rundfunk und Telemedien" (VPRT) mussten ARD und ZDF ihre Online-Berichterstattung und das Angebot der Mediathek deutlich zurückstutzen. So sind nur noch Internetangebote erlaubt, die einen so genannten Drei-Stufen-Test durchlaufen haben. ARD und ZDF müssen die Verfügbarkeit der Mediathek-Inhalte zeitlich beschränken. Über den Weg einer umfassenden kommerziellen Videothek könnten die bereits aus der Mediathek gelöschten Sendungen wieder zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt könnte aber auf Akzeptanzprobleme stoßen, wenn für ehemals durch Rundfunkgebühren finanzierte Sendungen erneut Gebühren fällig würden.

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