Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fotografie >

Digitalkamera: Die Sigma DP1 will kompromisslose Bildqualität bieten

Digitalkameras  

Schöner Sensor

28.08.2008, 18:17 Uhr | Bela Beier

Die auf dem Objektiv angegebenen 16,6 Millimeter Brennweite entsprechen 28 Millimeter Brennweite im Kleinbild-Format. (Foto: Sigma)Die auf dem Objektiv angegebenen 16,6 Millimeter Brennweite entsprechen 28 Millimeter Brennweite im Kleinbild-Format. (Foto: Sigma)

"Braucht's das alles?" - die Forderung stößt jeder Besitzer einer Kompaktkamera aus, wenn er verzweifelt durch seitenlange Menüs klickt. Das Motivprogramm Kindergeburtstag im Freien bei leichter Bewölkung ist nicht leicht zu finden. Statt diesem Übermaß - und seltsamen Technologien wie Smile-Shutter, Auto-Upload und Touchscreen - ist nun einmal bedingungslose Bildqualität ohne Spielerei gefragt. Sigma hat den Ruf vernommen - als Antwort kommt die DP1.

Eine Festbrennweite (28 Millimeter, ideal für Landschaftsaufnahmen), ist das einzige Objektiv. Natürlich kann man es nun mit dem Kriegsfotografen Robert Capa halten, der sagte: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran." Aber will man das bei einer Kompaktkamera?

Wirklich eine schöne Sache ist allerdings der Foveon X3-Sensor. Andere Bildsensoren haben eine Bayer-Schachbrettstruktur. Hier liegen jeweils zwei grüne, ein roter und ein blauer Sensor nebeneinander und bilden einen Bildpunkt. Der X-3-Sensor arbeitet anders: Hier sind jeweils drei Schichten für die Farben direkt übereinander. Denn Lichtwellen verschiedener Frequenzen durchdringen den Sensor in unterschiedlicher Tiefe.

Somit sind die 4,6 Millionen Pixel des Sensor vergleichbar mit der Auflösung einer 6 bis 10 Megapixel-Kamera. Und diese Größe ist ein idealer Kompromiss zwischen bearbeitbarer Größe und notwendiger Auflösung. Die Bildqualität gibt dem Verfahren recht - keine erkennbaren Farbsäume, neutrale Farben und kaum Rauschen.

Die  Rückseite der DP1 zeigt sich sehr aufgeräumt - und ohne optischen Sucher. (Foto: Sigma)Die Rückseite der DP1 zeigt sich sehr aufgeräumt - und ohne optischen Sucher. (Foto: Sigma)

Also keine Motivprogramme und ein Sensor wie in einer Spiegelreflex - soweit die Features. Im Praxistest überzeugt die Bildqualität und die Verarbeitung auf jeden Fall. Aber: Die Bedienung ist umständlich, weder Zoom noch Stabilisator noch Fokus-Hilfslicht noch optischer Sucher sind eingebaut. Auch die fehlende Histogramm-Anzeige auf dem LCD und eine träge Reaktions- und Verarbeitungs-Geschwindigkeit: weder die Haptik noch der Preis (ungefähr 900 Euro mit dem notwendigen Zubehör) machen sie empfehlenswert.

Der Blitzschuh nimmt noch wahlweise einen optischen Sucher auf. (Foto: Sigma)Der Blitzschuh nimmt noch wahlweise einen optischen Sucher auf. (Foto: Sigma)

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Elektronik > Fotografie

shopping-portal