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Rundfunkbeitrag bringt ARD und ZDF mehr Geld als erwartet

1,5 Milliarden Euro Gewinn  

Rundfunkbeitrag spielt mehr Geld ein als erwartet

05.02.2015, 09:41 Uhr | yba, t-online.de

Rundfunkbeitrag bringt ARD und ZDF mehr Geld als erwartet. Rundfunkbeitrag und Banknoten (Quelle: imago images/Eibner)

Der Beitragsservice erhebt den Rundfunkbeitrag. (Quelle: Eibner/imago images)

Der umstrittene Rundfunkbeitrag wird ARD, ZDF und Deutschlandradio laut einem Bericht der "Bild" weitaus höhere Überschüsse einbringen als erwartet. Bis 2016 soll die Abgabe für den Empfang der Öffentlich-Rechtlichen einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Der Verbraucher dürfte von dem Geldregen jedoch nicht viel spüren.

Im vergangenen Jahr ging die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) noch von einem Plus von 1,14 Milliarden Euro aus. Der Gewinn dürfte aber nochmals um 350 Millionen anwachsen, wie "Bild" von der KEF erfahren haben will. Nun muss erneut entschieden werden, wie das Geld verwendet werden soll. Eine spürbare Entlastung der Verbraucher ist aber unwahrscheinlich.

Rundfunkbeitrag sinkt nur leicht

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten bereits im März 2014 beschlossen, den Rundfunkbeitrag angesichts der massiven Überschüsse zu senken. Doch schon damals fiel die Senkung kleiner aus als der von der KEF empfohlene Betrag: Die KEF schlug einen Nachlass von 73 Cent vor, die Länder einigten sich auf lediglich 48 Cent – also 17,50 Euro anstelle der bisherigen 17,98 Euro. Einer zügigen Beitragssenkung standen zudem Landtagswahlen im Wege. Erst am 1. April soll es soweit sein.

ARD und ZDF erklärten bisher nicht, wie sie mit der erneuten Geldschwemme umgehen wollen, einfach ausgeben dürfen sie das Geld nicht. Neben der Beitragssenkung von 48 Cent hatten die Länder im März vergangenen Jahres beschlossen, alle weiteren Überschüsse als Rücklage für künftige Beitragsanpassungen und Engpässe zu verwenden. Die zusätzlichen 350 Millionen Euro könnten ebenfalls in die Rücklage fließen.

Nachtrag: Sender erhalten das Geld nicht

Wie der Geschäftsführer der KEF Horst Wegner erklärte, werden die Sendeanstalten das Geld nicht bekommen. "Mehreinnahmen kommen auf ein Sperrkonto", sagte Wegner am Mittwoch. Nach Bekanntwerden der Zahlen reagierten erste Interessenverbände mit Forderungen. So verlangte der Privatsender-Verband VPRT eine rasche Werbereduzierung bei den Öffentlich-Rechtlichen, berichtete das Handelsblatt. Die Unions-Bundestagsfraktion forderte eine weitere Senkung des Beitrags über die bisher beschlossene Summe hinaus. Die Bundesländer lehnten dies jedoch ab, um eine mögliche spätere Erhöhung zu vermeiden.

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