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Starke TV-Konkurrenz von Beamern

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Kinofeeling im Wohnzimmer  

Diese Beamer stehlen jedem Flat-TV die Show

11.08.2015, 09:15 Uhr | hifitest.de

Starke TV-Konkurrenz von Beamern. Die neuesten Beamer lassen so manchen Flachbildfernseher alt aussehen (Quelle: Epson)

Die neuesten Beamer lassen so manchen Flachbildfernseher alt aussehen (Quelle: Epson)

Fernseher oder Beamer? Eine beliebte und gleichermaßen umstrittene Frage unter Heimkino-Enthusiasten. Dabei gibt es eindeutige Argumente zugunsten von Projektoren, die Flat-TVs ziemlich alt aussehen lassen. Wer die Liebesschnulze in Lebensgröße oder das Fußballspiel mit echter Stadion-Atmosphäre erleben will, für den führt kein Weg an einem Beamer vorbei.

Denn – vorausgesetzt, der erforderliche Platz ist im Eigenheim vorhanden – so lassen sich problemlos bewegte Bilder mit einer Diagonalen von sieben bis neun Metern an die Wand werfen. Zum Vergleich: Ein 60-Zöller kommt gerade mal auf eine Bildschirmdiagonale von etwas mehr als eineinhalb Meter. Das ist echt mickrig, wenn man sieht, was hier der Beamer zu bieten hat.

Helligkeit und Kontrastverhältnis

Wird es für eine Großfamilie vor einem Flachmann ziemlich schnell eng, so kann sich vor einer Leinwand auch eine komplette Fußballmannschaft samt Betreuerstab ohne Schwierigkeiten versammeln. Eine ausreichend starke Raumverdunkelung vorausgesetzt, liefert ein projizierter Film zudem einen deutlich besseren seitlichen Betrachtungswinkel mit satteren Farben und höherem Kontrast als ein Fernseher.

Beim Beamer-Kauf sollte man auf eine Zoom-Funktion achten, um das Bild ohne spürbaren Qualitätsverlust vergrößern zu können. Natürlich lässt sich die Diagonale auch durch eine Veränderung des Beamer-Abstands zur Wand beeinflussen, allerdings leidet darunter die Helligkeit: Bei doppelter Distanz trifft nur noch ein Viertel der ursprünglichen Lichtmenge auf die Projektionsfläche.

Nicht irritieren lassen sollte man sich von den Hersteller-Angaben zum Kontrastverhältnis. Jeder aktuelle Beamer leistet diesbezüglich mehr, als das menschliche Auge wahrnehmen kann. Aus technischer Sicht konkurrieren so genannte DLP-Beamer und LCD-Projektoren. Letztere arbeiten wie Flat-TVs mit lichtdurchlässigen Flüssigkristallen und kosten im Schnitt etwas mehr.

DLP steht als Abkürzung für „Digital Light Processing“ und beschreibt ein Verfahren, bei dem unzählige kleine Spiegel das Licht der Projektorlampe reflektieren. Ein rotierendes Farbrad sorgt dafür, dass farbige Bewegtbilder entstehen. Ein Nachteil der DLP-Technik ist der gelegentlich auftretende Regenbogeneffekt, der sich in Form von aufblitzenden Artefakten bemerkbar macht.

Fit für die Zukunft

Mit dem VPL-VW300ES (ab 6900 Euro) bietet Sony anspruchsvollen Homecineasten die Möglichkeit, Filme mit der neuen Super-Auflösung Ultra-HD zum Leben zu erwecken. Ultra-HD liefert vier Mal so viele Pixel wie der aktuelle Full-HD-Standard mit 1920 × 1080 Bildpunkten.

Zoom, Fokus und Lens-Shift zur verzerrungsfreien Darstellung lassen sich beim Sony komfortabel per Fernbedienung einstellen. Ab Werk präsentiert der VPL-VW300ES einen gleichmäßig erweiterten Farbraum sowie eine moderat kühle Farbabstimmung. Mit etwas Handarbeit offenbart der Beamer einen perfekten Weißwert.

Am wohlsten fühlt sich der Sony im komplett abgedunkelten Heimkino. Dann kann auch im Menü die Lampenregelung auf „niedrig“ gestellt werden, was sich akustisch positiv bemerkbar macht. Flüsterleise verrichtet der Projektor seine Arbeit, dunkle Bildbereiche gewinnen nochmals an plastischer Tiefe.

Drahtlose HD-Zuspielung

Deutlich günstiger als der Sony ist der Epson EH-TW6600W (ab 1600 Euro) zu haben, der trotz großer Lichtausbeute angenehm leise vor sich hinwerkelt und neben zwei HDMI-Schnittstellen auch noch analoge Video-Buchsen bereitstellt. Über seinen Wireless-HD-Transmitter kann das LCD-Modell hochauflösende Signale ohne Kabelverbindung übertragen.

