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Test: Digitale Spiegelreflexkameras taugen für HD-Filme

HD-Videos filmen mit Spiegelreflexkameras  

Sind Spiegelreflexkameras die besseren Camcorder?

19.04.2010, 16:28 Uhr | Andreas Lerg

Test: Digitale Spiegelreflexkameras taugen für HD-Filme. Nikon machte mit der D90 das unmögliche möglich. Filmaufnahmen in HD. (Bild: Hersteller)

Nikon machte mit der D90 das unmögliche möglich. Filmaufnahmen in HD. (Bild: Hersteller) (Quelle: Hersteller)

Warum noch einen HD-Camcorder kaufen, wenn sich mit einer Digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) auch hochauflösende Videos drehen lassen? Die Zeitschrift PC Magazin hat aktuelle DSLR auf ihre Filmtauglichkeit hin getestet. Das Ergebnis: Zumindest in Sachen Bildqualität stehen die DSLR den reinen Videokameras meist in nichts nach. Den ein oder anderen Haken gibt es trotzdem.

"Weil es technisch unmöglich ist", lautete lange Zeit die Antwort auf die Frage, warum man mit einer DSLR nicht auch Videofilme aufnehmen konnte. Viel billigere Kompaktkameras lassen sich schon lange als Videokamera einsetzen, wenngleich auch mit meist bescheidenen Ergebnissen. Erst 2008 hat Nikon mit der D90 bewiesen, dass Filmen mit einer Spiegelreflexkamera eben doch möglich ist - und das sogar in HD-Qualität. Mittlerweile bietet praktisch jede neue Spiegelreflexkamera eine Videofunktion. Werden Camcorder damit überflüssig?

Die klaren Vorteile der DSLR

DSLR können gegenüber herkömmlichen HD-Camcordern gleich mehrfach punkten: Ein großer Vorteil ist die Auswahl an unterschiedlichen Wechselobjektiven. Während handelsübliche Videokameras mit fest eingebauten Objektiven auskommen müssen, kann der Besitzer einer DSLR auf eine Vielzahl Optiken zurückgreifen und damit jede Aufnahmesituation vom Superweitwinkel bis zum Superteleobjektiv abdecken. An diese Flexibilität kommen die handelsüblichen Videokameras nicht heran. Auch den deutlich größeren Bildsensor verbuchen die Digitalkameras auf der Habenseite. Damit lässt sich auch beim Filmen die Schärfentiefe sehr selektiv einstellen. Soll alles von vorne bis hinten gestochen scharf dargestellt werden? Oder soll nur das eigentliche Hauptmotiv scharf sein, während der Rest im Hintergrund unscharf bleibt? Das abzustimmen gelingt nur mit den großen Bildsensoren der digitalen Fotoapparate.

Blende manuell einstellen

Der Fotograf beeinflusst die Schärfentiefe manuell durch Öffnen oder Schließen der Blende. Von den sieben Kameras im Test des PC Magazins beherrschen das alle bis auf eine. Canon hat seiner EOS 500D keine manuelle Blendensteuerung für den Filmmodus spendiert und verschenkt damit die effektive Nutzung der Schärfentiefe. Bei der Nikon D90 muss die Blende vorab eingestellt werden, während der Filmaufnahme kann sie nicht mehr verändert werden.

Bildqualität dank großem Sensor

Der große Bildsensor einer DSLR sorgt außerdem auch für eine sehr gute Bildqualität der Filmaufnahmen. Canons Profikamera, die EOS D Mark II, stellt hier sogar die semiprofesionelle HD-Videokamera JVC ProHD GY-HM100 (Preis rund 3000 Euro) in den Schatten. Das PC Magazin hat die HD-Videokamera von JVC für den Test als Vergleich herangezogen. Die Canon schneidet gerade bei Motiven mit wenig Licht durch weniger Bildrauschen besser ab als die reine Filmkamera. Die Tester bescheinigen sechs der sieben DSLR-Kameras eine gute bis sehr gute Bildqualität. Lediglich Nikons D90 erntet als Pionier und daher ältester HD-tauglicher Fotoapparat im Test hier nur die Note befriedigend.

Nachteile der DSLR beim Filmen

Ein Nachteil der DSLR-Kameras: Die fürs Filmen unpraktische Bauform. Videokameras liegen deutlich besser in der Hand und können so besser stabil gehalten werden. Meist sorgt eine Schlaufe für zusätzliche Stabilität. Da sich die Displays der DSLR selten aufklappen, drehen oder schwenken lassen, geraten Aufnahmen über Kopf oder auf Bodenhöhe häufig zur Herausforderung. Eher von Nachteil ist auch das Verhalten der Bildstabilisatoren. Sie arbeiten eher "pumpend" als kontinuierlich, wie es für einen Film nötig wäre Daher gelingt das Filmen am besten mit abgeschaltetem Stabilisator vom Stativ, um Wackeln zu minimieren.

Schärfe nachführen ist größte Schwäche

Im Test stellte sich heraus, dass die größte Schwäche der Spiegelreflexkameras bei der Fokussierung liegt. Ein Fotoapparat muss auf den Punkt fokussieren. Im Moment der Aufnahme "steht" der Fokus. Ist das Bild im Kasten, muss erst bei der nächsten Aufnahme wieder scharf gestellt werden. Eine Videokamera muss hingegen die Schärfe kontinuierlich nachführen, denn das Motiv bewegt sich beim Filmen und rückt aus dem Focus. Daher wird die Schärfe manuell oder automatisch nachgezogen. Das gelingt den getesteten Kameras nicht immer gut.

DSLR können echte Videokameras derzeit nicht ersetzen

Die Wechselobjektive und die großen Bildsensoren sind ein absoluter Pluspunkt für die HD-filmenden DSLR. Auch die Bildqualität ist weitgehend auf einem Niveau mit HD-Videokameras. Dennoch können die digitalen Spiegelreflexkameras nicht leugnen, dass sie für das Fotografieren gebaut worden sind. Daher können sie einen speziell auf das Filmen ausgelegten HD-Camcorder derzeit noch nicht ersetzen.

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