Die großen Chassis der Stereo-Lautsprecher können mit für einen Beamer vergleichsweise vollem Klang beeindrucken und sind mehr als eine Notlösung. Bildlich bietet der EH-TW6600W eine brillante Farbdarstellung zusammen mit einer satten Lichtausbeute, die ihn fürs Wohnzimmer-Kino geradezu prädestiniert.

Flexibel ist das Farbmanagement, das sich im gewohnt übersichtlichen Menü des Epson findet. Die wichtigsten Parameter sind einfach über die entsprechende Taste auf der Fernbedienung erreichbar.

Großes Bild aus kurzer Distanz

Schon beim Blick auf die Linse, die sich weit nach vorn aus dem Gehäuse wölbt, wird klar, wo der TH682ST (ab 750 Euro) von BenQ seine Stärken hat: Als so genannter Kurzdistanzprojektor kann er knapp vor der Leinwand aufgestellt große Bilder projizieren.

Das ist gut für Präsentationen in Räumen, die nicht dafür vorgesehen sind, lässt sich aber auch für gelegentliches Spielen und Filme nutzen. Bei einem Abstand von gerade mal einem Meter vor der Leinwand produziert der BenQ eine Bilddiagonale von 170 Zentimetern, und das gelingt ihm dank der optimal berechneten Optik ohne nennenswerte Verzerrungen.

Da der DLP-Beamer zudem selbst im Eco-Modus und auf Kino-Betrieb eingestellt immer noch mit knapp 1500 Lumen leuchtet, ist er das perfekte Gerät für den spontanen Filmgenuss im hellen Wohnzimmer oder gar auf der Terrasse. Idealerweise lässt sich das Gerät mit diversen optionalen Wireless-Lösungen komplett kabellos mit Full-HD-Videos versorgen. Insgesamt kommt der TH682ST selbst mit den schwierigsten Rahmenbedingungen zurecht, enge und helle Raumverhältnisse stellen kein Problem für ihn dar.

Heller Kopf für unterwegs

Mit viel Licht für den schmaleren Geldbeutel punktet Acers DLP-Projektor H6520BD (ab 600 Euro), 3500 Lumen sind für einen Heimkino-Beamer schon eine Hausnummer. Seine Abmessungen sind recht kompakt, zusammen mit seinem moderaten Gewicht von 2,5 Kilo und dem stabilen Case empfiehlt er sich für mobile Einsätze.

Mit anderen mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets nimmt der Acer dank der MHL-kompatiblen HDMI-Schnittstelle sicher Kontakt auf. Aufgestellt ist das Leichtgewicht schnell, die Einrichtung erfordert ebenfalls nur wenige Handgriffe, zumal auf einen Lens-Shift verzichtet wurde.

Aufgrund des geringen optischen Zoom von 1,1 muss man unter Umständen improvisieren, dafür gibt es eine Anpassungsmöglichkeit an unterschiedliche Tönungen der Projektionsfläche. Somit ist man im Zweifel unabhängig von einer Leinwand. In puncto Kontrast, Lichtausbeute und Bildschärfe kann der H6520BD voll überzeugen, 3D-Aufnahmen zeigt er flackerfrei und sogar ebenfalls strahlend hell.

Der ideale Einsteiger

Klein, schön und in wohnzimmertauglichem Weiß präsentiert Optoma den HD50 (ab 1300 Euro), der aufgrund seiner vielseitigen Schnittstellen auch vor älterem Equipment nicht Halt macht. Analoge Quellen sind nach wie vor willkommen, da neben den beiden HDMI-Buchsen auch ein Komponenten- und sogar ein Composite-Eingang auf der Rückseite prangen.

Zur reichhaltigen Ausstattung gehören unter anderem vertikales Lens-Shift und eine leuchtende Fernbedienung. Praktisch: Der Optoma ist für sämtliche Projektionsarten ausgelegt, er darf also auch gern an der Decke oder sogar als Rückprojektor hinter der Leinwand verschwinden.

Insgesamt glänzt das DLP-Modell mit einer sauberen Farbdarstellung, anständigen Schwarzwerten und sehr scharfen Bildern. Regenbogen-Effekte treten nur ganz selten auf. Gerade für Einsteiger ist der HD50 das ideale Gerät: Er verwöhnt mit einfachem Handling und bietet mit wenig Aufwand ein hervorragendes Bild selbst im unzureichend abgedunkelten Wohnzimmer.

Fazit

Beamer mit ausgezeichneten Eigenschaften gibt es in jeder Preisklasse für qualitativ hochwertiges Heimkino. Umgerechnet auf den Quadratmeter Bild pro Euro können Flachbildfernseher Beamern nicht das Wasser reichen. Selbst für nicht komplett abgedunkelte Räume sind Projektoren die perfekten Zuspieler.

Eine umfassende Übersicht mit zahlreichen Tests und Kaufempfehlungen liefert das Online-Portal hifitest.de.
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